Montag | 28. Mai 2012 | 11:39 Uhr
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  • FILM REVIEW | Transformers 3
  • Transformers 3

    Action, Science Fiction | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Der Film fängt mit einer überraschenden Entdeckung an. Die Jagd auf die Mondlandung der sechziger Jahre resultierte nicht aus wachsendem Geltungsbedürfnis der beiden Großmächte des Kalten Krieges, sondern war tatsächlich der Anwesenheit eines Alienschiffs geschuldigt, das dort 1961 eine Bruchlandung erlitt. Während Neil Armstrong und Buzz Aldrin kurzzeitig von der Kommunkation mit dem Heimatplaneten abgeschnitten waren, drehten sie keinesfalls Däumchen, sondern untersuchten das fremde Raumschiff. Doch alles, was sie fanden, waren gigantische tote Roboter.

    Bei dem fremden Raumschiff handelt es sich um die Ark, die letzte Hoffnung der Autobots im Krieg gegen die Decepticons auf ihrem Heimatplaneten Cybertron. Geflogen von ihrem Anführer Sentinel Prime, enthielt es eine geheime Technologie, die den Autobots zum Sieg gegen die Feinde geholfen hätte. Die sogenannten Säulen können eine Brücke durch Raum und Zeit schlagen und hätten somit als Abkürzung für Nachschub gedient.

    Bei einem ihrer Aufklärungsjobs finden die Autobots, die mit den amerikanischen Streitkäften koalieren, ein Teil der Ark. Inmitten der Ruinen von Tschernobyl befindet sich eine Kraftzelle, die die Russen wohl seinerzeit vom Mond mitgenommen haben. Als Optimus Prime die Zelle berührt, erweckt er Shockwave, einen der Anführer der Decepticons.

    Die Autobots können fliehen, doch Optimus Misstrauen ist geweckt. National Intelligence Director Charlotte Mearing (Frances McDormand) erzählt ihm von der Ark und die Autobots fliegen auf den Mond um ihren Anführer Sentinel Prime zu retten.

    Zurück auf der Erde versucht Sam Witwicky (Shia LaBeouf) einen Job zu finden. Seine attraktive Freundin Carly (Rosie Huntington-Whiteley) bandelt währendessen mit ihrem Boss Dylan Gould (Patrick Dempsey) an, was Sam in eine noch größere Krise stürzt. Schließlich findet er eine Stelle in der Poststelle eines großen Konzerns, wobei sein Vorgesetzter Bruce Brazos (John Malkovich) nicht gerade die höchsten Töne auf ihn schwingt. Schon gar nicht nachdem Sam von einem Kollegen Jerry Wang (Ken Jeong) Informationen über die „Dunkle Seite des Mondes“ zugespielt wird, und Wang kurz darauf von einem Decepticon im Büro getötet wird.
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      • | FILMKRITIK

      • Knapp zweieinhalb Stunden nach Start des Filmes beschleicht einen das dunkle Gefühl, dass man zwar eine Menge gelernt hat, aber irgendwie noch immer nichts weiß. Dem Ganzen nun einen philosophischen Ansatz in den Mund zu schieben, wäre allerdings übertrieben, und würde Michael Bays neuestem Film nicht gerecht werden. Auch wenn Transformers 3 gespickt ist mit Anspielungen auf die menschliche Geschichte; die Unterstellung, dass die Besessenheit mit der Mondlandung der Sechziger auf dem Wissen basiert, das dort ein fremdes Raumschiff gelandet ist, wirkt äußerst anbiedernd. Und der Gedanke, dass die Katastrophe von Tschernobyl nur deshalb passiert ist, weil dort Alientechnologie missbraucht wurde, ist in höchstem Maße ärgerlich. Wir Menschen sind sehr wohl in der Lage unsere Atomkraftwerke ganz alleine in die Luft zu jagen. Überraschend ist das Ganze allerdings nicht, haben wir doch im zweiten Teil der Trilogie gelernt, dass die Pyramiden in Wirklichkeit um eine Alienmaschine herum gebaut wurden.

        Doch während die ersten beiden Teile zumindest ansatzweise versucht haben eine logische Geschichte zu erzählen, versucht der dritte Teil mit sehr viel Boom und Ka-weng zu vertuschen, welch horrende Plausibilitätslücken in der Story stecken. Wiederum etwas, was uns bei Michael Bay nicht wirklich überrascht. So kann man also festhalten, dass Transformers 3 im Grunde genommen genau das erfüllt, was wir von einem solchen Film erwartet hätten.

        Und nichtsdestotrotz ist das Resultat enttäuschend. Was haben wir uns nicht alle gefreut, als man die aufsässige Megan Fox vom Set verwies und ihre Rolle aus dem Film strich. War es doch der Beweis dafür, dass der Regisseur am längeren Hebel sitzt und kleine Diven durchaus ersetzbar sind. Nur dass dieser Witz auf die Kosten von Michael Bay geht. Die Rolle der Ersatzfreundin Carly ist schlecht ausgearbeitet, besitzt keinen Charme und man versteht nicht so ganz, warum unser Held Sam überhaupt mit ihr ausgeht. Abgesehen von ihrem Aussehen natürlich. Außerdem sind die schauspielerischen Talente von Victoria Secret Model Rosie Huntington-Whitely so unterirdisch, dass Megan Fox dagegen wie eine zweite Meryl Streep wirkt.

        Diese Misere ist bezeichnend für den kompletten Film. John Turturro darf zwar als Agent Seymor Simmons wieder einmal für die komödiantischen Höhepunkte des Filmes sorgen, die Eltern von Sam sind gewohnt chaotisch und liebenswert und mit Alan Tudyk als Dutch gibt es sogar eine neue brilliant besetzte Nebenfigur. John Malkovich gibt der Rolle des Bruce Brazos seinen ganz eigenen Charme, Frances McDormand verleiht dem Film kurzzeitig amerikanischen Independent Charakter und Ken Jeong (Hangover) sorgt sogar für einen von der Fangemeinde gefeierten Kultauftritt. Aber all das täuscht nicht darüber hinweg, dass dem Film schlichtweg das Herzblut fehlt.

        Während der erste Teil der Serie sehr nah an Shia LaBeouf als Sam Witwicky war und wir so die Begegnung mit den Aliens zusammen mit ihm durchleben konnten, dienen die Menschen im dritten Teil nur noch als pures Accessoire und Identifkationsmittel. Der eigentliche Plot wird von den Robotern getragen, aber man hatte nicht die Muße den Robotern präzisere Charakterzüge zu geben und sie somit so vollständigen Identifikationsfiguren zu machen. Stattdessen müssen die Menschen herhalten, die aber eigentlich damit beschäftigt sind wie aufgeschreckte Hühner zwischen den riesigen Roboterfüßen hin und her zu rennen und den herunter fallenden Gebäudeteilen auszuweichen.

        Es ist fraglich, ob es sinnvoll ist einem CGI Charakter genug Ausdruck mit auf dem Weg zu geben, damit der Zuschauer sich mit ihm identifiziert. Doch dank King Kong wissen wir, dass es möglich ist. Schade, dass man hier aus Ängstlichkeit darauf verzichtet hat und stattdessen auf die plattere Lösung zurückgreift, die in diesem Kontext aber nicht funktionieren mag. Transformers 3 hätte das Potential gehabt ein würdiger Nachfolger der Serie zu werden, aber leider sind die Filmemacher am Ziel vorbei geschossen.
      • | FAZIT

      • Nicht so charmant wie die beiden Vorläufer, Freunde von Michael Bay und seinem CGI-lastigem Materialschlacht Regime werden allerdings auf ihre Kosten kommen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 7.2/10 (60 votes)

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              • 1 User hat den Film gesehen
              •   captainbalu