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  • FILMDETAILS | Neger, Neger, Schornsteinfeger
  • Neger, Neger, Schornsteinfeger

    Drama, Biografie, TV | Deutschland 2006
  • Originaltitel:
    Neger, Neger, Schornsteinfeger
    Genre:
    Drama, Biografie, TV
    Produktionsland:
    Deutschland 2006
    Länge:
    180 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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    • | KURZINHALT

    • Hamburg 1935. Der neunjährige Hans-Jürgen Massaquoi ist das einzige dunkelhäutige Schulkind im Arbeiterbezirk Barmbek. Seine frühe Kindheit verbrachte er in der Villa seines Großvaters, Momolu Massaquoi, ein liberianischer Konsul (Jonathan Kinsler), der in seine Heimat zurückkehren musste. Seinen Vater hat Hans-Jürgen nie gesehen, nur eine Klarinette ist ihm als Andenken geblieben. Nach dem Umzug in die kleine Wohnung in der Stückenstraße bringt seine Mutter Bertha (Veronica Ferres), eine "weiße" deutsche Krankenschwester, ihren über alles geliebten Jungen mit Mühe alleine durch. Die Einwohner von Barmbek begegnen dem Exoten mit einer Mischung aus Neugier, Sympathie und versteckter oder offener Diskriminierung. Auf der Straße wird er verspottet: "Neger, Neger, Schornsteinfeger". Der Kleine begreift seine Situation bei einem Zoobesuch, bei dem er auf einen nachgebauten Kral trifft - samt "echten Buschnegern", die ihn freudig aus der Besuchermenge herausrufen. Bertha hat erst verarbeiten müssen, dass sich der Vater von Hans-Jürgen nie mehr hat blicken lassen. Bei ihrer Arbeit im Krankenhaus lernt sie den Personalchef Franz Wahl (Götz Schubert) kennen, zu dem sie langsam Vertrauen aufbaut und der ihr neuer Freund wird. Franz mag ihren Jungen sehr, und der fühlt sich von ihm wie von einem Vater angenommen. Bertha ist glücklich und wie ein Backfisch verliebt. Doch Franz bekennt sich auch immer stärker zu den Nazis, erst aus Karrieregründen, dann aus Überzeugung. Während er in einen inneren Konflikt gerät, gibt es für Bertha nie einen Zweifel, zu wem sie gehört. Sie ist zu jedem Opfer bereit, um ihren Jungen zu schützen und ihm ein halbwegs sicheres Leben zu bieten. Im Weltbild der Nazis ist Hans-Jürgen (Luka Kumi, Steve-Marvin Dwumah, Thando Walbaum) ein "minderwertiger" Mensch. Aber er er-fährt immer wieder menschlichen Anstand. Frau Möller (Petra Kelling) kümmert sich liebevoll um ihren "Schokoladenkeks" und verteidigt ihn vor den neugierigen Nachbarinnen. Eisern zu Hans-Jürgen halten seine zwei Freunde Klaus (Benjamin Meyer, Tim Troeger, Max Felder) und Fiete (Theodor Hemprich, Kevin Köppe, Frederick Lau). Klaus ist ein Draufgänger, der Sportreporter werden will. Des sensiblen Fietes Traum sind Traumfrauen und der Job des Hoteldirektors. Die drei Jungen führen bei allen Einschränkungen ein abenteuerliches und entdeckungsfreudiges Leben. Immer öfter muss Hans-Jürgen jedoch die Erfahrung machen, dass er nicht dazugehören darf. 1936, mit zehn Jahren, ist er alt genug, um der Hitlerjugend beizutreten. Aber als Nicht-Arier wird ihm der Beitritt verwehrt. Hans-Jürgens Enttäuschung ist grenzenlos ...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Jörg Grünler
    Buch:   Beate Langmaack  
    Musik:   Marius Felix Lange
    Kamera:   Hans Grimmelmann
    Darsteller:   Thando Walbaum als Hans-Jürgen, 14-19 Jahre  
      Jürgen Tarrach als Wilhelm Mahnke  
      Götz Schubert als Franz Wahl  
      Luka Kumi als Hans-Jürgen Massaquoi, 5-6 Jahre  
      Lea Fassbender als Evchen John  
      Veronica Ferres als Bertha Baetz  
      Max Felder als Klaus Mahnke  
      Charly Hübner als Polizist Reesen  
      Jonathan Kinsler als Momolu Massaquoi  
      Petra Kelling als Elisabeth Möller  
      Frederick Lau als Fiete Petersen  
      Tim Wilde als Boxtrainer Rudi  
      Steve Marvin Dwumah als Hans-Jürgen Massaquoi, 9-10 Jahre  
    • | USERKOMMENTARE

    • Darius| TV-Mehrteiler mit Tiefgang
    • Der Film "Neger, Neger, Schornsteinfeger" erzählt die Geschichte eines farbigen Jungen und seiner deutschen Mutter während des zweiten Weltkrieges in Deutschland. Während das Schicksal der Juden bereits sehr früh durch Hitler vorgegeben wird, ist eine Entscheidung bzgl. der Farbigen in Deutschland nicht gefallen. Im Spannungsverhältnis als Nicht-Arier, aber dennoch geduldet, ist das Aufwachsen nicht immer einfach. Seine Freunde und die Personen in der Strasse helfen dabei so gut es geht.

      In diesem TV-Mehrteiler macht es Spaß die Geschichte des farbigen Jungen anzusehen. Es gibt positive und negative Höhepunkte, mal ist es lustig, mal traurig. Der Drehbuchautor hält stets die Balance. Die Verfilmung wurde professionell umgesetzt, die Regiarbeit und Kamera wären einer Kinoproduktion würdig.
    • 24.10.2006 Bewertung:
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