Dienstag | 29. Mai 2012 | 02:21 Uhr
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  • FILM REVIEW | Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1
  • Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1

    Fantasy, Romanze, Jugendfilm | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Der vorletzte Teil der Twilight Saga beginnt mit einem langersehnten Großereignis. Edward (Robert Pattinson), der unsterbliche, im Sonnenlicht glitzernde Vampir, nimmt seine sterbliche Freundin Bella (Kristen Stewart) endlich zur Frau. Die Heirat ist mit diversen Bedingungen verknüpft, die im dritten Teil der Reihe eine Rolle spielten. Zunächst stand zur Diskussion, dass Bellas Wandel zum Vampir mit einer Hochzeit eingelöst werden soll, doch als die Beziehung der beiden fortschreitet, wird ihr klar, dass sie zunächst „richtige“ Flitterwochen mit ihm haben möchte, bevor sie unsterblich wird.

    Die Hochzeit findet auf dem Anwesen der Cullens statt, und obwohl es zahlreiche Zweifler gibt, fahren die Frischvermählten danach glücklich in die Flitterwochen.

    Edward entführt Bella nach Brasilien, zunächst nach Rio, dann auf eine Insel, die nach seiner Ziehmutter Esme benannt ist. Dort verbringen die beiden zwei traumhafte Wochen, doch dann stellt Bella fest, dass sie schwanger ist. Während sie beinahe sofort eine Verbindung zu dem Fötus aufbaut, plagen Edward die Sorgen, dass es sich bei dem heranwachsenden Kind um ein Monster handelt.

    Als Bella wieder zurück in Forks ist, geht es ihr zunehmend schlechter. Das Kind in ihr wächst rasend schnell heran und ganz offensichtlich ist ihr Körper nicht für diese Strapazen ausgerichtet. Während Edward sie zur Abtreibung überreden möchte, schlägt sich ausgerechnet Rosalie (Nikki Reed) auf Bellas Seite. Als Jacob (Taylor Lautner) von der unnatürlichen Schwangerschaft erfährt, eskaliert die Situation. Das Wolfspack unter dem Anführer Sam entschließt sich Bella mitsamt des potentiell gefährlichen Nachwuchses umzubringen.

    Doch diese Entscheidung kann und will Jacob nicht mittragen. Er bricht aus dem Pack heraus, und bald gesellen sich Seth und Leah Clearwater zu ihm, um ein eigenes Pack zu gründen. Sie gehen eine ungewöhnliche Koalition mit den Vampiren ein, auch auf die Gefahr, es sich mit ihren ehemaligen Stammeskollegen zu verscherzen.

    Als das Kind schließlich zur Welt kommt, überschlagen sich die Ereignisse und alle Protagonisten werden an den Rand ihrer Kräfte geführt.
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      • | FILMKRITIK

      • Viel wurde gesagt und geschrieben über die Twilight Saga, die sich nun mit der Verfilmung des letzten Buches allmählich und unwiderstehlich dem Ende zuneigt. Man kann es dem Buch und den Filmen eigentlich nur zur Gute halten, dass sie bei den meisten Menschen zwar äußerst ambivalente, aber dennoch relativ starke Reaktionen hervor gerufen haben.

        Kaum eines der Bücher hat jedoch so eklatante Diskussionen ausgelöst, wie Breaking Dawn. Was denkt ein zwölfjähriges Mädchen, wenn Bella die blauen Flecken nach dem Sex mit Edwards Liebe zu ihr entschuldigt? Inwieweit wirft es die Frauenbewegung um Jahre zurück, dass Bella konstant als passives kleines Mädchen dargestellt wird, die nun zudem noch als zähneknirschendes Muttertier entlarvt wird? Und beißt Edward die Gebärmutter tatsächlich mit seinen Zähnen durch?

        Fragen über Fragen, auf die der Film nur unzureichend Antworten geben kann. Wie sollte er auch. Als Filmemacher darf man viel - die Geschichte eines Bestsellerromans sollte man aber lieber nicht komplett umschreiben, um daraus eine einigermaßen tragbare Story zu machen. Auch wenn das Original vor dramaturgischen Schwächen nur so strotzt.

        Fragwürdig ist hingegen die Entscheidung aus dem zugegebenermaßen umfangreichen letzten Band zwei Teile zu machen. Denn der erste Teil wird der Erwartungshaltung nicht gerecht. Während er sich in der ersten Stunde quälend langsam durch die romantischen Ergüße der Liebenden hangelt, kommt erst so etwas wie Spannung auf, als die Wolfssippschaft den Vampiren den Kampf ansagt. Es ist wie auch schon im letzten Teil, Taylor Lautner, der als Sympathieträger fungiert. Seien wir doch mal ehrlich - die gequälten Gesichter von Robert Pattinson und Kristen Stewart will man doch nicht mehr sehen.

        Ausgerechnet hier - wo die größste Liebesgeschichte seit Romeo & Julia suggeriert wird - sieht jeder so aus, als ob er großen Schmerzen leidet. Liebe scheint einherzugehen mit Qual, das ist das, was Stephenie Meyer uns lehrt. Das fängt mit den vielen gebrochenen Herzen an, die den Weg der Geschichte pflastern und endet in einer äußerst ungesunden Schwangerschaft und der blutdrünstigsten Geburt seit Inside.

        Glücklicherweise hatten die Filmemacher den Mut Kristen Stewart während ihrer Schwangerschaft tatsächlich optisch an die Grenzen der Hässlichkeit zu treiben - die Schauspielerin wächst sichtlich an der Herausforderung. Robert Pattinson hingegen interpretiert die Rolle von Edward mit gewohnter Zitronenmiene.

        Während die Zweiteilung bei Harry Potter noch Sinn machte, weil die Handlung genug für einen fünfstündigen Kinofilm hergab, darf man hier getrost von finanziellen Gründen ausgehen. Man darf hoffen, dass der zweite Teil mehr hergibt, denn hier herrscht die meiste Zeit gähnende Langeweile.
      • | FAZIT

      • Die Zweiteilung wäre nicht nötig gewesen, der Geschichte fehlt es an Fahrt und so etwas wie Spannung kommt erst nach einer Stunde auf.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 5.6/10 (18 votes)

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