Obwohl James Gregorys bester Freund in Kindertagen ein Afrikaner war und er daher fließend Xhosa spricht, verhält sich der weiße Gefängniswärter nicht weniger rassistisch als seine Kollegen, als er 1968, inmitten des Apartheidregimes in Südfafrika, einen besonderen Dienst antritt: Auf der Gefängnisinsel Robben Island ist er für den Gefangenen Nelson Mandela zuständig. Doch je besser er den Leader des African National Congress (ANC) , Lichtgestalt der Anti-Apartheidsbewegung, kennenlernt, desto mehr gerät sein vorgefertigtes Weltbild ins Wanken.
Vom Verfechter der Apartheid wird der Gefängniswärter zunächst zum stillen Sympathisanten, bis schließlich auch seine Vorgesetzten merken, auf welcher Seite Gregory wirklich steht. „Goodbye Bafana“ steckt voller guter Intentionen. Siebzehn Jahre nach Ende des Apartheidregimes, nach der Freilassung Nelson Mandelas am 11.Februar 1990, zeigt Regisseur Bille August die ungerechten, grausamen Seiten der Rassentrennung - und mit James Gregory ein Beispiel für den Sinneswandel, der im Südafrika der 80er Jahre auch bei manchen Mitgliedern der Führungsschicht langsam eintrat.
Wertung:
| FILMKRITIK
James Gregorys Wandlung vom Saulus zum Paulus ist es, die der dänische Regisseur Bille August („Das Geisterhaus“, Fräulein Smillas Gesprü für Schnee“) in „Goodbye Bafana“ inszeniert, den der Regisseur auf der 57. Berlinale vorstellte. Vom Verfechter der Apartheid wird der Gefängniswärter zunächst zum stillen Sympathisanten, bis schließlich auch seine Vorgesetzten merken, auf welcher Seite Gregory wirklich steht.