Dienstag | 29. Mai 2012 | 13:45 Uhr
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  • FILM REVIEW | Geboren am 4. Juli
  • Geboren am 4. Juli

    Klassiker, Drama | USA 1989
  • | INHALTSANGABE

  • Nach "Top Gun" war es eigentlich verwunderlich, dass Tom Cruise nicht nur noch Actionrollen angeboten wurden. Stattdessen durfte er zum oscarnominierten Charakterdarsteller mutieren, der jedoch wegen seiner zweifelhaften Rolle in der Sciencetology-Sekte immer wieder in Frage gestellt wird. Eine seiner wichtigsten Rollen auf dem Weg zum anerkannten Kritikerliebling ist die des Ron Kovic in "Geboren am 4.Juli", dem zweiten Teil von Oliver Stones Vietnam-Trilogie nach "Platoon".

    Jung, idealistisch, treu zur Flagge stehend - und absolut naiv. Ron Kovic stellt sich den Vietnamkrieg wie ein Abenteuer für Helden vor, als er sich freiwillig für den Kriegsdienst meldet. Dafür verlässt er seine Freundin Donna (Kyra Sedgwick) und beendet seine Schulzeit. Doch in Vietnam muss er bald erkennen, dass er im Irrtum war.

    Er erlebt die Hölle auf Erden, sieht seine Kameraden auf dem Schlachtfeld sterben und den Meuchelmord an den unschuldigen Bewohnern eines Dorfes. Dann wird er schwer verwundet. Gelähmt kehrt Kovic zurück nach Hause und wird als Kriegsheld gefeiert. Doch er hat mit dem Leben abgeschlossen. Von seinen Freunden und auch von seinen Eltern fühlt er sich verspottet.

    In dieser unerträglichen Situation wird er vollkommen zum Außenseiter. Eines Tages verschwindet er aus seiner Heimatstadt in der Hoffnung, bald sterben zu können. In Mexiko lernt er den ebenfalls gelähmten Veteranen Charlie (Willem Dafoe) kennen, der dort sein Leben mit Alkohol und Prostituierten verbringt. Nachdem Ron dasselbe Spiel eine Zeit lang mitgemacht hat, kehrt er mit neuem Lebenswillen zurück und wird zum erklärten Kriegsgegner.
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      • | FILMKRITIK

      • Oliver Stone beschreibt die Folgen des Vietnamkrieges als tragische Zerstörung eines Lebens und den Krieg selber als einen Alptraum ohne Erwachen. Der Lohn bestand aus sieben Oscarnominierungen und zwei gewonnenen Trophäen - die eine für Regisseur Stone, die andere für den besten Schnitt - und den erwarteten Protesten der Veteranenverbände gegen den Film. Die meinten, dass der Film ihren Ehrenkrieg verunglimpfe und den Staat beleidige.

        Seltsam, dass sich gerade die Leute darüber aufregen, die im Krieg gekämpft haben. Sich aufregen über den Film eines Mannes, der den Schrecken des Krieges auch selber erlebt hat. Besonders beeindruckt Tom Cruise (Oscarnominierung) als gelähmter, von der Welt enttäuschter Ex-GI. In kleinen Nebenrollen agieren Tom Berenger, Frank Whaley, Stephen Baldwin, Tom Sizemore, James LeGros, Ed Lauter, Lili Taylor, Michael Wincott und Stone selber als Reporter.
      • | FAZIT

      • Ein gelungener Anti-Kriegsfilm mit einem beeindruckenden Tom Cruise in der Hauptrolle.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

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