Montag | 28. Mai 2012 | 14:15 Uhr
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  • FILM REVIEW | Wie Ausgewechselt
  • Wie Ausgewechselt

    Komödie | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Dave und Mitch sind seit der Kindheit beste Freunde, aber als Erwachsene leben sie in sehr verschiedenen Welten. Dave ist erfolgreicher Anwalt in einer Kanzlei, teilt sich mit seiner Frau Jamie Hausarbeit und die Betreuung der drei Kinder, sogar nachts, wenn die Babys schreien. Mitch lebt als Möchtegern-Schauspieler von Gelegenheitsjobs und liebt sein ausschweifendes Singledasein.

    Am Ende eines feuchtfröhlichen Abends pinkeln Dave und Mitch in den Brunnen der griechischen Weisheitsgöttin Metis und murmeln simultan den Wunsch, das Leben des anderen führen zu können. Die Göttin hat ein Einsehen, am nächsten Morgen wachen beide im Körper des anderen auf. Weil der Brunnen inzwischen an einen unbekannten Ort verlegt wurde und für korrigierende Wünsche nicht zur Verfügung steht, müssen Dave und Mitch einige Tage lang gnadenlos im Leben des anderen ausharren. Das wird auch für Jamie hart. Aber Dave scheint irgendwann Gefallen an seiner neuen Freiheit zu finden.
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      • | FILMKRITIK

      • Zwei gegensätzliche Freunde tauschen, nicht ganz freiwillig, für ein paar Tage ihre Körper und ihre Rollen. So muss der Lebemann Mitch auf einmal nachts Windeln wechseln und tagsüber in der Anwaltskanzlei aufpassen, dass er nicht gefeuert wird. Familienvater Dave hingegen soll, beziehungsweise darf einiges in Sachen Sex nachholen. Ryan Reynolds als Mitch und Jason Bateman als Dave sind die Kandidaten dieses Männertausches, der aufgrund eines gelungenen Drehbuchs der beiden „Hangover“-Autoren Jon Lucas und Scott Moore ziemlich lustig wird.

        Die von David Dobkin inszenierte Komödie stellt zunächst die gegensätzlichen Lebenswelten von Dave und Mitch in Atlanta, Georgia vor, wobei sie im Allgemeinen klischeehaft bleibt. Mitch kifft am Steuer, Dave wirft die angebotene Zigarette gleich aus dem Fenster. Insgeheim beneidet Mitch den Freund wegen seines Erfolgs, während Dave unter dem Einfluss einiger Drinks gesteht, dass er sich wünscht, die Ausschweifungen noch nachholen zu können, die er in seinen Zwanzigern verpasst hat.

        Außergewöhnlich sind die punktuellen Attacken groben Humors, die vor allem Daves geregeltes Dasein heimsuchen. Das eine der beiden Babys schlägt seinen Kopf ausdauernd gegen die Stäbe seines Gitterbetts, später, wenn Mitch sich im Körper Daves verbirgt und die Zwillinge nachts füttern soll, setzt er sie in die Spüle und gießt Milch über ihre Köpfe. Vorher aber bekam er von Jamie einen Fußtritt, weil er ihr im Bett sagte, sie sei doch die Mutter, also solle sie doch aufstehen.

        Leslie Mann spielt Jamie, die in eine Krise gerät, weil ihr vermeintlicher Dave auf einmal nicht mehr der moderne Familienvater ist, der auf absolut korrekte häusliche Arbeitsteilung achtet. Jamie kann blitzschnell von nett und charmant auf richtig verärgert umschalten, wenn Dave Sand ins Getriebe des anstrengenden Familienalltags streut. Dennoch wirft Mitch kurzerhand die Erziehungsideale des echten Dave über den Haufen und ermuntert die fünfjährige Tochter Cara zur Gewalttätigkeit in der Ballettschule.

        Auch Dave im Körper des Mitch wird mit ungewohnten Härten konfrontiert, soll er doch in einem so genannten Lorno auftreten, einem ihm bislang unbekannten Filmgenre, das sich als Light-Porno entpuppt. Später lockt dann Daves Kanzleikollegin Sabrina, gespielt von Olivia Wilde, zum Ehebruch incognito, während Jamie dem Babysitter ihr Elend klagt, dass der Mann an ihrer Seite sie schon lange nicht mehr attraktiv findet. Trotz aller Aufgabenteilung, ein bisschen unterscheiden sich die Geschlechterrollen schon noch im Universum der „Hangover“-Erfinder, Dave und Mitch sehnen sich nach Sex als Abenteuer, Jamie will nur ihren Mann betören. Trotz ihrer eingefahrenen Wege bietet die Komödie dennoch einen vergnüglichen Ideenreichtum im Kleinen.
      • | FAZIT

      • Dank ihres gelungenen Drehbuchs überzeugt diese Körpertausch-Komödie mit Ryan Reynolds und Jason Bateman.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 4.2/10 (5 votes)

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