Jan de Bont, der Regisseur des Actionreißers „Speed“, versucht sich in einem gänzlich anderen Genre: Dr. David Marrow (Liam Neeson) und drei Versuchspersonen verbringen eine Nacht im unheimlichen Hill House. Angeblich geht es dabei um die Erforschung von Schlafstörungen, in Wirklichkeit jedoch ist der gute Doktor auf der Suche nach den Mechanismen der Angst.
Die furchterregende Umgebung in Kombination mit berechnend eingestreuten Andeutungen über die dunkle Vergangenheit des Ortes sollen den Boden bereiten für eine kollektive Hysterie, die sich immer weiter hochschaukelt. Leider kalkuliert der Wissenschaftler nicht ein, dass alte gruselige Gemäuer so ihre Macken haben...
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| FILMKRITIK
Die Story dieses Streifens ist trivial und alles andere als neu, dasselbe gilt für die Charaktere. Eigentlicher Star ist das schlossähnliche Haus des Schreckens, das bis ins letzte Detail durchgestaltet wurde. Die schaurige Atmosphäre, die es erzeugt, trägt den ganzen Film. Klassischer Gothic Horror, der vor allem eins zeigt: eine gute Ausstattung ist schon die halbe Miete.
Der eigentliche Spuk indessen ist eher etwas zahm geraten, lediglich das Showdown mit dem Erscheinen des bösen Geistes und anschließender Höllenfahrt kommt richtig gut... wenn auch Anleihen bei „Hellraiser“ und einigen anderen Vorbildern kaum zu übersehen sind.
Die Leistungen der Schauspieler sind eher Mittelmaß. „Das Geisterschloss“ ist kein origineller Film und nur mäßig zum Fürchten, es lebt einzig von seinem Gothic Feeling. Zu genießen gibt es hier vor allem die tollen Bauten, Kamera und Beleuchtung sind ebenfalls sehr gut. Unter dem Strich aber eher enttäuschend.
| FAZIT
Enttäuschendes Mittelmaß, nur die klassische Gothic-Horror-Ausstattung ist gelungen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung