Montag | 28. Mai 2012 | 12:41 Uhr
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  • FILM REVIEW | Arthur Weihnachtsmann
  • Arthur Weihnachtsmann

    Familie, Komödie, Animation | Großbritannien / USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Arthur, der jüngere Sohn des Weihnachtsmanns, arbeitet am Nordpol in der Poststelle. Er liest alle Briefe der Kinder, beantwortet sie liebevoll und preist seinen Vater, den er selbst glühend verehrt, darin stets als das gütigste Wesen überhaupt. Der schusselige Sohn aber spielt in der Weihnachtsnacht selbst keine wichtige Rolle, denn die Auslieferung der zwei Milliarden Geschenke auf der ganzen Welt wird von Steve, dem älteren Sohn des Weihnachtsmanns und einer Million Elfen als ein straff organisiertes Hightech-Kommando abgewickelt.

    Der Weihnachtsmann, der seinen 70. Einsatz hat, begleitet die Stippvisite in den Städten als Repräsentationsfigur. Alles klappt wie am Schnürchen, aber dann wird beim Aufräumen am Nordpol ein übersehenes Fahrrad gefunden, das sich das Mädchen Gwen aus England gewünscht hatte. Ein vergessenes Kind an Weihnachten wäre eine Katastrophe, finden Arthur und der 136-jährige Opa Weihnachtsmann. Begleitet von der eifrigen Verpackungselfe Bryony machen sich die beiden in einem ausrangierten Holzschlitten mit acht Rentieren auf, um Gwen noch vor dem Aufwachen das Geschenk zu bringen. Leider verirren sie sich unterwegs und landen auf einem anderen Kontinent.
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      • | FILMKRITIK

      • Die turbulente Animationskomödie in 3D beantwortet viele der noch offenen Fragen rund um die Existenz des Weihnachtsmanns. Das Amt am Nordpol wird von Generation zu Generation weitergegeben. Der gegenwärtige Herrscher im roten Mantel waltet schon seit 70 Jahren. Er hat einen streitlustigen Vater, eine Frau, einen Sohn, der es kaum erwarten kann, sein Nachfolger zu werden, und noch einen Sohn, Arthur. Der ist ein Idealist ohne praktische Begabung und ins Postamt abkommandiert. In dieser Familie wird an Weihnachten gestritten, wie unter Normalsterblichen manchmal auch. Grund ist der technische Fortschritt, der auch das Unternehmen Weihnachtsmann revolutioniert hat, sehr zum Verdruss des 136-jährigen Großvaters.

        Wie schafft es der Weihnachtsmann, in nur einer Nacht zwei Milliarden Geschenke rund um den Globus auszuliefern? Nicht nur die junge Briefeschreiberin Gwen möchte das wissen, weshalb die Geschichte aus der Feder der britischen Drehbuchautoren Sarah Smith und Peter Baynham mit einem fulminanten Einblick in den Ablauf der Weihnachtsnacht loslegt. Aus einem riesigen Flugschlitten namens S1, der wie ein Ufo aussehen kann oder sich unsichtbar macht, seilt sich ein militärisch gedrilltes Elfenkommando ab, um zack, zack, zack, in 18 Sekunden pro Haushalt, die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. Die kleinen Uniformierten sind technisch für alle nur denkbaren Zwischenfälle ausgerüstet und helfen auch dem mitgeschleppten weißbärtigen Weihnachtsmann, auf einer Strickleiter abzusteigen. In der Einsatzzentrale an den Monitoren sitzen weitere Elfen, und der soldatische Steve führt das Kommando.

        Steve ist äußerst enttäuscht, als sein Vater nach erfolgreicher Mission noch nicht in den Ruhestand gehen will, um ihn zum Nachfolger zu erklären. Und dann taucht das Fahrrad auf, das für die kleine Gwen aus England bestimmt war. Steve und sein Vater glauben, dass es jetzt zu spät ist, um noch einmal nach England zu fahren. Der schlaksige Arthur und der streitlustige Opa beschließen also heimlich, Gwen das Fahrrad zu bringen, und zwar in Opas altmodischem Holzschlitten, den acht Rentiere ziehen.

        Im von Sarah Smith inszenierten Film beginnt ein abenteuerlicher Wettlauf gegen die Zeit, in welchem es auf vergnügliche Weise um die Tücken moderner Technik wie den Navigationsgeräten geht, um die Beziehung des alten Haudegens zu seinem ängstlichen Enkel Arthur und um die treuen Dienste der unerschrockenen Elfe Bryony. Während der Schlitten auf Abwege gerät, weil Opas Weltkarte nicht mehr aktuell ist, sichten Erdenbewohner auf ihren Radargeräten ein unbekanntes Flugobjekt, und am Nordpol beschließen der Weihnachtsmann und Steve, ebenfalls nach England zu fliegen.

        Der Computeranimation liegen eingescannte Lehm-Modelle der Hauptfiguren zugrunde. Die knollennasigen Gestalten mit ihren unterschiedlichen Charakteren müssen sich auf zwei Gebieten bewähren: dem üppigen Wortwitz und dem Actiontempo der vielen Ereignisse. Die Geschichte strotzt vor komischen Einfällen, etwa wenn die Weihnachtsmann-Familie zur Feier des Tages Spiele spielt und das Rückwärtssingen von „Stille Nacht“ verlangt wird. Wer könne das schon, sagt der Weihnachtsmann, bevor ihn Arthur überrascht. Der Opa verblüfft mit seiner unschicklich derben Sprache. Arthurs auffällige Hausschuhe leisten wertvolle Dienste gegen wilde Löwen – die Ausschmückungen sind so zahlreich, dass es für jüngere Kinder schwierig werden könnte, den Faden nicht zu verlieren oder die Gedankensprünge nachzuvollziehen. Die Stimmung des flotten Abenteuers bleibt dabei aber unbeirrt weihnachtlich-harmonisch.
      • | FAZIT

      • Turbulente, ideenreiche Animationskomödie mit frischem Humor um den Konflikt von Tradition und Hightech im Beruf des Weihnachtsmanns.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

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