Der einzige Trost für die vielen Fans des smarten Superagenten ihrer Majestät ist wohl jetzt der, dass es vor dem Werk „Ein Quantum Trost“ von Marc Forster noch eine Menge echter Bondfilme gegeben hat. Allerdings ließ seit Pierce Brosnan die Qualität der Drehbücher und der Gegenspieler von Bond sehr zu wünschen übrig. War es damals in „Stirb an einem anderen Tag“ ein Gesichtsoperierter Koreaner (!!!), der ihm und Großbritannien das Leben schwer machte, bekam es Daniel Craig in seinem zweiten Film mit einem französischen Umweltkriminellen zu tun, der eigentlich nur farblos wirkte und keine Sekunde lang bedrohlich. Wo von Klaus Maria Brandauer als Maximilian Largo in „Sag niemals nie“ bis zu Telly Savalas und andere als Erzschurke Ernst Stavro Blofeld in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ hatte man sich früher auch immer um große Schauspieler bemüht, die gegen Bond antraten. Daran scheint man nun genauso zu sparen wie an einem guten Drehbuch. In „Ein Quantum Trost“ war dieses Drehbuch jedenfalls ziemlich wirr. Es gab zwar eine Menge Action, aber es fehlte einfach der rote Faden. Ein James Bond war eigentlich immer ein Garant für Kontinuität bei Ablauf und handelnden Personen, aber damit ist es wohl nun endgültig vorbei. Schon, als auf den cleveren „Q“ verzichtet wurde, der Bond immer mit durchdachten Gadgets und smarten Tools versorgte, die seinen Gegnern das Fürchten lehrte, fehlte der Reihe etwas Entscheidendes. Auch die zu große Hast, die nach „Casino Royale“ mit dem Dreh des nächsten Bonds zum Tragen kam, hat dem Film offensichtlich nicht gut getan. Man hat früher nicht umsonst mindestens zwei Jahre ins Land gehen lassen, bevor der nächste Bond in die Kinos kam. Das ist nun seit „Casino Royale“ alles ganz anders, aber machte es nicht besser, denn die Kontinuität, die Bond verkörperte, ist ganz einfach weg. Daniel Craig ist sicher ein sehr guter Schauspieler, aber ein echter James Bond ist er nicht. Alle Schauspieler vor ihm in dieser Rolle hatten das Charisma von Aristokraten und lösten anfallende Probleme mit dem Kopf und den vielseitigen Tools von „Q“. Der neue Bond ist da anders konzipiert und für eine ganz neue Generation gedacht, von denen aber auch nicht alle zufrieden sind, wie ich so hörte, beim neuen Bond setzt man auf viel brachiale Gewalt, vulgo, auf Action. Sowas geht bei Vin Diesel, Sylvester Stallone, wenn der in "Rambo 19" im Central Park Penner jagt und früher mal bei Will Smith, aber bei James Bond passt das einfach nicht. Selbst der zu Unrecht gescholtene Pierce Brosnan hatte seine überzeugenden Momente, wie bspw. in „Golden Eye“. Für meinen Teil nimmt sich dieser Bond auch einfach zu ernst. Er lacht nicht und der lässige Witz, mit dem ein Roger Moore in „Moonraker“ sogar im Weltall herumsprang, ist wohl endgültig ein Relikt der Filmgeschichte. Kein „Q“ mehr, keiner „Miss Moneypenny“ mehr, die Bond heimlich anschmachtet, keine flapsigen Sprüche mehr, wenig Witz, Ironie und Sarkasmus, aber dafür mehr Action und das tut dem Film nicht gut, denn das gehörte bisher einfach zu James Bond. Fast alle Filme dis zu Pierce Brosnan waren auf FSK 16 und seitdem sie dann für FSK 12 geschrieben wurden, ging es abwärts, was Story und Anspruch angeht. Nur „Golden Eye“ war besser und auch gleich FSK 16. „Ein Quantum Trost“ ist ein Zugeständnis an eine Jugend, die in den entsprechenden Foren des Internets einen James Bond forderten, der eine wilde Mischung der Film und Fernsehhelden Matt Damon als Jason Bourne, das Steingesicht Vin Diesel als Agent XXX und den mimischen Minimalisten Kiefer Sutherland als Kiefer Sutherland als Jack Bauer aus einer unechten „Echtzeitserie“ ist, in der die Stunde "Echtzeit" ohne Werbung nur 40 bis 50 Minuten dauert. Im letzten Bond scheint das nun gelungen, aber das macht ihn für mich eher weniger interessant und daher geht meine persönliche Wertung auch nicht über gutherzige 5/10 hinaus. Was mit „Casino Royale“ wie ein Tiger als Neuauflage der Bond Reihe sprang, ist für mich schon mit dem zweiten Film als Bettvorleger gelandet, denn ich habe mich diese 100 Minuten einfach nicht so gut unterhalten, wie bei früheren Filmen. Reine Actionstars in entsprechenden Rollen gibt es in Hollywood genug und da muss man nicht noch James Bond zu einem machen. Eine Filmfigur wie James Bond braucht sowas wie eine gewisse Beständigkeit, denn man will sich auf den nächsten Bond wieder freuen können. Für reine Action gibt es Jason Statham, Vin Diesel, Bruce Willis und nicht zuletzt auch Matt Damon. Wenn James Bond wieder unterhaltend sein soll, dann braucht er seine Standards wieder und vor allem Leute, die gute und spannende Drehbücher schreiben, denen auch der britische Humor nicht so völlig fehlt. Als bei „Casino Royale“ völlig auf das Intro und das Bond Thema verzichtet wurde, hielt ich das für eine einmalige Abweichung, aber offenbar gehört das zum neuen Konzept und das geht vor allem für die älteren Fans von James Bond nicht auf. James Bond ist Agent ihrer Majestät und kein Versuchskaninchen für Autoren. Auch ein James Bond wird nicht besser oder spannender, wenn man dessen psychologisches Problem im Film zu sehen bekommt. Er wird nur langweiliger. Die neue deutsche Verpackung, mit der eine überforderte deutsche Regierung die Kinder vor was auch immer schützen will, rundet den schlechten Eindruck vom Film nur noch ab und es erübrigt sich jede Empfehlung. Das ist für mich kein James Bond, sondern eher der humorlose Pförtner des BND, der sich zu wichtig nimmt und Frust schiebt!
lernen die macher der bond filme nix hinzu?0815 action,wieder ein lächerlicher bond-gegner(ich klaue euch ein paar liter wasser und verkaufe es dann wieder,aber zu einem wucherpreis he,he,he) ,keine richtige story und absolut kein james bond flair.wo bleiben die agentenspielzeuge von Q(wo ist Q überhaupt ?)
Ich bin ein begeisterter Bond Fan und muss sagen der erste Teil ließ zwar den Typischen Bondcharme vermissen brachte dafür mehr gute/neuere Action ins Spiel im allgemeinen ist Bond auch etwas realistischer geworden. Der fehlende Charm ist meiner meinung nach im ersten zu vernachlässigen gewesen, da alles irgendwie beginnen musste und einen Halbgott vom Himmel fallen lassen ist einfach nicht Stilvoll.
Doch der "quasi zweite Bond" ist eine Katastrophe, wie in vielen anderen Filmen auch hat ein betrunkener die Actionscenen gefilmt, der viel zu nah an den Schauspielern dran war. Was ist aus der wundevollen Totale geworden die jedem Zuschauer erlaubt sich ein Bild der Scene zu machen? Warum müssen die Regisseure von heute näher ran? Wenn man früher näher ran ging lag es daran das man manche sachen nicht umsetzen konnte, aber in den hochzeiten von CGI, was ist jetzt die Ausrede? Alles könnte so schön sein wenn man es länger und weniger verwackelt aufnehmen würde. Sonst bräuchte man keine Kameramänner/frauen mehr sondern nur noch Gummiband und einen der die Kamera anstubst.
Was auch Schrecklich war ist der Bösewicht es gibt viele Diskusionen wer Femininer rüber kam, das Bond-Girl, der Bösewicht oder sein Scherge.
Als bösen Plan kann man ich verkaufe das Wasser für 60% über Marktpreis auch nicht nennen. Was ist aus den nach Weltherrschaft strebenden Bösewichten geworden sind die alle in andere Filme ausgewandert?
Daher von mir die Schlechteste Bewertung die möglich ist und der hinweis tut so als ob es ihn nicht gegeben hat.
26.11.2008
Bewertung:
goldischerZwerg| "James Bond 007 - Ein Quantum Trost (2008)" - Schade wars..
James Bond geht hier mal wieder auf die Jagd.... Und ich saß verwirrt im Kinosessel. Was war das?! Ich konnte der Story teilweise mal gar nicht folgen und erst am Ende kapierte ich mal so langsam um was es im Ganzen ging. Und ich habe den Vorgänger gesehen. ;) Die Actionszenen wurden für meine Verhältnisse mal wieder viel zu schnell geschnitten und eine Wackelkamera mag ja auch nett sein, aber nur für einige Sequenzen. Auf diese neue action-mode steh ich mal gar nicht... Aber dennoch waren grad die anfänglichen Actionszenen vom "Beeindruckungsfaktor" echt top. An Daniel Craig hat es nicht gelegen, dass der Film etwas in die Hose ging. Eher an der Leitung des Regisseurs. Den einen feuern, den anderen behalten!
Aber schaut ihn euch an und bildet eue eigene Meinung!
Es wird immer schlimmer Casino Royal war schon sehr schlecht, zumindest wenn man ihn mit den Augen eines Bond Fans betrachtet, aber Ein Quantum Trost ist noch viel schlimmer. Der Film hat jetzt überhaupt nichts mehr mit einem typischen 007 Film zu tun, die Story wird von Rache beherrscht und die Handlung ist flach und brutal, von Spannung kann keine Rede mehr sein.. Den Charme, Witz und die Eleganz früherer Bond Filme sucht man hier vergeblich, Ein Quantum Trost ist nur noch ein Allerwelts Aktionfilm ohne Tiefe, so wie es sie heutzutage leider viel zu viel gibt. Nach 2 Filmen mit Daniel Craig kann man leider nur sagen das es mit der 007 Reihe bergab geht, all das was die früheren Filme so erfolgreich und bekannt gemacht hat wurde begraben. Es fehlt der Glamour, die exotischen Drehorte, der Charme, der Witz und natürlich das Benehmen eines Gentlemens. Ich wollte kein Bourne Ultimatum Teil 5 sehen, sondern einen richtigen Bond so wie ich ihn aus den ersten 20 Teilen kenne. Ich kann nur hoffen das sich die Bond Macher dessen auch bewusst werden und die Weichen für künftige Filme wieder umstellen.
Ein Quantum Trost ist gute Fortsetzung von Casino Royale. Der Plot ist sehr spannend und schnell erzählt (mit 105 Minuten der kürzesten Bond-Film) Handlungsstränge werden im Sekundentakt gewechselt nebenbei fängt dieser Film wo Casino Royale endete.Die Actionsequenzen sind mit der üblichen Handkamera rasant gesant geschnitten wie bei den Bourne-Film allerdings nicht ganz so schnell. vieles erinnert an der Story sowie Kampf-und Actionszenen an Bourne als an Bond. Zu den schaupielerischen Daniel Craig ist überragend als gebrochener Anti-Held, der selbst an sich zweifelt, Olga Kirylenko überzeugt ala härtesten Bond-Girl aller Zeiten enttäuschend ist allerdings Matheu Amaric als Okö-Terrorist. Ein paar typische Bond Filmzutaten fehlen wie z. B. der Humor sowie die Liebesszene a´la Bond etc..
Trotzdem Ein Quantum ist neben The Dark Knight der Beste Film des Jahres unbedingt ansehen.
bietet dieser Film. Wo 007 drauf steht ist leider kein 007 drin.
Wir beginnen in einer typischen Bond Szene, einer Autojagd, rasant schnell und explosiv. Zu schnell, und zu rasant für das geneigte Auge. Keine Sekunde und schon ein neues Bild und alles aus der Sicht als würde der Zuschauer am Auto kleben, keine Totalen nur verwackelte Nahaufnahmen. Keine Gimmicks, keine Gadgets, ein Jaguar auf einer Straße. Das hätte jeder Action Star geschafft.
Leider zieht sich das durch den gesamten Film. Schnelel Schnitte, Sequenzen bestehen 1-2 Sekunden und springen dann. Völlig egal ob geredet wird, gefahren oder man eine Landschaft zeigt. Alles wirkt als hätte man keine Zeit, und das bei den üblichen zwei Stunden länge. Der neue Trend Aktionszenen "Live" aufzunehmen als Wäre der Zuschauer die Kamera wirken einfach nicht. Man sieht nichts und hat das Gefühl, würde die Kamera noch näher ran gehen, würden wir im Hintern des Schauspieler den Fauskampf verfolgen. Keine Liebe zu Details nur turbolente Hektik. Wer trifft wen, wo geht es lang oder wer wird getroffen bleibt ohne Bedeutung. Geschwindigkeit um jeden Preis. Sehr Schade!
Die Story, wichtigstes Augenmerk für Bond, ist belanglos. Er geht seinen Weg und sucht den Mörder von Vespa und dessen Organisation. Woher weiß die Organisation alles und wo ist sie? Diese Antwort bleibt uns der Film schuldig. Die Organisation dient nur als Aufhänger obgleich sie Kern der Lage hätte sein sollen.
Stattdessen bekommen wir einen Bösewicht vorgestellt der mitsamt seines Helfers wirkt wie gerade aus dem College gekommen. Unreif, billig und extrem lächerlich. Kein Stück Böse und man hat nie das Gefühl dass dieser Typ in irgendeiner Form Macht hat oder Bond gefährlich wird. Greeene ist nur eine Marionette um dem Film einen Bösewicht zu geben. Hat er was mit der Organisation zu tun, ja, aber was und wozu bleibt ungeklärt. Zurück bleibt nur eine Witzfigur eines Dr. No. Unbedeutend wie sein böser Plan. Zwar gemein, aber das ist der Eimerklau im Sandkasten auch bei Kindern auch.
Der Film springt von Setting zu Setting und läßt uns hoffen dass irgendwann mal eine Erklärung folgt, doch die bleibt aus. Zu allem Überfluss wird das CIA nochmal richitg schön als Blöd abgestellt mit einem Agent der billigsten und am schlechtesten Gecasteten Sorte. Diese Pornobremse von Schauzer und die Rolle könnten nicht schlechter sein.
Craig selbst spielt souverän und super den Knallharten, Jungen Bond, aber ohne Skript kann er nichts leisten. Kein Charme, kein Witz, kein Flair, keine Gadgets. Einfach nur Hart reicht nicht bei Bond.
Im Fazit bleibt ein Standard 0815 Aktionfilm der den bitteren Beigeschmack zurückläßt dass das gerade ein Bond Film war und man lieber einen alten Bond auf DVD oder Blue-Ray hätte sehen sollen um sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben.