Dom (Dominique Abel) ist Nachtportier in einem Hotel in der französischen Hafenstadt Le Havre. Eigentlich möchte er nur ein Sandwich essen, als ein englischer Tourist seinen Hund ins Hotel schmuggeln will. Darüber hinaus kommt auch noch eine Frau (Fiona Gordon), die sich Dom gegenüber als Fee vorstellt und ihm drei Wünsche gewährt. Doch als Fiona plötzlich verschwindet , findet Dom sie in einer Klinik für Geisteskranke wieder. Er befreit sie und in einer Kneipe planen sie ihren Weg in die Freiheit ihrer Liebe, weg ihren Verfolgern: Polizei, Klinikpersonal und einer Schuhverkäuferin.
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| FILMKRITIK
Le Havre, die Hafenstadt im Norden Frankreichs, muss einen besonderen Charme besitzen. Oder aber: Sie ist so durchindustrialisiert, so unpersönlich, dass sie die Fantasie geradezu herausfordert - so dass im Film dort Märchen wahr werden können. Das war bei Aki Kaurismäkis Tragikomödie "Le Havre" (2011) so, in dem sich eine große Gemeinschaft der Helfenden zusammenschließen, um das Happy End für ein afrikanisches Flüchtlingskind herbeizuführen. In "Die Fee" von den Regisseuren und Drehbuchautoren Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy wandelt eine Fee durch Le Havre, die Wünsche erfüllt und die Liebe bringt.
In den Hauptrollen sind Dominique Abel als Dom und Fiona Gordon als Fiona zu sehen, wie bereits in der vorherigen Komödie "Rumba" aus dem Jahr 2008. Der Film ist eine Art Liebhaberstück, der zwischen Zauberkomödie, Tanz und Straßentheater wechselt. Die Filmrollen wurden hauptsächlich mit Laiendarstellen besetzt, dabei ist der heimliche Star ein kleiner Hund. Im Mittelpunkt steht ein Nachtportier, der beim Sandwichessen gestört wird, als ihm ein Kugelschreiber gestohlen wird. Ein Hotelgast schmuggelt seinen Hund in einer Tasche ins Hotel, die deshalb mit Beinen selbst laufen kann und ein Kellner ist in einer Bar blinder als ein Maulwurf.
Slapstick und Märchen verbinden sich: Ein paar Kids, die illegal nach England wollen fehlen ebensowenig wie ein frech-fröhlicher Schuhdiebstahl und der sehnsuchtsvolle Gesang einer weiblichen Rugbymannschaft. Trotz der Albernheit, die den Film durchzieht, ist er auch von einer wundervollen Zaubrigkeit durchdrungen, von dem Gefühl des Verliebtseins. Dann erscheint natürlich die Angebetete als Fee, die einen Mann fliegen lassen kann. Vielleicht ist sie ja auch nur eine Verrückte, die anderen Wünsche erfüllt, etwa einen Motorroller und lebenslangen Benzinvorrat. Aber das ist ja für die Liebe wurscht.
| FAZIT
"Die Fee" ist ein märchenhafter Film in dem sich surrealer Witz, absurder Spaß und tänzerisch-leichter Rhythmus verbinden.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung