Montag | 28. Mai 2012 | 12:28 Uhr
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  • FILM REVIEW | Footloose
  • Footloose

    Musik, Drama, Romanze | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Weil sein Sohn zusammen vier weiteren Teenagern nach einem Tanzabend bei einem Autounfall ums Leben kam, setzt Reverend Shaw Moore (Dennis Quaid) durch, dass Alkohol, Rock- und Tanzveranstaltungen künftig untersagt sind. Als Draufgänger Ren MacCormack (Kenny Wormald) nach dem Tod seiner Mutter zurück ins verschlafene Kaff Bonmont kommt, eckt der unangepasste Rockfan sofort bei Eltern und Autoritäten an. Schließlich verliebt er sich ausgerechnet in Ariel (Julianne Hough), die rebellische Tochter des konservativen Predigers. Sogleich sind Konflikte sowohl mit einem Nebenbuhler als auch mit dem Gottesmann vorprogrammiert. Um gegen das für ihn unsinnige Gesetz zu protestieren, will Ren mit allen Mitteln ein offizielles Tanzfest durchsetzen.
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      • | FILMKRITIK

      • „Aber das allerschönste, was Füße tun können, ist Tanzen!“ Das tun sie erneut im Remake eines erfolgreichen, aber wenig originellen Musicals von 1984, das damals den Durchbruch für Kevin Bacon und die inzwischen fast vergessene Lori Singer bedeutete. Für die Neuauflage wurde mit Craig Brewer ein Independentregisseur („Black Snake Moan“, „Hustle and Flow“) gewonnen, der sich als Fan des Originals outete. Vermutlich dürfte dies der Grund dafür sein, warum sich die aktuelle Version recht eng an den Vorläufer hält. Dabei stellt sich die Frage, ob die Grundsituation eines strikten Tanz- und Ausgehverbots im Zeitalter von iPod und Internet überhaupt noch plausibel wirkt - selbst wenn die Teenager stets die strengen Verbote zu umgehen versuchen.

        In frühem Stadium stiegen Teeniestar Zac Efron und Regisseur Kenny Ortega aus dem Projekt aus, die bei Disney der „High School Musical“-Reihe zu unerwarteter Popularität verhalfen. Ortegas originelle Choreografien hätten der vertrauten Geschichte sicherlich zu mehr Drive verholfen, wie die Tanzeinlagen überhaupt so spärlich eingesetzt werden, dass man fast nicht mehr von einem Musical sprechen kann. Zwischen Country, Rock und Hip Hop passt sich der Sound wie Ariels freizügige Kleidung heutigen Erwartungen an, was ebenso die schnellen Schnitte in den Tanzszenen betrifft, wobei man doch nicht ohne Kenny Loggins titelgebenden Gassenhauer auskommen will.

        Dennoch erweist sich die Neuverfilmung als geglückter als befürchtet. Vor allem Dennis Quaid bleibt es zu verdanken, dass seine Figur, ein rückwärts gewandter, verbohrter Pfarrer, nicht zur reinen Karikatur verkommt. Mehr als die beiden attraktiven Hauptdarsteller Hough und Wormald, die stärker nach ihren tänzerischen Fähigkeiten gecastet wurden, glänzt Miles Teller als komischer Sidekick Willard, dem die Story schließlich ebenfalls eine romantische Entwicklung gönnt. Dagegen bieten die Charaktere einiger erwachsener Akteure von Andie MacDowell oder Kim Dickens kaum mehr als eine Stichwortfunktion. Zudem hemmen zahlreiche Längen im letzten Drittel das anfängliche Tempo. Dynamischen Sequenzen wie das rasante Buswettrennen stehen überflüssige Einlagen gegenüber. Eine Laufzeit von knapp zwei Stunden trägt die dünnen Story dann doch nicht. Trotz seiner nicht völlig überzeugenden Mixtur aus alten und neuen Elementen kann das Ergebnis als ernsthaftes Jugenddrama immerhin passabel unterhalten.
      • | FAZIT

      • Annehmbares Remake eines Kultmusikfilms mit zu wenig Tanzeinlagen und einigen dramaturgischen Durchhängern.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 4.5/10 (4 votes)

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