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  • FILMDETAILS | Vier Minuten
  • Vier Minuten

    Drama | Deutschland 2006
  • Originaltitel:
    Vier Minuten
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    01.02.2007
    USA Kinostart:
    25.04.2008
    Produktionsland:
    Deutschland 2006
    Verleih:
    Piffl Medien
    Tonformat:
    DTS
    Länge:
    112 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.vierminuten.de

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Frau Krüger gibt der jungen Jenny im Gefängnis Klavierunterricht: Die Lehrerin ist eine strenge, verhärmte, verbitterte alte Frau, die Schülerin eine Mörderin - beide gefangen in den Fehlern ihrer Vergangenheit. Doch Jenny kann Klavierspielen, und über die Musik ist eine Verständigung möglich. Eine Verständigung der beiden ganz unterschiedlichen Frauen, die über Hass wenn nicht zur Freundschaft, so doch zu Respekt führt. Frau Krüger und Jenny schaffen es so gegen alle Widerstände, dass die virtuose Mörderin bei einem Jugend-musiziert-Wettbewerb mitmachen kann.
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    • | KURZKRITIK

    • Chris Kraus hat acht Jahre an dem Konzept zu diesem Film gearbeitet, und das spürt man in jedem Bild, in jedem Ton: Ganz genau inszeniert er seine Geschichte, choreographiert seine furios spielenden Schauspieler auf möglichst wirkungsvolle Weise - nicht unverdient gewann der Film den Bundesfilmpreis. Ein Gefängnisdrama, die Geschichte einer ungewöhnlichen Annäherung zweier unterschiedlicher Frauen, auch ein Künstlerfilm, der den Weg von ganz unten zu Ruhm zeigt - wenn dieser auch nur 4 Minuten dauert...
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Zwei auf den ersten Blick äußerst gegensätzliche Charaktere lässt Chris Kraus in seinem zweiten Spielfilm „Vier Minuten“ aufeinanderprallen: die strikte, verhärmte Klavierlehrerin Traude Krüger, die in Kategorien von Pflicht, Schuld und Demut denkt, und das junge, aber rebellische Musikgenie Jenny, das dramaturgische Gegenstück zu der verbitterten alten Dame. Doch im Verlauf des kraftvollen Dramas stellt sich heraus, was die beiden ungleichen Frauen verbindet: beide sind sie in sich selbst, in ihrer Vergangenheit, ihren Traumata gefangen. Gefühle können sie nur in Musik oder in Aggressionen ausdrücken.
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Chris Kraus
    Buch:   Chris Kraus  
    Musik:   Annette Focks
    Kamera:   Judith Kauffmann
    Produzent:   Meike Kordes als Producer  
      Alexandra Kordes als Producer  
      Fabian Massah als Line Producer  
    Darsteller:   Hannah Herzsprung als Jenny von Löben  
      Monica Bleibtreu als Traude Krüger  
      Sven Pippig als Mütze  
      Stefan Kurt als Direktor Meyerbeer  
      Richy Müller als Kowalski  
      Jasmin Tabatabai als Ayse  
      Nadja Uhl als Nadine Hoffmann  
      Vadim Glowna als Gerhard von Loeben  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Zucht & Ordnung kontra Genie
    • Es ist einer der besten deutschen Spielfilme der letzten Jahre. Mit zwei überragenden Hauptdarstellerinnen (Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung), die sich als Antipoden ergänzen und an einander reiben. Beide agieren auf Augenhöhe und beide leiden unter ihrer Vergangenheit. Mit ungeheuerer Vitalität und Lebenskraft tritt die eine auf, die mit ihrer brachialen Gewalt auch vor Selbstverstümmelung nicht Halt macht. Die andere kommt mit dem preußischen Ideal von Zucht und Ordnung daher. Ihre raue Schale offenbart schon bald den weichen Kern. Dabei geht es aber doch eigentlich um Musik! Das Geniale ist aber nicht nur der schlichte Titel, der nur dem etwas sagt, der den Film gesehen hat, sondern die zweite Ebene, die bis in die NS Vergangenheit zurückreicht. Und drittens gibt es so ganz nebenbei eine kritische Schilderung der Zustände in Strafvollzug. Und - das ist bei diesem ernsten Thema wirklich erstaunlich - es gibt komische Szenen zum Lachen. Und dann das furiose Finale! So eine Musik hat man so bisher noch nie gehört.
      Chris Kraus hat seiner Klavierlehrerin mehr als nur ein Denkmal gesetzt. Geschliffene Dialoge treffen oft ins Schwarze, wie z. B. bei der Begegnung vor dem entscheidenden Konzertauftritt:
      Vater: „Ich wünsche dir viel Glück Jenny.“
      Jenny: „Ich wünsche, dass du bald stirbst.“
      Die Ausdruckskraft überwältigt und die emotionale Tiefe schafft Ergriffenheit bis an den Rand der Taschentuchbox.
    • 26.03.2010 Bewertung:
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