Dienstag | 29. Mai 2012 | 16:04 Uhr
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  • FILM REVIEW | Madame Butterfly
  • Madame Butterfly

    Musik | Frankreich 1996
  • | INHALTSANGABE

  • David Cronenberg beweist, dass seine Handschrift doch nicht nur aus anspruchsvollen Blutorgien besteht, denn auch bei „M. Butterfly“ erkennt man seinen Stil deutlich. Die Geschichte um den französischen Diplomaten Rene Gallimard (Jeremy Irons), der sich im China der 50er Jahre durch seine Geliebte in eine politische Intrige verstricken lässt, ist so krank und bizarr (also typisch Cronenberg), dass man sie eigentlich als völlig unglaubwürdig abstempeln müsste.

    Gallimard hat alles was er sich wünschen kann: Macht, Ansehen und eine schöne Frau (Barbara Sukowa). Doch sein Leben verändert sich, als er die Schauspielerin Song Liling während der Aufführung von Madame Butterfly trifft. Gallimard beginnt ein Verhältnis mit ihr, ahnt jedoch nicht, dass Song Liling es nur auf politische Geheimnisse abgesehen hat.

    Gallimard trennt sich von seiner Frau, bekommt mit Song Liling zwei Kinder und lebt sein Leben weiter. Als seine Kinder von einer chinesischen Terrorgruppe entführt werden, bekommt er als Forderung für deren Freilassung, dass er wichtige Dokumente an die Terroristen aushändigen soll.

    Jahre später steht Gallimard deswegen vor Gericht und man glaubt ihm kein Wort. Und er selbst glaubt sich eigentlich auch nicht mehr, als Song Liling gegen ihn im Zeugenstand aussagt. Sie ist in Wirklichkeit ein Mann und die Kinder waren nur untergeschoben. Gallimard landet im Gefängnis, sieht sein Leben als zerstört und begeht in einem symbolischen Akt Selbstmord.
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      • | FILMKRITIK

      • Schwierig. Soll das jetzt einer wirklich glauben? Ok, sexuelle Anziehungskraft kann zu Täuschungen der Sinne führen, aber: Ein Mann lebt mehrere Jahre mit einer Frau in einem ehelichen Verhältnis zusammen und merkt nicht, dass sie gar keine Frau ist. Doch jetzt kommt erst der Clou: Der Film basiert nämlich auf einer wahren Geschichte. Was die Franzosen doch so für Leute in der Regierung sitzen haben müssen (nichts gegen die Franzosen), verwundert doch ziemlich.

        Und so hat "M. Butterfly" eigentlich auch keine Chance, überhaupt zu überzeugen. Und das trotz eines großartigen Charakterdarstellers wie Jeremy Irons und eines Regisseurs wie David Cronenberg. Aber die Story schafft es wirklich, alles runterzuziehen. Kein Mensch kann so blöd sein und die wahre Geschichte ist bestimmt nicht ganz so wahr, wie es aussieht. Der Film ist gut gemacht, gut gespielt und trotzdem völlig lächerlich. Eigentlich seltsam.
      • | FAZIT

      • Ein gut gemachter, aber vollkommen unglaubwürdiger Film mit guten Darstellern.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

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