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  • Camille Claudel

    Drama | Frankreich 1988
  • Originaltitel:
    Camille Claudel
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    Frankreich 1988
    Länge:
    173 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Auszeichnungen:
    Berlinale:  2 x nominiert | 1 x gewonnen   Oscars: 2 x nominiert   Golden Globe: 1 x nominiert  

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    • | KURZINHALT

    • Frankreich, 19. Jahrhundert. Der Bildhauer Auguste Rodin (Gérard Depardieu) ist ein gefeierter Künstler seines Metiers. Doch während er breite Anerkennung findet, erkennt niemand das Talent seiner Muse und Geliebten Camille Claudel (Isabelle Adjani) an. Die Gesellschaft verbietet ihr als Frau eine künstlerische Eigenständigkeit zu wahren, und so muss Camille immer wieder gegen Vorurteile und Verachtung ankämpfen. Doch auch Rodin lässt sie immer wieder fallen. Camille beginnt zu trinken und wird zunehmend depressiv. In einem Anfall selbstzerstörerischer Raserei schlägt sie eines Tages in ihrem Atelier alles kurz und klein...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Bruno Nuytten
    Buch:   Bruno Nuytten  
      Marilyn Goldin  
    Darsteller:   Isabelle Adjani  
      Gerard Depardieu  
      Laurent Greville  
      Alain Cuny  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Die große Muse
    • Ein eindrucksvolles Porträt einer vergessenen Bildhauerin, die unter dem Schatten vom großen Rodin (Gérard Depardieu) völlig untergegangen ist. Anfänglich als Muse gedacht, entwickelte sie sich zur eigenständigen Künstlerin. Isabelle Adjani verleiht der Figur einen beeindruckenden Ausdruck. Sie leidet wie ein Tier, ist bockig-trotzig wie ein kleines Kind, emotional aufbrausend und schafft wirklich Großes. Ungeachtet ihrer eigenständigen künstlerischen Fähigkeiten ist sie eine starke Frau gewesen, die an der Hoffnungslosigkeit ihrer Liebe zum großen Meister und an der fehlenden gesellschaftlichen Anerkennung gescheitert ist. So wandelte sich der Frust langsam in Wahnsinn. Es wird aber auch deutlich, dass sie sozial nicht so kompatibel wie Rodin war. In mancher Hinsicht mutet Camille sogar modern an. Sie kommt mal als Clown, mal als ausgeflipptes Frauenzimmer daher. Und ihre Plastiken? Die, die wir im Film sehen, können durchaus neben denen des Übervaters bestehen. Sie sind weniger glatt, dafür zerrissener, aufschreiender oder anklagender. Die stellt sich natürlich niemand in den Salon.
      Außerdem ist es auch ein Psychogramm einer Frau, die, obwohl äußerlich selbstbewusst und eigenständig, innerlich zart und verletzlich bleibt. Und so war es damals im Leben vielleicht wie heute unter den beiden Titelhelden: neben dieser Leistung der Adjani verblasst sogar die des großen Depardieu im Film.
    • 19.09.2011 Bewertung:
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