Dienstag | 29. Mai 2012 | 06:53 Uhr
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  • FILM REVIEW | Carrie - Des Satans jüngste Tochter
  • Carrie - Des Satans jüngste Tochter

    Horror, Drama | USA 1976
  • | INHALTSANGABE

  • Seit Mitte der 70er Jahre sind Stephen Kings Romane in Mode und gehören zum Besten was die Horrorliteratur zu bieten hat. Ganz klar, dass es nicht lange dauern sollte, bis sich die Filmindustrie darüber her machte. Die erste King-Verfilmung war das Horrordrama "Carrie" -vom deutschen Verleih mit dem schwachsinnigen Untertitel "Des Satans jüngste Tochter" versehen. Denn Carrie (Sissy Spacek) ist bestimmt keine Tochter des Teufels.

    Sie hat allerdings eine nicht ganz normale Begabung. Sie kann Sachen mit ihrer Willenskraft bewegen, seien sie noch soweit entfernt. Und das ist ihr Unglück. Ihr Vater ist schon lange tot und ihre Mutter (Piper Laurie) – eine religiöse Fanatikerin - ist durch diese unfassbare Begabung der Tochter wahnsinnig geworden und sieht in ihr das Böse. Und das lässt sie sie auch spüren.

    In der Schule wird sie von ihren Mitschülern, besonders von der Schönheitskönigin Chris Hargenson (Nancy Allen) und deren Freund Billy Nolan (John Travolta) gequält wo es nur geht. Chris sieht in ihr einen Sonderling, denn aufgrund ihrer Erziehung ist Carrie sehr naiv und weltfremd. Die einzige, die Mitleid hat ist Sue Snell (Amy Irving).

    Als der Abschlussball näher kommt und Carrie natürlich niemanden hat, der sie begleitet, bittet Sue ihren Freund Tommy Ross (William Katt), sich um Carrie zu kümmern und zum Ball einzuladen. Dieser erfüllt etwas widerwillig diese Bitte. Carrie ist glücklich, zum ersten Mal. Sie setzt sich über ihre Mutter hinweg und verschwindet heimlich aus dem Haus.

    Doch auf dem Ball erwartet sie eine böse Überraschung. Durch eine getürkte Abstimmung werden sie und Tommy zum Abschlusspaar des Jahres gewählt. Auf der Bühne regnet es jedoch Schweineblut auf Carrie nieder, woraufhin sie vor lauter Zorn ihre Kräfte nutzt und den Saal in ein Blutbad verwandelt.
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      • | FILMKRITIK

      • De Palmas Film funktioniert nicht immer. Es gibt leider unfreiwillig komische Momente (vielleicht auch gewollte, da kann man sich bei einem Larry Cohen-Script nie ganz sicher sein), die die Atmosphäre abschwächen. Nur die letzte halbe Stunde kann wirklich überzeugen, wenn auch nicht gerade als Horrorfilm, sondern eher als übersinnliches Jugenddrama.

        Sissy Spacek und Piper Laurie bekamen für ihre Rollen je eine Oscarnominierung, besonders die Darstellung Sissy Spaceks ist bemerkenswert, da es ihr gelingt ihren Charakter, der äußerst vielseitig ausgefallen ist, auszufüllen und Carrie somit fassbar zu machen. 1998 entstand ein, wahrscheinlich glücklicherweise, bisher zurückgehaltenes Sequel, wieder mit Amy Irving in einer Hauptrolle.
      • | FAZIT

      • Eine Mischung aus Horrorfilm und übersinnlichem Jugenddrama. Nicht immer überzeugend aber mit großartigen Darstellerinnen ausgestattet.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 6.7/10 (6 votes)

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