Dienstag | 29. Mai 2012 | 13:59 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Mladen führt ein glückliches Familienleben mit Frau und Kind in Belgrad. Doch dann wird bei seinem Sohn ein Herzfehler diagnostiziert. Wenn das Kind nicht bald in Berlin operiert wird, muss es sterben. Die Eltern können die 26.000 Euro für die Operation nicht aufbringen, und bitten in einer Zeitungsannonce um Spenden. Es meldet sich ein Unbekannter, der für die Summe eine einzige Gegenleistung verlangt: Mladen soll einen Mann erschießen. Der Vater gerät in einen unlösbaren Gewissenskonflikt, in den er nicht einmal seine Frau einweiht.
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    • | KURZKRITIK

    • Das Psychodrama des serbischen Regisseurs Srdan Golubovic kreist um die Frage, unter welchen Bedingungen ein Mensch bereit ist, zu töten. Sie ist Zentrum der beklemmenden Studie über eine Gesellschaft in der Krise. In stillen, grauen Bildern porträtiert "Klopka - Die Falle" die Stadt Belgrad als Ort, auf dem noch der Schatten des nahen Krieges liegt. Die Hauptfigur findet hier keinen Halt. Die Menschen scheinen zu verrohen, die Macht des Kapitals und kriminelle Geschäftemacher untergraben das Rechtsempfinden. Die Grenze zwischen Gut und Böse verwischt.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Regisseur Srdan Golubovic lässt eine rechtschaffene Familie im Belgrad der Nachkriegszeit in einen Konflikt um Leben und Tod rasseln. Angeblich geht es um die zeitlose Frage, ob unter bestimmten Umständen ein guter Mensch zum Mörder werden kann. Doch ist „Klopka – Die Falle“ weniger ein fesselndes Psychodrama, sondern ein Porträt einer zerrissenen, von moralischem Verfall bedrohten Gesellschaft. Der Film tourt in diesem Jahr auf zahlreichen Festivals und gewann unter anderem auf dem goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films Wiesbaden den Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis).
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Srdjan Golubovic
    Buch:   Melina Pota Koljevic  
      Srdjan Koljevic  
    Musik:   Mario Schneider
    Kamera:   Aleksandar Ilic
    Produzent:   Laszlo Kantor  
      Jörg Rothe  
      Alexander Ris  
    Darsteller:   Marko Djurovic als Nemanja  
      Boris Isakovic als Moma  
      Vojin Cetkovic als Vlada  
      Bogdan Diklic als Dr. Lukic  
      Nebojsa Glogovac als Mladen  
      Anica Dobra als Jelena  
      Miki Manojlovic als Kosta Antic  
      Vuk Kostic als Petars Bruder  
      Natasa Ninkovic als Marija  
      Dejan Cukic als Petar Ivkovic  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Reingelegt
    • Solide gemachter Krimi mit zuschauererhaltender Spannung. Da werden die Rollen getauscht: der mafiöse Auftraggeber entpuppt sich als armes alleinstehendes Schwein und der brave übertölpelte Familienvater wird anscheinend zum brutalen Killer. Hektische Szenen wechseln mit ruhigen Passagen, die ein Nachdenken über die Situation der Eltern ermöglichen und deren Ratlosigkeit bzw. deren Gewissenskonflikte nachempfinden lassen. Dafür und für die Ehekrise gibt es viel Platz. Hier ist die Kommunikation gestört, weil er in die machohafte Emigration geht und die Frau ihm wie immer nur das Eine unterstellt. Nachdem man auf ein Happy End setzt, überrascht der Schluss und hinterlässt Fragezeichen, weil alles so schnell geht, ohne Dialog und der Zuschauer guckt von einer gottvatergleichen Position etwas distanziert zu. Es ist ein Spagat zwischen Sozial- und Mafiadrama mit leichter Tendenz zur zwischenmenschlichen Problematik. Immerhin noch erheblich über dem Durchschnitt der meisten Krimis.
    • 04.12.2010 Bewertung:
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