Montag | 28. Mai 2012 | 11:37 Uhr
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  • FILM REVIEW | Larry Crowne
  • Larry Crowne

    Drama, Komödie | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Larry Crowne (Tom Hanks) arbeitet seit Jahren in einer Supermarktkette und er mag diesen Job. Er war diverse Male Mitarbeiter des Monats und kommt mit seinen Kollegen bestens klar. Als ihm dann von einem auf den anderen Tag fristlos gekündigt wird, ist er bis ins Mark erschüttert. Wie soll er in seinem Alter einen neuen Job finden?

    Diese Befürchtung stellt sich bald als begründet heraus, denn obwohl er sämtliche Möglichkeiten abklappert - eine neuen Anstellung findet er nicht. Also beschließt er an seinem eigentlichen Kündigungsgrund - dem mangelnden College Abschluss - etwas zu ändern und schreibt sich an der Universität ein.

    Doch damit nicht genug - Larry muss sein Leben komplett auf den Kopf stellen. Zwar findet er im Diner eines Freundes einen Job in der Küche, doch das Geld reicht kaum um das Haus zu finanzieren, noch um den Tank seines gefräßigen Geländewagens zu füllen. Kurzentschlossen tauscht Larry den Wagen in eine Vespa um und schreibt sich in Rhetorik und Finanzkurse in der Uni ein.

    Larry ist tief beeindruckt von seiner eloquenten, aber sarkastischen, Rhetorik Professorin Mercedes Tainot (Julia Roberts) und dem exzentrischen Finanzguru Dr. Matsutani (George Takei). Wobei bald klar wird, dass es ihm erstere nicht nur wissenschaftlich angetan hat. Und dank seines neuen Fortbewegungsmittel, findet er sich zudem bald in einer Vespa-Gang wieder, die von der leidenschaftlichen Talia (Gug Mbatha-Raw) und ihrem nicht so hellen Freund Dell (Wilmer Valderrama) angeführt wird.

    Während Mercedes versucht den grauen Alltag und insbesondere die Existenz ihres Ehemanns Dean (Bryan Cranston) im Alkohol auszublenden, gibt sich Larry betont offen gegenüber Veränderungen, aber die Frage ist, ob er es tatsächlich schafft das Ruder noch einmal herum zu reißen.
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      • | FILMKRITIK

      • In Larry Crowne treffen zwei Schwergewichte des amerikanischen Hollywood Kinos aufeinander, die, so erstaunlich das erscheint, bisher nur in Der Krieg des Charlie Wilson zusammen gespielt haben. Tom Hanks und Julia Roberts, das hätte vor fünfzehn Jahren nach verheißungsvoller Sommerromanze geschrien. Doch blicken wir der Realität ins Auge - die Zeit ist nicht spurlos an den beiden vorbei gegangen.

        Glücklicherweise versucht Tom Hanks, der nicht nur am Drehbuch mitschrieb, sondern auch die Regie von Larry Crowne führte, gar nicht erst, das zu verleugnen. Im Gegenteil - er macht eine Tugend daraus. Der Film hat die ehrlichsten und berührensten Momente, wenn Larry klar wird, dass sein Leben sich von grundauf ändern muss. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem er sich wahrscheinlich ursprünglich ein gemütliches Genießen des bisher Erreichten vorgestellt hätte.

        Dabei ist Larry Crowne kaum dramatisch, noch überbordend romantisch, sondern vor allem lustig. Das Drehbuch von Tom Hanks und Nia Vardalos (bekannt aus My Big Fat Greek Wedding) brilliert mit ungewöhnlichen Ideen, urkomischen Dialogen und gut geschriebenen Nebenfiguren. Wenn Tom Hanks an der Tanksäule steht, während seine Dollaranzeige höher und höher steigt, und neben ihm ein Vespa Fahrer für $3 tankt, ist das schon ganz großes Kino. Dafür braucht man einen Hauptdarsteller, der mit einem Blick tausend Gedanken aussprechen kann. Und obwohl Tom Hanks diesen Film scheinbar fast alleine gestemmt hat, gelingt ihm diese Rolle spielend. Vermutlich, weil Larry ein durch und durch authentischer Charakter ist.

        Umso erstaunlicher ist es, dass aus diesem gelungenen Ensemble die Figur von Mercedes Tainots (Julia Roberts) Ehemann herausfällt. Obwohl Bryan Cranston nicht nur in Malcom Mittendrin sein komödiantisches Timing bewiesen hat, dieser Rolle kann und wird er nicht gerecht. Dean Tainot wirkt wie das antiquierte Bild eines schlechten Ehemanns, man merkt, dass er in diesem Film einzig und alleine den Daseinszweck eines Hindernisses für das Traumpaar hat. Das ist enttäuschend.

        Aber eine einzige Nebenrolle vermag es den Spaßfaktor des Filmes dann doch nicht zu unterminieren und so dürfen wir uns mit Larry Crowne auf einen unterhaltsamen und authentischen Sommerhit mit zwei altbekannten Gesichtern freuen.
      • | FAZIT

      • Eine lebensnahe Komödie mit Topbesetzung.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 4.0/10 (7 votes)

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