Eine große Familie fährt mit dem Wohnwagen auf dem Weg nach Kalifornien durch die Wüste. Plötzlich platzen die Räder und die Vorderachse des Wagens bricht. Ein Albtraum beginnt, denn sie sind nicht alleine in der Wüste…
Dieser Film ist hart. Richtig hart. Sowohl auf psychologischer Ebene, wie auch bei dem was an blutigen Szenen gezeigt wird. Das erstaunliche dabei ist, dass der Film dabei richtig gut gemacht ist. Keinesfalls eine Selbstverständlichkeit in diesem Genre.
Angefangen vom (mehr oder weniger) schlüssigen Drehbuch, über die Special Effekts bis hin zur Regieleistung oder den Darstellern. Der Film ist eine richtig Runde Sache. Vielleicht war es dabei sogar eine Hilfe, dass es sich um ein Remake handelt.
Zarte Persönlichkeiten sollten diesen Film meiden, alle Horror-Fans haben schon lange auf einen solchen Film gewartet.
Also ich war echt geschockt, wie mies dieser Film war!! Ich hatte mir schon Wochen-bzw. Monate vorher diverse Kommentare durchgelesen und war zum 23.März total gespannt auf den Film. - UND DANN DAS: Während der ersten Hälfte gepflegte Langeweile und in den letzten zwanzig-dreißig Minuten dann nur noch GEMETZEL!! Dazu kommt aber noch entscheidend, das speziell ICH mir,den Film hauptsächlich wegen BILLY DRAGO 'angetan' hatte, dessen Part ebenfalls SEHR dürftig ausgefallen war. Ganz entgegen meiner vorherigen Internet-Recherchen! Es gibt sogar HIER, auf cinefacts, Screenshots, die im Film selbst, nirgends auftauchen. Bleibt nur zu hoffen, das Aja das bei dem späteren DVD-Release korregieren wird. Ansonsten, bliebe das Remake von HILLS HAVE EYES, einfach nur ein weiterer, absolut durchschnittlicher Film dieses Genres.
Alexandre Aja steht bei mir hoch im Kurs. Sein Werk "High Tension" hat mich absolut, zumindest bis auf das konstruierte Ende, überzeugt. Umso gespannter war ich auf "The Hills Have Eyes", zudem noch ein Remake des Wes Craven Klassikers. Gleich vorweg: Aja hat es nicht geschafft die Klasse von High Tension zu halten. Dafür ist "The Hills have Eyes" nicht gradlinig genug, aber dafür hat Alexandre Aja ein wenig mehr ironische Untertöne eingefügt. Vor allem die genialen und auch nicht zu offensichtlichen Seitenhiebe auf den "American way of Life" haben mich doch desöfteren schmunzeln lassen. Leider nicht sonderlich gelungen ist das Grundkonstrukt des Films. Ich habe in dem Film eigentlich den Kampf einer US-Amerikanischen Durchschnittsfamilie aus dem Bilderbuch der Stereotypie gegen eine, von der US-Regierung im Stich gelassene, Sippschaft erwartet. Nur leider macht sich Aja nicht die Mühe auch die Mutanten zu charakterisieren. Damit reduziert er seinen Film quasi auf das übliche Gut gegen Böse Schema, dem es erfahrungsgemäß immer an der Charakterisierung der Bösen mangelt. Dafür hat "The Hills have Eyes" mal wieder eine Menge Gore-Szenen aufzufahren. War ja auch zu erwarten. Auch die Grundatmosphäre des Films war, wie es sich für gutes Terrorkino so gehört, sehr dreckig und düster. Hat in der Tat ein wenig an das TCM-Remake errinert. Auch die minimalistischen, aber absolut überragend klaustrophobischen Soundeffekte haben diese Wirkung unterstützt. Klingt eigentlich alles recht positiv, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre. Das Hauptproblem des Films ist einfach, dass absolut keine Spannung entstehen will. Die Familienmitglieder sind einfach mal wieder irgendwelche Stereotypen und ihr Schicksal will einem einfach am Arsch vorbei gehen. Lediglich der Familienvater ist eine interessante Figur. Doch der segnet leider recht schnell das zeitliche. Naja, insgesamt bleibt halt zu sagen, dass der Film schon recht derbe ist, und sicherlich nichts für Leute mit schwachen Mägen, doch der kleine Hype der um diesen Film entstanden ist, ist mal wieder maßlos übertrieben. "High Tension" hat in Sachen Gore und Terror schon ganz andere Maßstäbe gesetzt. Schade, aber wenigstens hat der Film Lust auf das Original gemacht.
Der FIlm ist ein absolutes Muss für jeden Genrefan und nicht nur für den, jeder Americagegner kommt ebenfalls auf seine Kosten. Der Film fängt zwar gemächlich an, steigert sich dann aber in einen absoluten BLUTRAUSCH und vergisst dabei nie seine Botschaft zu vermitteln !!! Da muss also wieder erst ein Europäer kommen um diesem Genre mal wieder so richtig einzuheizen, von mir fette 5 Sterne !!!!