Dan Wolf, ein junger Hip-Hop-Musiker aus San Francisco, kommt nach Hamburg, um dort Spuren seiner Vorfahren zu suchen. Ludwig, Leopold und James Isaac gründeten 1895 das Wolf-Trio („An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“). Mit ihren parodistischen Couplets, witzigen Plaudereien und Possen wurden das spätere Duo in den 10er- und 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts sehr erfolgreich und international bekannt. Nach 1933 erhielten die Gebrüder Wolf Auftrittsverbot, und James Iwan Wolf, der Sohn und Nachfolger des 1926 verstorbenen Leopold Wolf, emigrierte 1939 in die USA. Sein Enkel Dan Wolf begibt sich in Jens Huckeriedes Film auf die Suche nach seiner eigenen Geschichte und seinen künstlerischen Wurzeln. Ohne moralisch belehren zu wollen, macht der Film deutlich, wie eng das Heute mit dem Gestern verzahnt ist. Und dass das „Tüdelband“-Lied in Hamburg präsent ist, beweisen die vielen neuen Versionen von Hamburgs heimlicher Hymne (von u. a. Fink, Ja König Ja, Huss, Veranda Music), die den Film zu einem unterhaltsamen Ereignis machen.