Die Erzählweise aus den verschiedenen Blickwinkeln ist nicht uninteressant. Bringt aber im Laufe der Handlung zu wenig Aufklärung. Und nach den ersten 60 Minuten nutzen sich die actionreichen Massenszenen mit der Wackelkamera genauso ab, wie die Autos die bei den Verfolgungsjagden zu Bruch gehen. Leider macht das über 90% des Films aus. Die etwas krude Hintergrundstory mit den Terroristen bleibt oberflächlich und unklar und gibt dem Streifen den Rest. Auch der unbedarfte, menschlich nette Forrest Whitaker mit seiner Digicam und die Mutter mit dem Kind laufen emotional ins Leere. Am Ende wundert man sich, dass der so gut vorbereitete Coup dann doch in die Hose geht. Irgendwie bleiben alle Akteure auf der Strecke, das heißt sie verschwinden aus allen acht Blickwinkeln ebenso wie die Medien und ihre Berichterstatter. Dabei wäre doch ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten schon eine gute Story. Aber hier gibt’s Action um der Action willen. Sinnfrei, spannungsarm und überflüssig.
8 Blickwinkel ist ein guter Actionthriller. Doch die Rückblenden auf die selbe Situation sind am Anfang ein bisschen nervig, je länger desto spannender wird der Film. Dass dieser bis zu letzten Nebenrollen hochkrätig besetzt sind fällt kaums ins Gewicht. Die Actionszenen sind gut dosiert und rasant mit Handkamera geschnitten. Vor allem die Autoverfolgungsjagd erinnert an die vom Bourne Ultimatum. Dafür viel Zeit die Anschlags-Sequenz mit Hilfe von Rückblenden ist er zu kurz. Hintergründe werden leider nicht genau erläutert.