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  • eXistenZ - Du bist das Spiel

    Thriller, Science Fiction | USA 1998
  • Originaltitel:
    eXistenZ
    Genre:
    Thriller, Science Fiction
    Deutschlandstart:
    18.11.1999
    Produktionsland:
    USA 1998
    Länge:
    93 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Auszeichnungen:
    Berlinale:  2 x nominiert | 1 x gewonnen  

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) hat ein neues Computerspiel erfunden: eXistenZ ist eine virtuelle Reise in das Reich der Psyche und wird direkt an das Nervensystem der Spieler angeschlossen. Als Allegras Erfindung sabotiert wird, muß sie mit ihrem unerfahrenen Kollegen Ted (Jude Law) flüchten. Die beiden landen in einer unheimlichen und merkwürdigen neuen Umgebung. Doch auch hier werden sie von “Anti-eXistenZialisten” verfolgt. Um zu überleben müssen sie das Ziel des Spiels erreichen. Alles geht rasend schnell. Sie dringen immer tiefer in eXistenZ ein, bis Ted seinen Realitätsverlust befürchtet und aussteigen will. Doch das Ziel ist herauszufinden, was das Ziel ist....
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • „eXistenZ“ - das ist der Name eines brandneuen Adventure Games, mit dessen Vorstellung der Film beginnt. Neben einer Gruppe erlesener Schar Spiele-Jünger ist auch Allegra Geller anwesend, die das Spiel entwickelt hat. Was zunächst wie eine "normale" Game Convention wirkt, entwickelt sich schnell zu einer verstörenden Horrorvision. Das beginnt bereits mit den obszönen Gameports aus lebendem Gewebe, die durch ein Loch in der Wirbelsäule direkt am zentralen Nervensystem des Spielers andocken.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   David Cronenberg
    Buch:   David Cronenberg  
    Musik:   Howard Shore
    Kamera:   Peter Suschitzky
    Produzent:   David Cronenberg  
      Andras Hamori  
      Robert Lantos  
    Darsteller:   Callum Keith Rennie als Hugo Carlaw  
      Sarah Polley als Merle  
      Willem Dafoe  
      Don McKellar als Yevgeny Nourish  
      Christopher Eccleston  
      Jude Law  
      Ian Holm als Kiri Vinokur  
      Jennifer Jason Leigh  
    • | USERKOMMENTARE

    • Inferno| Wo endet die Realität und beginnt das Spiel?
    • 'eXistenZ' heißt das neueste Adventure-Game der Spieledesignerin Allegra Geller, die von der Fan-Gemeinde vergöttert wird, wie ein Megastar. Die Spiele-Konsolen sind jedoch längst nicht mehr vergleichbar mit den heutigen. Gespielt wird mittels eines 'Games-Pods', einer Konsole, die aus organischem Gewebe besteht und mittels einer Nabelschnur an den 'Bioport' angeschlossen wird, der sich wiederum auf dem Rücken des Spielers befindet und direkt mit der Wirbelsäule verbunden ist. Und auch die Spiele werden nicht mehr auf dem Bildschirm ausgetragen, sondern man selbst befindet sich im Spiel - man selbst ist das Spiel. Die Realität wird ausgeschaltet, man befindet sich inmitten der viruellen Welt.
      Nach einem fehlgeschlagenen Attentat auf Allegra, verhilft Leibwächter Ted ihr zur Flucht. Doch wer hat es auf Allegras Leben abgesehen? Um Antworten zu finden, müssen die beiden in die Welt von eXistenZ eintauchen. Und schon bald wissen sie nicht mehr, ob sie sich noch in der realen Welt befinden oder nur Teil des Computerspiels selbst sind.

      David Cronenberg bleibt seinem Stil auch in "eXistenZ" treu. Kritikübung an Wissenschaft und Technik, versinnbildlicht durch den organischen Horror, der durch den Missbrauch oder die Überanspruchung bestimmter Errungenschaften entsteht. Und immer steht der menschliche Körper damit in direktem Zusammenhang. Ob Experimente mit Aphrodisiaka in "Shivers" oder Psychopharmaka in "Die Brut", die Schönheitschirurgie in "Rabid" oder der unaufhaltsame Forscherdrang in "Die Fliege". Cronenberg lässt kein Thema unberührt. "eXistenZ" ist das "Videodrome" der 90er. An Stelle des Fernseh- und Videomarktes, ist nun zeitgemäß die Computerspieleindustrie getreten. Statt dem "neuen Fleisch" ist hier die "Dämonin Allegra Geller" Dreh- und Angelpunkt.

      Gekonnt kreiert Cronenberg in seinem Film zwei Welten. Die Realität, in der Computerspiele fester Bestandteil des Alltags geworden sind. Kaum jemand ist nicht mit einem 'Bioport' ausgestattet. Die Spieledesigner sind die Ikonen der Gesellschaft. Dann gibt es die virtuelle Spielewelt. Nichts unterscheidet sie von der Wirklichkeit. Bis auf die Tatsache, dass man Sprungweise von einem Ort zum anderen wandert und Gesprächspartner stumm verharren, bis man den, vom Spielesystem geforderten, korrekten Antwortsatz auswählt. Und nicht nur Allegra und Ted werden sich mit zunehmender Verweildauer im Cyberspace immer unsicherer, ob die Realität für sie überhaupt noch existiert. Auch der Zuschauer weiß nicht, ob die mutierten Amphibien nun eine Laune der Natur oder eine Kreation aus Bits und Bytes sind.

      Wahrlich schafft es Cronenberg mit "eXistenZ" nicht, an seine früheren Meisterwerke heranzureichen. Die Idee ist vielversprechend, aber letztlich doch etwas spannungsarm umgesetzt und erreicht längst nicht die Intensionen von "Videodrome".
    • 28.01.2005 Bewertung:
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