Dienstag | 29. Mai 2012 | 01:41 Uhr
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  • FILM REVIEW | Ein Sommernachtstraum
  • Ein Sommernachtstraum

    Drama | USA 1999
  • | INHALTSANGABE

  • In einem nicht näher definierten Land in einer nicht näher definierten Zeit: Lysander (Dominic West) liebt Hermia (Anna Friel). Die ist jedoch Demetrius (Christian Bale) versprochen und Hermias Vater Egeus (Bernard Hill) will von seinem Versprechen nicht lassen. So ersuchen Lysander und Hermia den Fürsten Theseus (David Strathairn) um Rat. Der hat jedoch selber Stress mit seiner Flamme Hippolytha (Sophie Marceau): Soll er sie heiraten oder nicht? Da er den Willen des Vaters nicht ändern kann, verfügt er, dass Hermia Demetrius heiraten muss.

    Daraufhin beschließen Lysander und Hermia zu fliehen. Nur Hermias gute Freundin Helena (Carlista Flockheart) weihen sie in ihren Plan ein. Die frohlockt, so liebt sie doch Demetrius über alles. Demetrius bekommt jedoch Wind von den Fluchtplänen und so folgt er seiner zukünftigen Braut in den dunklen Wald. Helena bleibt ihm jedoch auf den Fersen, gesteht ihm ihre Liebe, wird jedoch zurückgewiesen.

    Zur selben Zeit versucht eine kleine Schauspieltruppe unter der Leitung des poetischen Weiberhelden Nick Bottom (Kevin Kline) im Wald ein Stück einzuproben, das sie auf dem großen Fest des Fürsten am nächsten Tag aufführen wollen. Jedoch werden sie von den Feen und Fabelwesen des Waldes gestört. So spielt der gehörnte Puck (Stanley Tucci) Nick einen Streich und verwandelt ihn in einen Esel. Nicks Freunde geben daraufhin Fersengeld.

    Von seinem Herrn Oberon (Rupert Everett) bekommt Puck mehrere Befehle. Zum einen soll er seiner angebeteten Titania (Michelle Pfeiffer), der Fee der Schönheit, ein Mittel verpassen, das dafür sorgt, dass sie sich in den ersten Mann verliebt, den sie nach dem Erwachen zu Gesicht bekommt, zum anderen soll er selbiges Mittel auch Demetrius verpassen, damit dieser sich in Helena verguckt und das Gezeter zwischen den Liebenden im Wald endlich vorbei ist.

    Dummerweise ist Puck etwas ungeschickt. Zum einen bekommt Titania nach dem Mittagsschlaf als ersten den eselsgesichtigen Nick Bottom vor die Augen, zum anderen verwechselt er Lysander und Demetrius, so dass plötzlich Lysander hinter Helena her ist und Hermia ein freundliches "Ich hasse Dich!" an den Kopf wirft. Puck hat nun alle Hände voll zu tun, das Geschehene wieder rückgängig zu machen.
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      • | FILMKRITIK

      • Dank seiner visuellen Stärke gelingt es dem Film "Ein Sommernachtstraum" aus dem schier unerschöpflichen Gros der Shakespeare-Verfilmungen der letzten Jahre herauszustechen. Tricktechnisch und ausstattungsmäßig hat der Film wirklich was drauf. So wird die Welt der Feen und Unterweltler sehr detailliert gezeigt und unterstreicht so den sehr poetischen und feinsinnigen Ton der Vorlage, der glücklicherweise in der Verfilmung im Vordergrund steht.

        Fast die gesamte Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Nur Sophie Marceau, die eigentlich nur lächeln darf, sowie Michelle Pfeiffer als Feenkönigin bleiben ausgesprochen blass. Dagegen steht ein grandioser Kevin Kline, ein äußerst schelmischer Stanley Tucci dem die Rolle des Puck auf den Leib geschrieben scheint und eine wirklich göttliche Carlista Flockheart, die beweist, dass sie nicht nur Ally McBeal spielen kann.

        Für eine Komödie ist der Film jedoch teilweise wesentlich anstrengender als die meisten Shakespeare-Dramen, so kann man jedoch auch dank der sehr poetisch-romantischen Atmosphäre den Film/das Stück auch wesentlich stärker interpretieren.
      • | FAZIT

      • Ein insgesamt sehr anspruchsvoller, aber auch sehr unterhaltsamer und schöner Film.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 1.0/10 (1 vote)

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