Montag | 28. Mai 2012 | 12:26 Uhr
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  • FILM REVIEW | Der Fluch - The Grudge
  • Der Fluch - The Grudge

    Thriller, Horror | Japan / USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • In einem stilvollen Tokioer Haus lebt eine alte, demenzkranke Frau, die regelmäßig von einer Krankenschwester besucht wird. Als die Krankenschwester vom "Fluch des Hauses" dahingerafft wird, geht nun eine Ersatzpflegekraft ans Werk, die Studentin Karen (Sarah Michelle Gellar).

    Sehr bald fallen auch ihr merkwürdige Geräusche im Obergeschoss des Hauses auf. Zunächst findet sie einen kleinen Jungen und eine Katze im Schrank. Bald muss sie jedoch feststellen, dass noch etwas anderes nicht stimmt - ein grauenhaftes Wesen verfolgt sie ab sofort nicht nur in diesem Haus, sondern auch im Büro und zu Hause.

    Ein Polizist klärt Karen auf: Der Fluch des Hauses ist nun auch auf sie übergegangen. Vor einigen Jahren geschah dort ein furchtbarer Mord. Die Geister der Opfer können nun jeden, der das Haus betritt in Gefahr bringen.

    Karen kann bald nicht mehr zwischen realer Bedrohung und Phantasie unterscheiden. Ihre Lage scheint aussichtslos, denn der Fluch verfolgt sie überall.
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      • | FILMKRITIK

      • Auf dem Dachboden eines Tokioer Hauses lauert die tödliche Gefahr eines Fluches. Die Protagonisten in "The Grudge" schaffen es immer, in die falsche Richtung zu gehen und dem Unglück direkt in die Arme zu laufen.

        Fast schon scheint es, als hätten die bösartigen Geister in "The Grudge" eine tiefgreifende Kenntnis der menschlichen Psychologie. Sie wissen genau, wo sie ihre Opfer finden können. Vielleicht haben sie aber auch voller Langeweile die ganze Zeit auf dem Dachboden alte Horrorklassiker geguckt und dort gelernt, wie man am besten in Badewanne und Dusche schockt, wie eine Besessene auf allen vieren die Treppe hinunterläuft oder möglichst realistisch Wasserleiche spielt. Mit knirschenden Geräuschen locken sie ihre Opfer an, die wahrscheinlich voller Leichtsinn auch einen Benzintank mit einem Feuerzeug ausleuchten würden.

        "The Grudge" vermag es dennoch zu schocken, grauenhafte Bilder kommen plötzlich und erschreckend, sind zudem immer wieder liebevoll animiert. "The Grudge" ist ein Horrorthriller mit Gänsehautgarantie. Die lähmende Angst der Darsteller ist ebenfalls sehr ergreifend.

        In teilweise übergangslosen Zeitsprüngen wird vom Unglück aller Hausbewohner erzählt. Aus der Sicht der Zukunft weiß der Zuschauer allerdings genau, dass alle diese Leute durch heimtückische Tricks sterben müssen. Karen hat jedoch noch eine Chance, auch wenn sie mit dem Fluch belegt ist.

        Letztlich führt sie ihr Freund durch seinen heldenhaften Rettungsdrang beinahe in den Tod, das Schicksal des jungen Paares bekommt eine besondere Dramatik. Das Fehlen einiger Storyelemente verwirrt und stärkt die beängstigende Atmosphäre in dem ansonsten doch so geschmackvollen japanischen Haus.
      • | FAZIT

      • "The Grudge" ist ein packender Thriller, der einen gruseligen Kinoabend verspricht. Dennoch bietet der Film leider zu wenig Neues und lässt seine oft zusammenhangslos kopierten Vorbilder durchscheinen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

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