Dienstag | 29. Mai 2012 | 05:13 Uhr
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  • FILM REVIEW | Dirty Dancing 2: Heiße Nächte auf Kuba
  • Dirty Dancing 2: Heiße Nächte auf Kuba

    Drama, Tanz, Romanze | USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Das amerikanische Mädchen Katey Miller (Romola Garai) zieht 1958 mit ihrer reichen Familie nach Havanna. Dort versuchen ihre Eltern, sie mit dem ebenso reichen James Phelps (Jonathan Jackson) zu verkuppeln. Doch der Plan schlägt fehl - nachdem ihr James zu aufdringlich wird, lernt Katey den Kellnerjungen Javier Juarez kennen. Javier kämpft in dem von Korruption und Revolution bewegten Kuba für das Überleben seiner Familie und bringt ihr zunächst wenig Aufmerksamkeit entgegen. Allmählich jedoch beginnen die beiden sich füreinander zu interessieren und schließlich schlägt Katey ihm die Teilnahme an einem Tanzwettbewerb vor, als dessen Hauptgewinn Javier mit seiner Familie ins reiche Amerika ziehen könnte. Damit sie gemeinsam trainieren können, erpresst Katey James und täuscht ihren Eltern Dates mit ihm vor. Gemeinsam entwickeln Katey und Javier einen gemeinsamen Tanzstil, in den beide Tänzer ihr Talent einbringen. Doch am Vorabend des Tanzwettbewerbes stellt sich heraus: Kateys Eltern, beide ehemals professionelle Tänzer, wollen sich die Tanzvorstellung nicht entgehen lassen und werden just an dem Abend dabei sein, wenn Katey und Javier Tanzen.
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      • | FILMKRITIK

      • Eine Fortsetzung von Dirty Dancing? Nein, glücklicherweise nicht. "Dirty Dancing 2" ist natürlich ein Remake des Klassikers aus den späten 80er Jahren, mit junger Besetzung, nostalgischem Ambiente und schwungvollen lateinamerikanischen Klängen. Das Jahr 1958 in Kuba verleiht dem Film eine dramatische Hintergrundspannung, doch der Konflikt bleibt der selbe. Ein reiches Mädchen trifft einen armen Jungen und muss sich zwischen ihrer neuen Liebe und ihren Eltern entscheiden. Kateys Mutter (Sela Ward) erklärt dies ihr beim Haare kämmen ungefähr so: Man kann sich wenn es schmerzhaft wird unter dem Bett verkriechen oder aber einfach durch die verfilzten Stellen durchkämmen.

        Über derartige philosophische Ergüsse möchte man gerne hinwegsehen, wie auch über den vollkommen überflüssigen Off-Kommentar von Katey. Jedenfalls wird Katey nun zur Frau und begibt sich auf Entdeckungsreise durch das kubanische Leben. Javier lädt sie in einen Nachtclub ein, wo sie der Leidenschaft des Dirty Dancing erliegt. Begleitet werden die beiden ausgezeichneten Tänzer mit temperamentvollen Songs von Wyclef Joan, Mya sowie Christina Aguilera. Die Ausstattung im Retro-Look wirkt angenehm nostalgisch.

        In einem Meer aus tanzenden Körpern und der im ganzen Film spielenden feurigen Musik erleben Katey und Javier die Zeit ihres Lebens, über alle gesellschaftlichen Konventionen hinweg. Katey kommt aus der Welt der Schönen und Reichen (welche im zweiten Teil natürlich noch schöner und noch reicher sind) und Javier aus der verarmten kubanischen Bevölkerung (er ist "überraschenderweise" mindestens genauso schön wie sie). So darf Javier sie nicht einmal bis zum Hotel begleiten, weil ihm dies verboten ist. Schließlich wird er sogar gefeuert und Katey versucht ihm zu helfen. Als dann die Revolution in Kuba ausbricht, will Kateys Familie zurück nach Amerika ziehen und Katey muss sich entscheiden, wo sie hingehört. Es ist fraglich, ob genau an dieser Stelle das Produktionsbudget aufhörte, denn in dem ohnehin recht kurzen Film wird auf ein Ende verzichtet. Schade, zwar setzen die wunderbar zum Rhythmus der Musik geschnittenen Bilder sich im Abspann noch fort, allerdings wirklich zufrieden stellt dies nicht, denn das tänzerische Feuerwerk endet zu unerwartet und wird letztendlich noch mit unglaublich fragwürdigem Kitsch gewürzt. Durch ihren ich-werde-dich-nicht-vergessen-Abschied verliert die Liebe an Glaubwürdigkeit. "Based on a true story" heißt es anfangs. Vielleicht will uns der Regisseur ja auch nur dazu motivieren, dem Ausgang der wahren Geschichte nachzuforschen? Wie heißt es so schön - man sollte genau dann aufhören, wenn es am Besten ist. Immerhin wäre dies ein Argument.
      • | FAZIT

      • Feurige Tänze und ein beschwingter Soundtrack machen "Dirty Dancing 2 - Havana Nights" zu einem sehenswertem Film.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 8.0/10 (4 votes)

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