Dienstag | 29. Mai 2012 | 16:59 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails
  • FILMDETAILS | Peer Gynt
  • Peer Gynt

    Liebesfilm | Deutschland 2006
  • Originaltitel:
    Peer Gynt
    Genre:
    Liebesfilm
    Deutschlandstart:
    14.12.2006
    Produktionsland:
    Deutschland 2006
    Verleih:
    Salzgeber & Co. Medien
    Länge:
    83 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Ein Film über die (Un-)Möglichkeit der Liebe,mit der Kraft eines der großen dramatischen Gedichte der Weltliteratur: Robert Stadlober ist »Peer Gynt«, Henrik Ibsens nordischer Faust.

      PEER GYNT wurde im Jahre 1867 von Henrik Ibsen in Italien geschrieben, die Bühnenmusik schrieb Edvard Grieg. Das Stück, dessen Handlung im Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt und in den sechziger Jahren endet, spielt teils im Gudbrandstal und seinen Bergen, teils an der Küste von Marokko, in der Wüste Sahara, im Tollhaus zu Kairo und auf See. Das Drama schildert die Geschichte einer Selbstfindung: »Du selbst zu sein, sei dein Ruhm« – dieser Satz durchzieht leitmotivisch das Werk.

      Der hübsche Bauernjunge Peer Gynt zeichnet sich durch reiche Fantasie und unbändigen Tatendrang aus, doch gelingt es ihm nicht, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und sich selbst zu finden. Alles, was er anpackt, bleibt Episode: Ob er die Braut eines anderen verführt und wieder verlässt, sich am Hof der Trolle im Dovrefjell als Schwiegersohn vorstellt, oder ob er für seine Geliebte Solveig eine Waldhütte baut – niemals ist er konsequent und führt die Dinge zu Ende. Den ruhenden Gegenpol zu diesem unsteten Umherschwärmen bildet Solveig. Während Solveig in der Waldhütte lebt und in ihrer Arbeit und der gedanklichen Liebe zu Peer Erfüllung findet, reist der in die Fremde, um sein ‚Kaiserreich‘ zu gründen.

      Doch fern der Heimat widerfährt ihm dasselbe: Er bleibt »ein Mann, der niemals er selbst gewesen.« Als alter Mann kehrt er zurück und begegnet der inzwischen erblindeten Solveig wieder. Dem Heimatlosen sagt Solveig, wo sein ‚Selbst‘ die ganze Zeit über war: »In meinem Glauben, in meinem Hoffen, in meinem Lieben.« Indem Peer zu Solveig heimfindet, findet er zu sich selbst.
    •  
    • | SZENENBILDER

    •   mehr
    • | CAST & CREW

    Regie:   Uwe Janson
    Buch:   Uwe Janson  
    Kamera:   Philipp Sichler
    Produzent:   Siegfried E. Kamml  
    Darsteller:   Karoline Herfurth  
      Max Hopp  
      Kathi Angerer  
      Henny Reents  
      Patrick Güldenberg  
      Susanne-Marie Wrage  
      Pegah Ferydoni  
      Robert Stadlober als Peer Gynt  
      Ulrich Mühe  
      Bernhard Piesk  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Selbstfindungstrip
    • Ein traumhafter Film im doppelten Sinne des Wortes. Regisseur Uwe Janson hat den Stoff aus der skandinavischen Bergwelt geholt und in eine Schilf- und Wasserlandschaft verfrachtet. Damit gelang ihm ein eigenständiges Werk, das intensiv und zeitlos rüberkommt. Im Unterschied zum Original fehlt das exotische Ambiente der kleinen Weltreise, und der ganze Plot ist überhaupt vereinfacht und wirkt so geschlossener. Für Experten ergibt sich zusätzlich ein aufregendes Rätselraten zwischen dem Gesehenen und der Erinnerung an Ibsens Original und Griegs Musik.
      Beeindruckend u.a. das Schiff auf dem Trockenen sowie Details der Hochzeitsgesellschaft. Durch wunderschöne, expressionistische Bilder (auch unter Wasser) teilweise mit Unschärfen werden Zwischenräume überbrückt, was je nach Situation durch die drei Paradestücke von Grieg (’Solvejgs Lied’, ’In der Halle des Bergkönigs’ und ’Morgenstimmung’) immer wieder unterstützt wird. Man hört eine Sprache, die zwischen Kunst und Alltag hin und herschwankt und die bisweilen auch vom Bild losgelöst verwendet wird. Auch die Handlung driftet aus der Realität in Richtung Traum und wieder zurück.
      Aber außer den wunderschönen Ohrwürmern bleiben Sinn und Gehalt durchaus erhalten. Es geht um Maximen wie ’Sei du selbst!’ oder ’Besiege deine Natur’. Erwähnenswert aus dem tollen Ensemble besonders Robert Stadlober, Caroline Herfurth, Susanne-Marie Wrage und in einer Nebenrolle aber durchaus beeindruckend Ulrich Mühe.
      Für mich drängt sich ein Vergleich zu der ähnlich genialen Umsetzung von ’Romeo und Julia’ durch Baz Luhrmann auf. Peer Gynt ist vielleicht eine Nummer kleiner. Aber trotzdem unglaublich!
    • 15.12.2011 Bewertung:
    • Bitte melden Sie sich hier kostenlos an, um einen Kommentar abzugeben:



    • | INTERESSANTE FILME

    Bisher wurden noch keine Filme mit diesem Film verknüpft.
     Film vorschlagen

    • | Userwertung

    Wertung: 5.0/10 (2 votes)

    • | Cinefacts bei Facebook
    Facebook Logo
      • | WEITERE INFOS
          •   AKTIONEN