Dienstag | 29. Mai 2012 | 01:40 Uhr
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  • FILM REVIEW | Der Wixxer
  • Der Wixxer

    Komödie | Deutschland 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Die beiden ostdeutschen Touristen Doris Dubinsky (Anke Engelke) und Dieter Dubinsky (Olli Dittrich) wollen London bereisen, verirren sich aber in den Wald von Blackwhite Castle, einem der letzten schwarzweißen Schlösser Großbritanniens. Dort wird Dieter Augenzeuge des Mordes an dem "Mönch mit der Peitsche" und seine Frau wird entführt. Nun kommen Scotland Yard sowie die Inspektoren Very Long (Bastian Pastewka) und Even Longer (Oliver Kalkhofe) ins Spiel, die den Fall aufklären wollen. Wie sich nach einer Untersuchung des Tatortes schnell herausstellt, ist der Täter der Wixxer, ein Verbrecher, der bereits länger schon sein Unwesen treibt. Chief Inspector Even Longer ist dem mit Totenkopfmaske herumlaufenden Verbrecher schon seit einiger Zeit auf der Spur, hat vorigen Dienstag sogar seinen ehemaligen Kollegen Rather Short (Thomas Heinze) an ihn verloren. Ein wichtiges Ziel für die Untersuchungen ist schließlich das vom Herrn der Londoner Unterwelt, Earl of Cockwood (Tomas Fritsch), bewohnte Blackwhite Castle, wo dieser vorgibt, eine Mopszucht zu betreiben. Dass er allerdings viel finsterere Pläne schmiedet, finden die Inspektoren Long und Longer schnell heraus und sehen sich alsbald einer Übermacht von Verbrechern entgegengestellt.
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      • | FILMKRITIK

      • Eine deutsche Comedy-Produktion mit hochkarätiger Starbesetzung weckt große Erwartungen. Oliver Kalkhofe, Anke Engelke, Bastian Pastewka, Günther Jauch und viele Andere locken ins Kino. Eine flache Story, sich wiederholende Gags und eingezwängte Schauspieler treiben wieder an die Frischluft. Der Film zielt weit unter die Gürtellinie und trifft noch tiefer. Dabei sind es nicht die albernen Witze, welche dem Film schaden, da diese immer noch für viele Lacher sorgen. Es ist einfach die Unvollständigkeit, welche den Film zeichnet. Wahllos austauschbare, aneinandergereihte Szenen lassen an Spannung zu wünschen übrig. Immer wieder zeigen sich sorgfältig Vorbereitete Gags, welche dann nicht ausgereizt werden. Lord Cockwoods Söhne bereiten einen Mechanismus vor, um die Gefangenen Long und Longer hinzurichten - aus Dominosteinen, Schallplatten, Hundefutter und vielem mehr. Als er dann in Gang gesetzt wird, bleibt dessen Funktion dem Zuschauer vorenthalten und Lord Cockwood erhält eine Musicaleinlage. Christoph Maria Herbst bekommt als Butler Hatler (mit Hitlerbärtchen) kaum Gelegenheit aufzutreten und auch die anderen Schauspieler sind überraschend flach und witzlos. Pastewka und Kalkhofe wirken eher verwirrt als schauspielernd und es entsteht der Eindruck, als sei der Film aus den Takeouts zusammengeschnitten.

        Dennoch findet sich auch erfreuliches in "Der Wixxer". So hat der Bitterfelder Dieter Dubinsky seiner Frau Doris blühende Landschaften in London versprochen, findet sich aber im schwarzweiß gefilmten Blackwhite Castle wieder. Die Namen Doris und Dieter sind vielleicht auch noch am lustigsten, weil sie ihren Witz nicht allzu plakativ, sondern eher unterschwellig tragen. Lord Cockwood oder Ms. Drycunt dürften einem britischen Zuschauer schon übel aufstoßen und wenn dann Mrs. Pennymarket dazukommt hat sich der Namenswitz bereits ausgekostet. Immerhin - sie wurde wegen der Möpse bei Lord Cockwood angestellt. Die Möpse - sie werden aufgeblasen, gemolken und dienen eigentlich immer nur als Alibi, die armen Dinger (Um das zu verstehen empfiehlt es sich, vielleicht doch den Film zu sehen).

        Ich weiß nicht, wie Fans von Edgar Wallace den Film aufnehmen, doch natürlich zeigen sich in "Der Wixxer" zahlreiche komische Referenzen auch auf andere deutsche und internationale Produktionen. Auf einer von Blackwood einberufenen Konferenz der Londoner Verbrecher zeigt sich sogar Kermit, allerdings wird er dann bei Günther Jauch erschossen. So ist denn "Der Wixxer" vielleicht einfach als groß aufgelegte Ausgabe der Wochenshow zu betrachten. Auch wenn hier Anke Engelke und Bastian Pastewka durch ihre darstellerischen Fähigkeiten weit mehr überzeugt haben. Letztlich ist der Film gegenüber seinen Vorlagen wunderbar respektlos, gegenüber seinen Darstellern leider aber auch.
      • | FAZIT

      • Teilweise sehr witzige Gags und die namhafte Besetzung tragen eine sonst etwas unausgereifte Produktion.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 5.0/10 (9 votes)

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