Dienstag | 29. Mai 2012 | 17:27 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Alex, ein Verlierer, der vor Gaunereien nicht zurückschreckt, der nichts an sich ranlässt, landet in einer Behinderten-WG – er erhofft sich einen Job im Behindertentheaterprojekt und ein Versteck vor bösen Rockern, denen er eine Menge Geld schuldet. Der Herumtreiber, der sich als Epileptiker ausgibt, trifft auf die unschuldigen Behinderten – einer der Bewohnerinnen erteilt er Unterricht in Sachen Sex, einen anderen, weltangeekelten MS-Kranken heilt er von seinen Selbstmordabsichten. Und auch Alex öffnet sich für andere – und kann wieder seinen geliebten Finnischen Tango spielen.
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    • | KURZKRITIK

    • Produzent Eike Besuden hat Erfahrungen mit Behindertenprojekten: auch „Verrückt nach Paris“ stammt von ihm. Zu den Behinderten – die per se frisch und unmittelbar spielen, selbstironisch und authentisch – kommen hier mit Christoph Bach und Fabian Busch zwei der besten deutschen Schauspieler. Die in einer charmanten Geschichte voller märchenhafter Momente spielen, bei der es nie Zweifel am Happy End gibt. Eine Geschichte vom Wandel zum Besseren, die sich nicht mit politisch korrekten Sentimentalitäten aufhält, sondern schlicht das Besondere im sogenannten benachteiligten Menschen heraushebt.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Behinderte im Film strahlen immer eine besondere Authentizität aus, sie können wunderbar sich selbst fiktionalisieren und auf eine so wunderbar selbstironische Weise political incorrect sein, dass es eine Lust ist, da mitzulachen (und nicht etwa gegen sie). Das kann in Grotesken sein wie bei Christoph Schlingensief oder in einem lebensbejahenden Roadmovie wie „Verrückt nach Paris“, in dem behinderte Darsteller veritable Schauspielstars wie Dominique Horwitz oder Corinna Harfouch glatt an die Wand spielen. Vom selben Produzenten stammt nun „Finnischer Tango“ unter der Regie von Buket Alakus, die bekannt und Grimme-ausgezeichnet wurde mit dem Film „Eine andere Liga“ über eine türkische Fußballerin mit Brustkrebs, ein Film, der an den eigenen Klischees erstickt. Der aber fürs Fernsehen doch gut funktioniert. Etwas mehr Kino bietet nun „Finnischer Tango“, ein – wenn auch mit Abstrichen – weit besserer Film. Was nicht nur an den behinderten Schauspielern liegt.
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    • | VIDEOS ZUM FILM

    • Finnischer Tango: Trailer

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Buket Alakus
    Buch:   Jan Berger als Writer  
      Markus Hertneck als Writer  
    Musik:   Steffen Kahles
      Christoph Blaser
    Kamera:   Daniela Knapp
    Produzent:   Eike Besuden als Producer  
    Darsteller:   Christoph Bach als Alex  
      Mira Bartuschek als Lotte  
      Fabian Busch als Rudolph  
      Nele Winkler als Marylin  
      Michael Schumacher als Clark  
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