Flapman| Zwar nur Popcornkino, aber durchaus unterhaltsam.
Eigentlich wollte ich mir den Film garnicht erst antun, da mir auf den ersten Blick weder die stylisch zurechtgemachten Nachwuchsdarsteller noch die extreme Shaky-Cam sonderlich zusagten, aber nun muß ich doch sagen, daß ich den Film unterm Strich recht spannend und mitreißend fand.
Das Grundprinzip der Story ist nach Filmen wie "Cannibal Holocaust", "Blair Witch Project" und "Diary Of The Dead" ja ziemlich ausgetreten: Man betrachtet im Nachhinein das irgendwo gefundene, ungeschnittene und "dokumentarische" Filmmaterial von jemandem, der etwas sehr Außergewöhnliches erlebt hat - und natürlich fällt an vielen Stellen die Inszenierung der Filmemacher nur allzu deutlich auf. Wenn man darüber aber hinweg sieht und die ersten zehn belanglosen Minuten aus dem Leben amerikanischer Oberschichtenkids überstanden hat, nimmt der Film ein wirklich rasantes und packendes Tempo auf - und der dokumentarische Schein-Look funktioniert letztendlich dann doch in einigen Passagen erstaunlich gut (vom CGI-Monster mal abgesehen...).
Ein außergewöhnlicher Film, spannend erzählt und tricktechnisch sehr gut umgesetzt. Die wackelige Handkamera mag den einen oder andern stören, ist aber Teil des Konzepts. Anders als bei Bourne, wo man es völlig unnötig übertrieben hat, paßt es hier zum Geschehen und verstärkt die Dramaturgie.