Selmas (Björk) Welt wird immer dunkler. Die tschechische Immigrantin weiß, dass sie bald ihr Augenlicht verlieren wird. Auch ihr Sohn leidet an der ererbten Augenkrankheit. Tag und Nacht arbeitet sie in einer Fabrik, um ihrem Sohn zu einer Operation zu verhelfen. Die notwendige Energie schöpft Selma aus ihrer großen Leidenschaft für Musik. Ihr einziges Vergnügen ist das Musical, das sie mit ihrer Freundin Cathy (Catherine Deneuve) in einer Laientruppe probt. Wenn das Leben zu hart wird, flüchtet sie in die Welt der Musik. Dort findet sie das Glück, das ihr das wirkliche Leben versagt.
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| FILMKRITIK
"Black night, the sun is sleeping, the innocent are dreaming..."
Die mit der Handkamera aufgenommenen, teils verwackelten Bilder in bleichen Farben und mit Unschärfen und Reißschwenks, zeigen die Welt der erblindenden Selma (gespielt von Björk). Doch diese entzieht sich der Eintönigkeit des Alltags, indem sie ihre Umwelt ausblendet und zu der Musik in ihrem Kopf ein Musical inszeniert, in dem sie und ihre Mitmenschen zu Tänzern werden. Die Farben sind dann kraftvoll und die schönen, von Robby Müller fotografierten Bilder gleiten geschmeidig über die Leinwand.
Die Lieder Björks gehören sicherlich zu ihren schönsten und verleihen „Dancer in the Dark“ eine besonders eindringliche Atmosphäre. Für ihre subtilen schauspielerischen Leistungen wurde Björk als Beste Darstellerin in Cannes ausgezeichnet. Auch Catherine Deneuve, die in Filmen wie „Belle de Jour“ von Luis Buñuel die schöne junge Frau verkörpert, glänzt hier in der Rolle einer alternden Fabrikarbeiterin. Der dänische Regisseur und Autor Lars von Trier erhielt schon 1996 für „Breaking the Waves“ den Großen Preis der Jury von Cannes. Er gilt als einer der maßgeblichsten und innovativsten europäischen Filmemacher und bekam dieses Jahr für „Dancer in the Dark“ in Cannes die Goldene Palme.
„Dancer in the Dark“ ist ein langsamer Film, der wirklich etwas zu erzählen hat, und sich die Zeit nimmt, dies zu tun. Dabei werden die verschiedenen Seiten der Charaktere beleuchtet, ohne deswegen psychologisierend zu wirken. Ein Film, vielleicht auch für diejenigen, die sonst das Action-geladene und Sensationelle des Hollywoodkinos bevorzugen...
| FAZIT
Ein langsamer und eindringlicher Film, der wirklich etwas zu erzählen hat.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
Gesamtwertung:
Autor: Peter Schulze
| FILMPLAKAT
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