Montag | 28. Mai 2012 | 19:55 Uhr
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  • FILM REVIEW | Planet der Affen: Prevolution
  • Planet der Affen: Prevolution

    Abenteuer, Science Fiction | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Der Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) forscht an einem neuen Alzheimermedikament. Durch die Erkrankung seines eigenen Vaters angetrieben, versucht er das von der Krankheit befallene Gehirn mit Viren zu stimulieren und testet diese an Schimpansen. Das Medikament scheint zu wirken – die Synapsen der getesteten Affen verbinden sich und die Tiere sind bald zu erstaunlichen Intelligenzleistungen fähig.

    Gerade als Rodman das Medikament vor einem Gremium präsentieren will, kommt es zu einem Zwischenfall: Einer der Affen zeigt unter Einfluss der Probe plötzlich hohe Aggressivität und stört die Konferenz indem er das Büro kurz und klein schlägt. Rodmans Boss Steven Jacobs (David Oyelowo) legt das Projekt auf Eis und lässt die Schimpansen einschläfern. Ein neugeborenes Affenbaby kann Rodman retten und nimmt es mit nach Hause, er zieht es fortan unter dem Namen Caesar auf.

    Rodman ist von Caesars Intelligenz beeindruckt und bald wird klar, dass er unter dem Einfluss des Medikamentes steht, das seiner Mutter verabreicht wurde – die veränderten Gene wurden weitervererbt. Rodman beginnt nun, das Medikament heimlich an seinem Vater zu testen ... und es wirkt. Mir den Forschungsergebnissen kann er seinen Boss überzeugen, das Projekt wieder aufzunehmen und neue Affen zu testen.

    Durch einen Zwischenfall wird indessen Caesar in ein Tierheim für Affen gebracht. Charlie, der seine Fähigkeiten immer weiter verbessert hat, entwickelt schnell eine Aversion gegenüber einem sadistischen Wärter. Sich von Will Rodman und den Menschen im Stich gelassen gefühlt, zettelt Caesar mit seinen mitgefangenen Affen eine Revolution an - die Erde wird zum Planet der Affen.
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      • | FILMKRITIK

      • Ein Prequel zum ohnehin mit zahlreichen Sequels und einem umstrittenen Remake gesegneten Filmklassiker „Planet der Affen“ – das hört sich erst einmal ziemlich affig an. Wir wissen wie es ausgeht: Durch eine ungünstige Entwicklung werden die Affen die Weltherrschaft übernehmen. Wie es dazu kam? Vermutlich durch Experimente ... und diese werden uns in „Prevolution“ nun gezeigt.

        Für sich allein betrachtet ist der Film dennoch spannend und unterhaltsam, vielleicht gerade deshalb, weil er mit seinen Vorgängern nur wenig zu tun hat – außer, dass Affen darin vorkommen. Diese sind in „Prevolution“ mit State-of-the-Art-Technologie animiert, Oberaffe Caesar wirkt nur manchmal wie aus dem Computer und zeigt oftmals eine Bandbreite von menschlichen, bzw. äffischen Emotionen. Der Umgang zwischen Mensch und Affe und der ethische Touch der Vorgänger werden im Film immer wieder nur kurz in Form von platten Gegenüberstellungen aufgegriffen: Rodman will einen Forschungsdurchbruch, sein Boss will hingegen das große Geld; die Affen werden von Menschen gequält und müssen sich dann ebenso rächen, und so weiter. Im Vordergrund steht jedoch der spannende Thriller um Will Rodmans Forschungen, seinen Ehrgeiz und seine Beziehung zu seinem Vater sowie zu Caesar.

        „Prevolution“ verspricht Spannung, Action und revolutionäres Affengetümmel und hält dieses Versprechen. Wenn die Affen losziehen, zeigen sie mit Kunststücken und Tricks ihre steigende Überlegenheit. Gleichermaßen fühlt man den Film über die wachsende Bedrohung durch die modifizierten Affen mit den mysteriösen grünen Augen. Es ist interessant, Caesars Entwicklung und ihren unheilvollen Ausgang mit anzusehen.

        Wer sich auf einen solide gemachten Film mit einem guten Gleichgewicht aus Action und Charakterentwicklung einstellt, wird die Vorhersehbarkeit des Gezeigten in Kauf nehmen können. So kann „Planet der Affen – Prevolution“ zwar nicht überraschen, macht aber in Sachen Kinounterhaltung auch nichts falsch.
      • | FAZIT

      • Solides Prequel, das mit den anderen „Planet der Affen“-Filmen allerdings nicht viel zu tun hat.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 7.2/10 (19 votes)

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