Joe (Daniel Craig) und Claire (Samantha Morton) haben an einem sonnigen Tag ein romantisches Picknick im Grünen geplant. Als sie auf der Wiese sitzen und gerade eine Flasche Champagner öffnen wollen, beobachten sie einen Heißluftballon, der offensichtlich in Schwierigkeiten steckt. Joe eilt zu Hilfe, doch während sich einige Passagiere rechtzeitig aus der Gondel retten können, stürzt eine Person bei der Rettungsaktion in den Tod. Geplagt von Schuldgefühlen und Vorwürfen versucht Joe das Geschehene zu verarbeiten. Als dann einer der Überlebenden des Unglücks auftaucht, verwandelt sich das Leben des Paares in einen Albtraum aus Panik und Psychoterror.
Ein Unfall beim Ballonfliegen hat zwei Folgen: erstens die Suche nach den Ursachen des Unglücks und zweitens eine Stalker-Problematik. Beides wird mit einander verquickt. Der thematische Liebeswahn wird zum Verfolgungswahn und offensichtliche Freundlichkeit zum Horrotrip. Aber auch die Auswirkungen auf das Berufsleben und die Liebesbeziehung sind nicht ganz unwichtig. Lange Dialoge über Liebe, Sex und Ehe strapazieren die Nerven des Zuschauers und beinhalten soche Platitüden wie „der Mensch ist ein dummer Organismus, der nur vögeln will; alles andere ist völlig bedeutungslos.“ Obwohl sich der Film eng an die Romanvorlage von Ian McEwan anlehnt, schaffen seine Bilder enge optische Tatsachen, die die eigene Vorstellungskraft beschränken. Im Buch sind die skurrilen Wendungen offener gehalten, undeutlicher, und bieten somit mehr Raum für die Fantasie. Das bezieht sich besonders auf das lange Ende. Der hohe Anspruch verkrampft sich im Grunde zu einem kryptischen Konstrukt.
07.03.2011
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