Regisseur Sydney Pollack und Hauptdarsteller Robert Redford vertraten ähnliche politische Meinungen. Und so kam dieser Polit-Thriller zustande, in dem es um interne Machenschaften bei der CIA geht. „Sandkastenspiele“ als Kriegsvorbereitung, bei denen Unbeteiligte ihr Leben verlieren. Die damalige Nähe zu ’Watergate’ und der in unserer Zeit geführte Irak-Krieg um Öl verleihen dem Film eine fast zeitlose Bedeutung. Die langen Dialoge erschienen damals (1975) wohl notwendig, um das Thema klar rüberzubringen. Dafür entschädigt aber die offene Liebesbeziehung zwischen dem Helden und der wunderschönen, blutjungen Faye Dunaway. Es gelingt mit langer Kameraeinstellung, vielen ruhigen Phasen und auch hitchcockmäßigen Erschreckern eine spannungsgeladene Atmosphäre herzustellen.
Der Film hat einen wirklich großartigen Anfang und verpufft dann leider in langatmigem und undurchsichtigem Geplenkel. Robert Redfort auf der Flucht vor den eigenen CIA-Kollegen, das genreübliche "Wem kann man trauen, wer spielt welches Spiel?", viele Nebenfiguren, deren Bedeutung und Absichten bestenfalls nur grob angerissen werden, eine eingestreute hanebüchene Lovestory, eine halbgare, unbefriedigende und billige Auflösung und hinten dran gebastelt noch ein offenes Ende - das alles mag ja 1975 noch so manchen Zuschauer vor dem Einschlafen bewahrt haben, aber für mich bleibt aus meiner heutigen Sicht an positiven Merkmalen leider nur noch der "USA der 70er Jahre"-Flair, den ich sehr liebe, und eben der wirklich sehr starke und sehr gut inszenierte Anfang zu vermerken.
18.03.2007
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