Dienstag | 29. Mai 2012 | 03:09 Uhr
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  • USERKOMMENTARE | Elegy oder die Kunst zu Lieben
  • 8martin | Das sterbende Tier
  • Bei diesem ’Klagelied’ nach dem Roman von Phillip Roth hat sich Isabel Croixet
    sehr eng an die literarische Vorlage angelehnt. Das kommt der hohen Qualität der Dialoge zugute. Im Mittelpunkt steht das Liebesverhältnis zwischen David einem Professor (Ben Kingsley) und seiner Studentin Consuela (Penelope Cruz). Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen Jugend und Schönheit auf der einen Seite und Alter und Weisheit auf der anderen. Dadurch wird er gezwungen über sein Leben nachzudenken. Sie ist für ihn ein Kunstwerk und besitzt ’eine gewisse elegante Ernsthaftigkeit’. Er erschrickt über die Erkenntnis, dass er sich bisher stets verhalten hat wie ein Teenager. Und natürlich ist er besitzergreifend und eifersüchtig. Leise und sehr gefühlvoll kommen sich die beiden näher. Viele Großaufnahmen zeigen ihre Gesichter als Spiegel innerer Seelenkämpfe. Die Zukunft macht ihm jedoch Angst. Eine Vertrauenskrise entzweit die beiden. Er muss feststellen, dass sein Verhältnis zu Consuela ein Fehler war. Er hat das Unmögliche herausgefordert. Nach Jahren kommt sie zurück und hat Brustkrebs. Es kommt zu einem letzten Versuch, ihre Schönheit auf einem Aktfoto zu konservieren. Nach der OP zieht sich die Kamera diskret zurück. Wenn es eine echte Elegie ist, dann war’s das. Eine Klage über die verlorene Liebe oder über die Vergänglichkeit der Männlichkeit? Bei Roth steht allerdings David im Mittelpunkt: ‚Das sterbende Tier’. Nicht schlecht.
  • 29.07.2011 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • Flapman | ... oder die Kunst zu langweilen ...
    • Nachdem mir die Regisseurin Isabel Coixet mit ihren wundervollen Filmen "My Life Without Me" und "The Secret Life of Words" äußerst positiv aufgefallen ist, habe ich mir neulich auch die DVD zu "Elegy" zugelegt in der hoffnungsvollen Annahme, daß bei dieser Regisseurin und den Schauspielgrößen Ben Kingsley, Penelope Cruz und Dennis Hopper im Grunde ja nicht allzu viel schief gehen kann - doch ich wurde unerwartet eines Besseren belehrt:
      Die Geschichte eines alt gewordenen Junggesellen, der sich aus Prinzip vor festen Beziehungen sträubt, dann aber doch durch eine 30 Jahre jüngere Studentin ins Wanken zu geraten droht, hat mich leider vollkommen kalt gelassen. Die komplette Inszenierung fand ich einfach nur sterbenslangweilig, die Dialoge abgedroschen und gekünzelt und vor allem die von mir eigentlich sehr hoch geschätzte Ikone Ben Kingsley einfach viel zu routiniert im Aufsagen der viel zu verkopften Sätze aus dem Drehbuch und im Aufsetzen seiner Standardgrimassen.
      Auch wenn der Film sich im letzten Viertel überraschenderweise dann doch noch deutlich steigert, muß ich unterm Strich sagen, daß es mir überhaupt nicht gelungen ist, auch nur ansatzweise emotional in ihn einzutauchen, so dermaßen fehlt ihm meinem Eindruck nach jegliche Authentizität und Dramaturgie.
      Vielleicht hätte der Film besser mit weniger bekannten Schauspielern funktioniert. Wenn z.B. die Superstars Ben Kingsley und Dennis Hopper zusammen agieren, dann sehe ich schlichtweg die beiden Schauspieler Ben Kingsley und Dennis Hopper, aber kaum mehr die Figuren, die sie gerade spielen.
      Isabel Coixet werde ich aber trotzdem weiter im Auge behalten in der Hoffnung, daß ihr neuster Film "Map of the Sounds of Tokyo" bald endlich mal auf DVD erscheinen wird.
    • 19.11.2009 Bewertung: stern stern stern stern stern
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          Wertung: 3.0/10 (3 votes)

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