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  • Ein Leben für ein Leben

    Drama | Deutschland / Israel / USA 2007
  • Originaltitel:
    Adam Resurrected
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    19.02.2009
    USA Kinostart:
    12.12.2008
    Produktionsland:
    Deutschland / Israel / USA 2007
    Verleih:
    3L Filmverleih
    Bilformat:
    2.35:1
    Tonformat:
    Dolby Digital
    Länge:
    102 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.ein-leben-fuer-ein-leben.de

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    • | KURZINHALT

    • Adam Stein war in den 20ern als Varietéclown ein gefeierter Star. Doch er war Jude, kam ins KZ – und musste dort für den Kommandanten Klein den Hund geben. Zu seiner Belustigung ließ Klein Stein auf allen Vieren laufen, bellen, um sein Leben betteln… Anfang der 60er ist Stein Insasse eines Sanatoriums in Israel und ein gebrochener Mann, der mit bösen Scherzen seiner Weltverachtung Ausdruck verleiht. Er lässt nichts an sich ran – doch dann begegnet er einem Zwölfjährigen, der sich für einen Hund hält…
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    • | KURZKRITIK

    • Paul Schrader inszeniert einen Film über das Lachen: das böse Lachen der Täter und das gequälte der Opfer, über Auslachen und Galgenhumor – ein Film, der gleichwohl nicht komisch ist. Ein Film, der sich von hinten an den Holocaust anschleicht, indem er die Traumata der Überlebenden beschreibt – die sich in bizarren psychischen Zuständen ausdrücken. Der Mensch, der entmenscht wurde, der im wahrsten Sinne ein Hundeleben führte – wie kann er je wieder an die Menschlichkeit, die Humanität glauben?
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Die Verfilmung von Yoram Kaniuks Roman „Adam Hundesohn“ lies lange auf sich warten. Das Buch, das sich erst über die Jahre zu einem modernen Klassiker entwickelt hat, gehört zu den Werken, die man gerne als „unverfilmbar“ bezeichnet. Doch nun bringt ausgerechnet ein deutsch-israelisches Produktionsteam das bemerkenswerte Stück Literatur auf die Leinwand.
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    • | VIDEOS ZUM FILM

    • Adam Resurrected: Trailer

    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Paul Schrader
    Buch:   Yoram Kaniuk als Story  
      Noah Stollman als Screenplay  
    Musik:   Gabriel Yared
    Kamera:   Sebastian Edschmid
    Produzent:   Ulf Israel als Executive Producer  
      Werner Wirsing als Producer  
      Ehud Bleiberg als Producer  
    Darsteller:   Jeff Goldblum als Adam Stein  
      Willem Dafoe als Kommandant Klein  
      Derek Jacobi als Dr. Nathan Gross  
      Juliane Köhler als Ruthchen Edelson  
      Joachim Krol als Wolfowitz  
      Veronica Ferres als Frau Fogel  
      Moritz Bleibtreu als Joseph Graetz  
      Jenya Dodina als Gretchen  
      Idan Alterman als Arthur  
      Hana Laszlo als Rachels Schwester  
      Ayelet Zurer als Gina Grey  
      Vasile Albinet als Soldat der Nazi  
      Dror Keren als Dr. Slonim  
      Gabriel Spahiu als Taub  
      Tudor Rapiteanu als Davey  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Wahnsinnig oder krank?
    • Der Film verlangt einiges vom Zuschauer. Zunächst muss das geschilderte Grauen eines Konzentrationslagers verkraftet werden. Dann noch der verschachtelten Handlung folgen, die sich aus surrealen, grotesken und skurrilen Sequenzen zusammensetzt. Lücken müssen überbrückt werden.
      Ort der Handlung ist heute eine Irrenanstalt in der Wüste. Die Insassen (’wandelnde Grabsteine’) sind alles KZ-Überlebende, die wegen ihrer Psychosen hier behandelt werden. Und die sind heftig! Vor allem die von Adam Stein (erschreckend gut Jeff Goldblum): ein Hund zu sein. Wieso das so ist, wird nach und nach entwickelt. Grauenhaft entwürdigend! Es war in den 30er Jahren in Berlin ein Allround-Talent: Hellseher, Clown, Zauberer, Geiger u.v.m.
      Unter anderem ist entscheidend, dass er einen Deal mit dem KZ-Kommandanten Klein (Willem Dafoe) eingeht, um seine Familie zu retten. So der deutsche Titel des Films. Von Klein erbt er ein konfisziertes Vermögen. Daraus wird ihm am Ende vom Schwiegersohn (Moritz Bleibtreu) in Haifa ein Vorwurf gemacht. Er muss sich beschimpfen lassen ’Geh doch nach Europa, du altes Stück Seife!’
      Sein Leben lang leidet Adam unter seinen Erlebnissen. Er blutet regelrecht an den inneren Qualen der Erinnerung, sein Herz setzt zeitweise aus. Aber er weiß auch, dass Lachen und Humor lebenserhaltend sind.
      Er schafft es, einigermaßen gesund zu werden, und ohne sich oder Klein zu erschießen, kehrt er in die ’Normalität zurück, die keine Freude aber auch keinen Kummer kennt.’
    • 30.01.2012 Bewertung:
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