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    Drama, Kriegsfilm, Historie | Japan 2005
  • Originaltitel:
    Baruto no gakuen | The Ode to Joy
    Genre:
    Drama, Kriegsfilm, Historie
    Deutschlandstart:
    12.07.2007
    Produktionsland:
    Japan 2005
    Verleih:
    Buena Vista International
    Länge:
    135 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • 1914, inmitten des Ersten Weltkrieges. Rund 4.700 Deutsche werden von den japanischen Heertruppen im chinesisches Qingdao gefangen genommen und als Kriegsgefangene ins japanische Bando Camp nahe Naruto City gebracht. Lagerführer Toyohisa Matsue (KEN MATSUDAIRA), ein Gerechtigkeit liebender Militär, will für Ruhe und Frieden zwischen den Einheimischen und den fremden Europäern sorgen und gewährt den Kriegsgefangenen deshalb viele Freiheiten wie die Herstellung einer eigenen Zeitung oder das Musizieren auf Instrumenten. Das Camp galt daher als das "Paradies für Kriegsgefangene". Als im Jahre 1918 der erste Weltkrieg für die Deutschen verloren und ihr Heimatland zerstört war, verlieren die deutschen Kriegsgefangenen fernab in Japan jede Hoffnung auf eine Rückkehr. Generalmajor Kurt Heinrich (BRUNO GANZ) kennt nur einen Ausweg: Selbstmord. Doch Lagerführer Toyohisa Matsue gelingt es, den gebrochenen Mann davon zu überzeugen, dass nur er seine Leute sicher in ihr Heimatland zurückbringen kann...
    •  
    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Masanobu Deme
    Buch:   Motomu Furuta  
    Musik:   Shinichiro Ikebe
    Kamera:   Kazutami Hara
    Produzent:   Michael Schwarz als Producer  
      Yusuke Okada als Executive Producer  
      Kinya Miyagawa als Executive Producer  
    Darsteller:   Suzuka Ohgo als Shio  
      Etsuko Ichihara als Sue  
      Hiroshi Katsuno als Shimada  
      Eiji Bando als Nango  
      Mitsuru Hirata als Umatsu  
      Ken Matsudaira als Matsue  
      Isolde Barth als Marlene  
      Hiroshi Abe als Iko  
      Bruno Ganz als Kurt Heinrich  
      Ren Osugi als Kuroda  
      Shinobu Nakayama als Matsu  
      Shigeru Izumiya als Tada  
      Jun Kunimura als Takagi  
      Shiro Mifune als Matsues Vater  
      Henry Arnold als Daniel Hansen  
      Kostja Ullmann als Hermann Lake  
      Oliver Bootz als Carl Baum  
      Reiko Takashima als Utako  
      Ingolf Erik Boltz als Gerhardt  
    • | USERKOMMENTARE

    • Comen| eine sehenswerte Vermittlung von Geschichte
    • Der Film kam im Juni 2006 in Japan in die Kinos und ich hätte ihn auch so gerne geschaut! Nur musste ich nach meinem einjährigen Aufenthalt in Japan wieder nach Hause fahren. Dieses Jahr im März war ich wieder für zwei Wochen in Japan unterwegs und konnte die Deluxe DVD Box von "Baruto no Gakuen" (Der Originaltitel heißt übersetzt nichts anderes als "die bärtige Schule" nun ja...) ergattern. Seitdem habe ich den Film bereits mehrmals auch mit Freunden gesehen und für gut und sehenswert befunden.

      Sehenswert ist er vor allem wegen der Darstellung des Kriegsgefangenlagers Bando und der verschiedenen deutschen Gefangenen und ihren Geschichten. Aber auch die einzelnen japanischen Figuren habe Tiefe. Der japanische Kommandeur mit seiner Kindheitsgeschichte, die erklärt warum er so zuvorkommend ist oder aber sein Diener der sich mit den Deutschen gar nicht anfreunden kann, weil sein Sohn im Kampf um Tsingtau gefallen ist.

      Die Figur, die leider am schlechtesten gelungen ist, ist der deutsche Kommandant, dargestellt von Bruno Ganz. Es scheint, er habe noch nicht ganz aus seiner Rolle des Hitler herausgefunden. Die gebrüllten Tiraden erinnern doch allzu sehr an eine gewisse Person. Aber vielleicht war die Figur auch nicht anders oder besser umzusetzen? Immerhin spielt er einen Untertanen-Deutschen, der sich schleßlich selbst erschießen will, weil er es nicht wahrhaben will, dass der Kaiser sein Deutsches Reich im Stich gelassen hat.

      Der Film erzählt aber eigentlich noch eine ganz andere Geschichte: Und zwar wie Beethovens 9. Sinfonie nach Japan kam. Historischer Fakt ist, dass die Lagerinsassen aus Dankbarkeit an die freundliche Aufnahme durch die Landbevölkerung ein Abschlusskonzert gaben, bei dem eben die 9.Sinfonie gespielt wurde. (Der Chorsatz wurde für einen reinen Männerchor umgeschrieben.)
      Seitdem wird jedes Jahr am Silvester die 9.Sinfonie in Japan aufgeführt und auch im Fernsehen übetragen. Dabei wird natürlich deutsch gesungen! Sozusagen "The same procedure as every year" für die Japaner.

      Ich bin froh, dass der Film nun auch endlich seinen Sprung nach Deutschland geschafft hat und hoffe, dass durch die Synchro nicht zu viel verloren geht (was allerdings kaum zu befürchten ist, da auch im japanischen Original ser viel deutsch gesprochen wird.). Ein Film der zeigt, dass Völkerverständigung auch und gerade in Kriegszeiten unerlässlich ist.
      Unbedingt ansehen!!
    • 22.06.2007 Bewertung:
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