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  • Persepolis

    Drama, Zeichentrick | Frankreich 2007
  • Originaltitel:
    Persepolis
    Genre:
    Drama, Zeichentrick
    Deutschlandstart:
    22.11.2007
    USA Kinostart:
    25.12.2007
    Produktionsland:
    Frankreich 2007
    Verleih:
    Prokino
    Studio:
    Sony Classic
    Bilformat:
    1,85:1
    Tonformat:
    Dolby Digital
    Länge:
    98 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.persepolis-derfilm.de
    Auszeichnungen:
    Oscars: 1 x nominiert   Golden Globe: 1 x nominiert   BAFTA: 2 x nominiert  

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    • | KURZINHALT

    • Die in Frankreich lebende Iranerin Marjane Satrapi erzählt in dem Zeichentrickfilm ihre Kindheit und Jugend in Teheran vor, während und nach der islamischen Revolution. Das rebellische Mädchen schwärmt für Punkmusik und trägt nicht gern das obligatorische Kopftuch. Nach Jahren in Wien findet sich die junge Frau in ihrer Heimat nicht mehr zurecht. "Persepolis" verbindet iranische Zeitgeschichte mit den persönlichen Erlebnissen eines Mädchens, das nicht nach seiner Meinung gefragt wurde, aber eine Menge zu sagen hat.
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    • | KURZKRITIK

    • "Persepolis" ist wie die gleichnamigen Comics von Marjane Satrapi in Schwarz-Weiß gezeichnet. Die anachronistisch wirkende 2D-Animation entwickelt sich in Verbindung mit sprachlicher Ausdruckskraft und guter Musikauswahl zu einem mitreißenden Drama. Frei von falschen Rücksichten werden die iranische Gesellschaft und eine freiheitsliebende Teheraner Familie porträtiert. Ein Film zum Staunen über das kreative Potenzial der Schwarz-Weiß-Animation, die überraschend gut zu ihrem ungewöhnlichen Inhalt passt. Trotz der Thematik von Leid, Unterdrückung und Krieg verliert Satrapi nicht den erzählerischen Humor und den Blick für witzige Einzelheiten.
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • „Persepolis“ erhielt in Cannes 2007 den Preis der Jury und wurde als Abschlussfilm für das New Yorker Filmfestival ausgewählt. Der traditionelle 2D-Comic ist, mit wenigen kurzen Ausnahmen, in Schwarz-Weiß gezeichnet. Persepolis“ wirkt wie ein modernes Märchen: modern wegen der kreativen Frische und dem erzählerischen Humor, märchenhaft wegen der anachronistischen Zeichnungen, die die Fantasie beanspruchen. Der Film besticht mit seinem unprätentiösen Reichtum, der in wohltuendem Kontrast zur bunten CGI-Animation moderner Zeichentrickfilme steht.
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    • Persepolis: Trailer

    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Marjane Satrapi
      Vincent Paronnaud
    Buch:   Marjane Satrapi als Story  
      Vincent Paronnaud als Screenplay  
    Musik:   Olivier Bernet
    Produzent:   Kathleen Kennedy als Executive Producer  
      Marc Jousset als Executive Producer  
      Marc-Antoine Robert als Producer  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Die Freiheit ist farbig
    • Mit dem symbolischen Titel hat die iranische Regisseurin wohl bewusst die alte persische Hauptstadt gewählt, einen Ort, der eine bewegte Geschichte hatte: Blütezeit und Zerstörung. In klaren, holzschnittartigen Bildern erfahren wir mehr über die letzten zwei Jahrzehnte dieses lange vor unserer Zeit blühenden Landes als in allen iranischen Filmen zusammen. Eine durchaus amüsante Schilderung, über die wir gemeinsam mit liberalen Iranern lachen können. Die Sprache ist locker und frech, besonders die der kleinen Marji, eines kleinen Mädchens, das zur jungen Frau heranwächst, Erfahrungen im Ausland sammelt und zurückkehrt. Es ist eine kritische Aufarbeitung der Zeitgeschichte mit revolutionären Umstürzen (Schah, Ayatollahs etc) und sozialen Veränderungen. Hierbei wird nicht übertrieben, sondern in durchaus realistischen Szenen die jeweilige Wirklichkeit dargestellt. Und dadurch erhält der Film eine überregionale, zeitlose Bedeutung: Überleben in einem totalitären Polizeistaat. Persönliche Integrität gilt als Maxime für Marji. Und auch der liebe Gott hat seinen Auftritt ebenso wie die Beschreibung des Weihnachtsmannes als rotgekleideter Cola-Knecht.
      Die leibfeindliche Ideologie wird besonders beim Studium der darstellenden Künste lächerlich gemacht.
      Bedenkt man die Entwicklung im Nahen Osten wird der Film noch lange eine wegweisende Bedeutung behalten. Nicht nur als Entwicklungs- und Bildungsfilm oder als Appell für Zivilcourage sondern auch als Beispiel eines Integrationsversuches in einer globalen Welt.
      Als Kontrast sind die wenigen Darstellungen von freien Gesellschaftsformen farbig, sonst herrscht knallhartes s/w. Den muss man einfach gesehen haben!
    • 20.06.2011 Bewertung:
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    • | TV-TERMINE

      TitelSenderTermin
      Persepolis   ARD EinsFestival 15.06.2012 um 20:15 
      Persepolis   ARD EinsFestival 16.06.2012 um 01:35 
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    Wertung: 9.0/10 (1 vote)

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