Frank Darabont war schon immer ein Fan von Stephen King. Sein Debüt gab er mit dem Kurzfilm "The Woman in the Room"(1986) nach einer Kurzgeschichte von King. Diesem gefiel der Film ausgesprochen gut und seitdem erfuhr er eine Förderung durch King. Der schrieb die Drehbücher zum Splatter-Remake "Der Blob" (1988, sehr gut) und zu "Die Fliege II" (1989, nicht ganz so gut), drehte den Psychothriller "Lebendig begraben" (1990, nicht übel) fürs Kabelfernsehen und gab ein furioses Kinodebüt mit "Die Verurteilten", basierend auf einer Kurzgeschichte von King aus der Geschichtensammlung "Frühling, Sommer. Herbst und Tod".
Der Film beginnt in den späten 40er Jahren. Der Bankier Andy Dufresne (Tim Robbins) ist des Mordes an seiner Frau und deren Liebhaber angeklagt. Die Beweise sind eindeutig und Andy wird zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Er landet im Gefängnis von Shawshank, einer Haftanstalt für Mörder und Vergewaltiger. Seinen einzigen Freund findet Andy in dem alten Red Redding (Morgan Freeman), der schon lange die Hoffnung auf Freiheit, aber noch nicht die auf das Leben aufgegeben hat und im Gefängnis eine hohe Stellung hat.
Aber auch er kann ihn nicht vor den gewaltsamen Übergriffen der Mithäftlinge schützen. Andy muss den Horror seines Lebens erleben, wird zusammengeschlagen und vergewaltigt. Dies ändert sich jedoch, als der egoistische und sadistische Direktor Norton (Bob Gunton) auf Andy aufmerksam wird und ihn als seinen persönlichen Buchhalter einstellt.
Andy hat jedoch die nicht gerade ehrenhafte Aufgabe, die Bücher des Gefängnisses zu frisieren, wobei sich Norton eine goldene Nase verdient. Andy findet im Aufbau einer Bibliothek seinen neuen Lebensinhalt, hat aber nebenbei den durchgedrehten Wächter Hadley (Clancy Brown) im Rücken. Als nach fast dreißig Jahren der junge Häftling Tommy (Gil Bellows) auftauchen, sieht Andy endlich eine Möglichkeit aus dem Gefängnis zu kommen. Denn mit Tommys Hilfe könnte er seine Unschuld beweisen, da dieser weiß, wer Andys Frau wirklich umgebracht hat.
Norton sieht sich bedroht und lässt Tommy umbringen. Daraufhin hält Andy nichts mehr im Gefängnis, das nach diesen Geschehnissen immer mehr zur Falle für ihn wird. Mit einem absolut verrückten Plan beginnt er seine Flucht vorzubereiten.
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| FILMKRITIK
Ein absolutes Highlight des Gefängnisdramas und eine völlig andersartige King-Verfilmung liefert Frank Darabont mit "Die Verurteilten" ab.
Sehr feinfühlig und dabei kein bisschen kitschig, genial besetzt mit Robbins, bei dem man sich nicht so sicher ist, ob er nicht vielleicht doch die Verbrechen begangen hat, die ihm zur Last gelegt werde, und auch mit Freeman, der seine Rolle gewohnt souverän meistert.
Dank seiner dichten Atmosphäre und seines Themas, der Frage nach Hoffnung und Aufgabe, wie nach Schuld und Sühne, kann der Film einen bemerkenswerten Eindruck hinterlassen, was zu dem Resultat führte, dass der Film für sieben Oscars nominiert wurde, jedoch keinen einzigen bekam (woran aber "Forrest Gump" schuld ist).
| FAZIT
Ein absolutes Highlight mit dichter Atmosphäre, das einen bemerkenswerten Eindruck hinterlässt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
Gesamtwertung:
Autor: Sebastian Schmidt
| FILMPLAKAT
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