Drei amerikanische Karrieremänner werden von der Finanzkrise eingeholt. Zuerst verliert Bobby Walker seinen Managerposten bei der Transportfirma GTX, dann der viel ältere Phil Woodward und schließlich auch der stellvertretende Chef und Abteilungsleiter Gene McClary. Die Männer haben schmucke Häuser und teure Autos, Ehefrauen und Kinder, die einen höheren Lebensstandard gewöhnt sind. Auf einmal weiß keiner von ihnen, wie es weitergehen kann. Der junge Bobby ist wütend, weil seine Bewerbungen erfolglos bleiben, Phil muss wegen seiner Frau so tun, als ginge er täglich in die Arbeit, Gene protestiert dagegen, dass die Firma so viele Leute entlässt.
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| FILMKRITIK
Dieses Drama widmet sich als eines der ersten ernsthaft der wirtschaftlichen Krise, die in Amerika in den letzten Jahren weite Kreise der Bevölkerung erfasst hat. Drei Männer mit beruflichem Erfolg in einem großen, börsennotierten Unternehmen stehen plötzlich ohne Beschäftigung da und müssen um ihr Hab und Gut fürchten. Sie hadern mit dem Schicksal und stellen auf der Suche nach neuer Orientierung ihr bisheriges Wertesystem in Frage. Tommy Lee Jones, Ben Affleck, Chris Cooper und Kevin Costner gehören zum hochkarätigen Darstellerensemble dieses engagierten Films.
Bobby, Phil und Gene wohnen mit ihren Familien in wunderschönen Villen. Genüsslich schaut sich die Kamera zu Beginn darin um, beobachtet, wie die Hausherren morgens ihre teuren Autos aus der Garage fahren. Bobby, den Ben Affleck spielt, fragt am Tag seiner Entlassung noch ahnungslos, ob denn jemand gestorben sei, weil im Sitzungsraum der Firma alle so bedrückt dreinschauen. Er, der junge, erfolgsverwöhnte Karrieremensch, begreift einfach nicht, wieso ihn das Unternehmen auf einmal nicht mehr braucht.
Bobby ist bei weitem nicht der einzige, der bei GTX entlassen wird. Weil die Aktienkurse des Unternehmens fallen, reagiert die Führung mit Einsparungen beim Personal. Gene, der die besonders krisengeschüttelte Abteilung Schiffsbau leitet und im Vorstand sitzt, fühlt sich verantwortlich für die Mitarbeiter. Tommy Lee Jones spielt Gene als den Repräsentanten des sozialen Gewissens im Unternehmen, als einen Mann, der sich auf die Anfänge rückbesinnt und dem eigenen Chef laut und deutlich widerspricht. Hier stehen sich zwei wirtschaftliche Ideologien gegenüber, Genes Gespür für unternehmerische Tradition und Gemeinschaft einerseits, die Pflege der Aktienkurse und die Gewinnorientierung andererseits, wie sie der Chef des Unternehmens vertritt.
Chris Cooper spielt den alternden Phil Woodward, der erkennen muss, dass er für den Fall einer Kündigung nicht genügend vorgesorgt hat. Auf Bobby trifft das ebenfalls zu, aber er rechnet sich zumindest mehr Chancen aus, eine neue Arbeit zu finden. Schließlich muss er aber doch bei seinem Schwager Jack, den Kevin Costner spielt, auf dem Bau schuften, denn die Ehe mit Maggie, gespielt von Rosemarie DeWitt, gerät wegen der finanziellen Sorgen in Turbulenzen.
Regisseur und Drehbuchautor John Wells verzichtet auf einfache Lösungen ebenso wie auf Rührseligkeit. Die leisen und nachdenklichen Töne der Geschichte sparen zwar das emotionale Chaos nicht aus, in das Bobby, Gene und Phil geraten, aber sie zeigen an, dass hier Neuland betreten wird. Die Protagonisten waren auf diese wirtschaftliche Krise mental nicht vorbereitet. Ebenso wenig wie sie kann der Film bereits eine politische Antwort finden, vielmehr geht es in diesem Stadium nur um das Ertasten der Strukturen und der Werte, die dahinterstehen.
| FAZIT
Nachdenklicher Film über drei Amerikaner, die ihre sicher geglaubten Stellen verlieren und in eine Existenzkrise geraten.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung