Die fünf Topstars garantieren schon, dass es lohnt, sich den Film anzuschauen. Wie die fünf Handlungsstränge dann mit einander verbunden werden, ist schon gekonnt gemacht. Und wenn sie sich auf drei verengen, steigt die Spannung. Allerdings ist von Zeit zu Zeit eine Bestandsaufnahme von Nöten, die vom Zuschauer gern angenommen wird. Die Komik kommt nicht zu kurz und erhöht den Unterhaltungswert; ebenso wie ein paar Abstecher ins blutige Handwerk, die einfach dazugehören. Komisch ist es dann auch, wenn es den Falschen erwischt!? Und wenn dann völlig überraschend und keineswegs am Ende aller Aktivitäten der Abspann kommt, hilft als Erklärung nur der Titel: ’Verbrennen Sie diese Nachricht, nachdem sie sie gelesen haben!’ Das alles ist also nur eine Notiz, die man bitteschön zur Kenntnis nehmen und dann vernichten (vergessen!?) soll. Oder ist es mit dem Film so, wie mit der berühmten Symphonie von Schubert, die man auch die Unvollendete nennt? Dieser Beiname gilt inzwischen als Kennzeichnung und Typisierung des Werkes von Schubert. Der Vorteil beim Film ist, man braucht sich keine Sorgen um den Schluss zu machen.
Auf skurillste Weise lustig, was die durchweg brillanten Darsteller da unter der Regie der Cohen-Brüder abliefern! Der Humor ist einfach nur trocken und sicher nicht jedermanns Sache; er entsteht zu großen Teilen schlichtweg aus verrückten Situation, aus Gesten, Gesichtsausdrücken oder einzelnen Statements. Der Film hat definitiv nicht einen solch epischen Charakter wie sein Vorgänger "No Country For Old Men", es handelt sich hier schlichtweg um einen kleinen, aber sehr feinen Spaßstreifen.
26.04.2009
Bewertung:
goldischerZwerg| Burn After Reading (2008) - Die letzten 5 Min. lohnen sich..
Ein CIA-Angestellter wird gefeuert und kurz danach kommen Daten über seine Arbeit in den öffentlichen Umlauf und diverse Leute werden in ein Verwirrspiel verwickelt - unter anderem ein ständig fremdgehender Angestellte des Finanzministeriums (Clooney) und ein depperter Fitnesstrainer (Pitt).
Als ich gestern im Kino saß, merkte ich schnell, dass ich mir mehr von den Cohens verspochen hatte. Die Story ist ganz nett, haut aber nicht vom Hocker. Wirklich klasse sind da nur die letzten 5 Minuten des Films. Der Humor ist für meinen geschmack arg flach gehalten und ich konnte mir nur hier und da mal ein Lächeln abringen. Die schauspielerischen Leistungen sind solide. Hier sticht nur Brad Pitt mit einer selten dämlichen Verkörperung heraus. Das hat er irgendwie drauf! Ansonsten... hmm... ja, kann ich irgendwie nicht mehr zu dem Film sagen. Er ist schaubar, aber ein 2. mal muss nicht zwingend sein.