Dienstag | 29. Mai 2012 | 06:57 Uhr
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  • FILM REVIEW | Das Böse
  • Das Böse

    Horror | USA 1979
  • | INHALTSANGABE

  • In den 70er Jahren kamen blutige Horrorfilme langsam in Mode. Roger Corman und Konsorten produzierten jeden Dreck, Hauptsache es war billig, blutig und erfolgreich. Der Trash war geboren. Einer dieser Konsorten war und ist Don Coscarelli. Der dreht auch jeden Mist, hatte aber nur mit zwei Filmen und deren Fortsetzungen Erfolg.

    Der eine Film ist das 1982er Fantasymärchen "Beastmaster", ein kruder Mix aus "Conan", "Gor" und "Die Wüste lebt". Der andere ist der 1979er Horrorfilm "Das Böse". Und "Das Böse" macht eine Ausnahme: billig, blutig und...mit einer gar nicht dummen Story. Entstanden ist ein kleiner, kruder, schweißtreibender Horrorthriller, der bislang drei Fortsetzungen fand.

    Die Hauptfiguren sind Mike (Michael Baldwin) und Jody (Bill Thornbury), zwei Brüder die in einer Kleinstadt irgendwo im amerikanischen Mittelwesten leben. Ihre Eltern sind bei einem seltsamen Autounfall gestorben und so beginnt der Film auch mit deren Begräbnis. Mike bleibt sehr lange am Grab, bis sich spät in der Nacht ein Leichenwagen nähert. Mike versteckt sich und muss mit ansehen, wie ein riesiger Mann (Angus Scrimm) die Särge mit den Leichen seiner Eltern stiehlt.

    Mike folgt ihm zur Leichenhalle und kommt dem Geheimnis des "großen Mannes", des "Tall Man" auf die Schliche. Es ist ein Außerirdischer, der in der Leichenhalle das Tor zu seiner Welt geöffnet hat. Von hier aus presst er die Toten in kleine, kuttentragende Monsterkörper, die er auf seiner Welt als Arbeitssklaven missbraucht. Natürlich will niemand Mike diese Geschichte glauben, weder sein Bruder Jody, noch sein Freund, der Eisverkäufer Reggie (Reggie Bannister).

    Doch dann beginnen sich in der Stadt die seltsamen Todesfälle zu häufen und irgendwer trachtet Mike nach dem Leben. Jody beginnt nachzuforschen, und muss auch mit dem Leben bezahlen. Daraufhin schleichen sich Mike und Reggie in die Leichenhalle und schließen das Tor. Doch so leicht ist der "große Mann" nicht zu besiegen. In der Nacht kommt er zu Mike, und versucht ihn zu töten.
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      • | FILMKRITIK

      • Auch wenn "Das Böse" eigentlich kaum Logik besitzt und von der Story her nur zu verwirrtem Kopfschütteln führt, so besitzt er doch einen starken Billigcharme, viel Atmosphäre und hält den Spannungsbogen von Anfang bis Ende enorm hoch. Dass "Das Böse" so unverständlich ist, dürfte jedoch auch daran liegen, dass in der erlaubten deutschen Fassung mehr als 15 Minuten fehlen, was man nicht nur an Schnitten, sondern auch an einfachen Storybrüchen merkt.

        Beispiel: Jody macht sich auf die Jagd nach dem "großen Mann". In der ungeschnittenen Fassung sieht man, wie sein Wagen von dem Leichenwagen über eine Böschung abgedrängt wird, sich überschlägt und schließlich explodiert. In der geschnittenen Version steht Jody mit geladenem Gewehr auf einem Hügel vor seinem Auto. Schnitt. Reggie erzählt Mike, dass Jody bei einem Autounfall starb und nicht vom "großen Mann" geholt wurde.
      • | FAZIT

      • Ein atmosphärisch gut gelungener und spannender Film mit einer großen Portion Billigcharme. Nur für Horrorfreunde ein Muss.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

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