Montag | 28. Mai 2012 | 12:52 Uhr
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  • FILM REVIEW | 30 Minuten oder weniger
  • 30 Minuten oder weniger

    Action, Komödie | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Um auf leichte Art an das notwendige Geld für einen geplanten Strippschuppen zu gelangen, kidnappen die arbeitsscheuen Gauner Dwayne (Danny McBride) und Travis (Nick Swardson) den unbedarften Pizzaboten Nick (Jesse Eisenberg). Per ferngesteuerter Bombe am Körper wollen sie den Kurier zwingen, innerhalb von zehn Stunden 100.000 Dollar aufzutreiben. Sollte er der Forderung nicht nachkommen, droht ihm ein gewaltsamer Tod. In seiner Panik überredet Nick seinen besten Freund Chet (Aziz Ansari), mit dem er sich zuvor überworfen hatte, die örtliche Bank zu überfallen. Doch auch Dwaynes verhasster, strenger Militär-Vater (Fred Ward) und der schießwütige Gangster/Zuhälter Chango (Michael Pena) mischen noch mit, so dass der heimtückische Plan nicht reibungslos funktionieren kann.
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      • | FILMKRITIK

      • Mit bewährtem Hauptdarsteller Jesse Eisenberg legt Ruben Fleischer einen in Amerika weitaus weniger erfolgreichen Nachfolger zu seinem Hit „Zombieland“ vor. Dabei basiert die Exposition auf einem authentischen Fall mit tödlichem Ausgang, was der flotten Actionkomödie einen makaberen Beigeschmack verleiht. Konnte Fleischer beim Vorläufer auf zahlreiche prominente Namen wie Woody Harrelson bauen, die dem etwas zerfasertem Road Movie-Plot Würze verliehen, besetzte er dieses Mal weniger bekannte Komödianten wie der aus mehreren Adam Sandler-Filmen vertraute Nick Swardson oder Danny McBride, der hier nicht so stark nervt wie bei „Tropic Thunder“. Dafür wirkt Aziz Ansari als Nicks hysterisch-schriller Buddy, als würde er permanent für den Eddie-Murphy-Nachwuchspreis trainieren

        Der Titel „30 Minuten oder weniger“ bezieht sich auf den Werbeslogan von Nicks unsensiblem Arbeitgeber, der eine kostenlose Ware verspricht, falls die bestellte Pizza nicht innerhalb einer halben Stunde angeliefert wird. Für den wenig ambitionierten Jugendlichen sorgen dieser Slogan und zickige Kunden für reichlich Stress in einem ansonsten sorglosen Alltag, der mittels ausufernder Diskussionen mit seinem Freund Chet etwa über Actionstreifen ausgefüllt wird. Ebenso liefern die derben Dialoge zwischen Dwayne und Travis, die als ähnliche, wenn auch skrupellosere Slacker charakterisiert werden, manche Pointe. Bei diesen Anspielungen und Verweisen, etwa auf Eisenbergs „The Social Network“, winkt ebenso wie bei den Verkettungen tragikomischer Zufälle im Verlauf Quentin Tarantino aus der Ferne, ohne dass Fleischer und seine Autoren dessen Brillanz erreichen.

        Im Gegensatz zum Vorläufer „Zombieland“ erscheint die Inszenierung sogar weniger episodenhaft, der Spannungsbogen ist besser getimt, und einige der albernen Gags fallen recht komisch aus. Ein Problem der Story liegt darin, dass mit der zehnstündigen Zeitspanne das Limit für den (natürlich reichlich amateurhaft ausgeführten) Banküberfall zu weit gesetzt wurde und die Bedrohung daher kaum allgegenwärtig wirkt. Zudem erweisen sich die beiden frustrierten Gangster als zu tölpelhaft, um wirklich Angst einzuflößen. Trotzdem kann man sich bei „30 Minuten und weniger“ kurzweilig-anspruchslos unterhalten, wobei schon die geringe Laufzeit keinen Leerlauf aufkommen lässt. Von einem kleineren Studio produziert, wäre Fleischers zweiter Kinofilm, bei dem der schräge Werbespot für Dwaynes Callgirlcenter erst nach dem Nachspann läuft, allerdings direkt auf dem DVD-Markt gelandet.
      • | FAZIT

      • Eine halbwegs akzeptable, wenig innovative Krimikomödie mit makaberem Hintergrund
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 2.3/10 (3 votes)

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