ein film ,so unnötig wie ein drittes nasenloch.weder fisch noch fleisch.es ist teilweise ein remake,teilweise eigenständig und vorhersehbar.nur metzeln reicht eben nicht.keine innovationen.
Also ich fand Rob Zombies Halloween richtig cool.Am Original kommt der natürlich nicht ran aber den kann man mit Carpenters Film auch nicht vergleichen.Das Remake besitzt auch extrem viele Terror Szenen,bei manchen Dingen da bin ich halb wahnsinnig geworden,z.b. die vielen Schrei-Szenen mit Laurie,oder auch wo Michael am Ende die Decken einschlägt,was richtig viel Krach im Kino gemacht hat.Spannend war der Film allemal,und brutal sowieso,nur die Characktere insbesondere Laurie und ihre nervigen sexgeilen Freunde haben mir nicht gefallen.
05.01.2008
Bewertung:
CSi1981| Meine hohen Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt
Von Rob Zombie's Interpretation des Michael Myers hätte ich mehr erwartet. Rob Zombie hat mit seinen beiden Vorprojekten neue Maßstäbe im Horrorgenre gesetzt. Mit Halloween hat er seinen Ruf wieder ein wenig verspielt. Zu wenig Innovation - bis auf die ausführlichere Lebensgeschichte des Michael Myers. Die sakarstisch derben Dialoge werten den Film in dieser Hinsicht auf. Dort blitzen auch die Qualitäten der erste beiden Zombie-Filme auf. Allerdings vermisse ich die expliziten Zombie-typischen Gewaltdarstellungen. Im entscheidenen Moment wurde die Kamera zu schnell abgeschaltet bzw. erfasste lapidare Dinge. Der visuelle Schock-Effekt war viel zu gering. Dort hätte Zombie an seinen "alten Werten" anknüpfen sollen. Der Sarkasmus, der in Zombies Vorprojekten durch einen Mix aus widersprechendem Sound und Bildern ausgedrückt wurde ist verschwunden. Das "Haus der 1000 Leichen" profitierte vor allem von der skurillen Kameraführung. Die Halloween-Geschichte distanziert technisch zu wenig vom Original. Vergleichbar mit einer Vorlesung, bei der man die Stimme Carpenter's noch in Erinnerung hat und nun die gleiche Story nocheinmal von Zombie vorgelesen bekommt.
Zusammenfassung: - zu wenig Innovation - schwache Sound(schock)effekte - zu einfache Kameraführung - keine explizite Gewaltdarstellung - Charaktere werden nur als Nebensache betrachtet
+ Der Film passt zur Zeit in die politische Landschaft Deutschlands. In der Zeit der Amok-Läufe, in der viele Gesetze im Rahmen des Jugendschutzes durch die Bundesregierung verabschiedet werden, zeigt Zombie mit Halloween noch einmal die Gründe für die Gewalt von Jugendlichen: das Elternhaus, die soziale Herkunft. Ich werte die "Halloween"-Geschichte als Demonstration gegen das Verbot von gewaltverherrlichenden Filmen. In der Interpretation wird weitaus deutlicher, dass Michael Myers nicht irgendein wahnsinniger Junge war, sondern aufgrund der desaströsen Zustände im Elternhaus zum Verzweiflungstäter wird. Geanu dort sitzt auch die politische Kritik Zombies hinter, weswegen der Film von mir enorm aufgewertet wird.
Hier wird den weltfremden Politikern aufgezeigt: Nicht ein Film macht den Jugendlichen zum Amok-Läufer, sondern zum größsen Anteil die soziale Herkunft, was auch "neuere" Studien beweisen. Aber genau aus diesem Grunde hätte ich mir eine explizitere "Gewaltverherrlichung" gewünscht, um diese Kritik zu perfide und schizophren auf die Spitze zu treibe.
Fazit: Eine sozialkritischere Fassung der Geschichte, die ich mir am 31.10.07 um 23 Uhr im Kino angeschaut habe, ohne den erhofften "Wow"-Effekt durch visuelle und Soundeffekte zu verspüren. Um es mal zynisch zu sagen: Das Ziel "JK/Spio" wurde weit verfehlt. Schade, denn dann hätte diese Geschichte den Zahn der (aktuellen politischen) Zeit richtig getroffen. Der Gore-Effekt steht halt hinten an, aber die soziale Kritik ist lauter zu hören als in Carpenter's Ur-Fassung, der "nur" einen Wahnsinnigen schuf, ohne die realitätsnahen Hintergründe zu beleuchten. Dies ist Zombie weitaus besser gelungen.