Modernes Popcornkino, in den Grundzügen basierend auf eine Kurzgeschichte von Stephen King. Der Film ist recht unterhaltsam - nicht mehr und nicht weniger, allerdings hat er auch zwischenzeitlich einige Längen und diverse unglaublich hanebüchene Szenen, insbesondere, was die Glaubwürdigkeit und Authentizität einiger Figuren angeht (was teilweise am Drehbuch, aber auch an einigen bestenfalls zweitklassigen Nebendarstellern liegt), aber der wirklich tolle und humorvolle Schluß haut dann doch so einiges wieder raus...
Und wieder bedient sich der Filmemacher Frank Darabont mit „Der Nebel“ einer Vorlage von Stephen King. Leider dürfte „Der Nebel“ jedoch nicht so erfolgreich wie „Die Verurteilten“ oder „The Green Mile“ werden, denn dazu fehlt Darabonts neuster Streifen einfach das Potenzial. An sich ist die Idee des Streifens gut, nur verstrickt sich Darabont zu sehr in Diskussionen innerhalb der Protagonisten, die den Film irgendwie unausgegoren erscheinen lassen und die Handlung nur zäh voranbringen. Auch werden Konflikte nicht immer ausgetragen und teilweise unsinnig beendet. Zudem wird der Grund warum der Nebel entstand nur kurz angerissen. Hier hätte man dem Grund oder den Ursachen auf den Grund gehen können, ebenso wie die Darstellung der „Wesen“; auch über sie erfährt man sehr wenig, so dass alles irgendwie unfertig und unbefriedigend erscheint. Selbst der Schluss bietet hier keine Abhilfe, er ist zwar überraschend, setzt den Erklärungsnotstand jedoch gekonnt fort.
Somit verbleibt mit „Der Nebel“ ein Film mit guten Ansätzen, der jedoch sein Potential bei weiten nicht ausschöpfen konnte.