Dienstag | 29. Mai 2012 | 07:21 Uhr
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  • FILM REVIEW | Meine Braut, ihr Vater und ich
  • Meine Braut, ihr Vater und ich

    Komödie | USA 2000
  • | INHALTSANGABE

  • Was für eine strahlende Familie sind die Byrnes doch. Mutter Dina (Blythe Danner) ist eine Seele von Mensch, die Kinder Pam (Teri Polo), Debbie (Nicole DeHuff) und Denny (Jon Abrahams) sind alle wohlgeraten und erfolgreich und der mittlerweile in Rente gegangene Patriarch Jack (Robert DeNiro) ist ein ehrwürdiger alternder Blumenhändler, vielleicht etwas spießig, aber der absolut dominante Herr im Haus.

    Und dann muss Greg Focker (Ben Stiller) erkennen, dass das nicht alles so ganz wahr ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auf Greg wartet ein grausames Wochenende, und er wollte doch nur bei ihrem Vater um die Hand der schönen Pam anhalten. Und nun weiß Greg Dinge, die er besser nicht wissen sollte. Zum Beispiel, dass Sohn Denny ein kleiner Kiffer ist und dass Pam einst eine sehr bizarre Beziehung Kevin(Owen Wilson), dem Schönling von Nebenan hatte.

    Das Schlimmste ist aber, dass Greg die Wahrheit über Jack herausgefunden hat, denn Jack war in Wirklichkeit ein Vernehmungsspezialist der CIA, eine Art menschlicher Lügendetektor. Und so kann Greg dem hartherzigen Jack nichts vorspielen. Denn Greg ist nicht ganz so erfolgreich. Greg ist Krankenschwester, worüber sich alle Welt lustig macht. Aber Greg liebt seinen Job. Und er und Pam leben ja schon seit Monaten zusammen, aber davon darf Jack auch nichts wissen, denn seine Moralvorstellungen haben sich in den letzten 40 Jahren nicht geändert.

    Greg versucht, sein Wissen zu verbergen und bei seinen Schwiegereltern in spe einen guten Eindruck zu machen. Doch was er auch anfasst, alles geht schief und so verdirbt er Pams Schwester Debbie die eigene Hochzeit mit dem Arzt Bob Banks (Thomas McCarthy), dessen ganze Familie ebenfalls wegen der Feier in das Haus der Byrnes geeilt ist. Als Greg auch noch Jacks über alles geliebten Hauskater Jinx vertreibt, hat der liebe Papa endgültig genug vom Freund seiner Tochter...
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      • | FILMKRITIK

      • In den USA läuft "Meet the Parents" derzeit mit beachtlichem Erfolg in den Kinos. Woran das liegt ist jedoch schwer einzuschätzen, denn wirklich Spaß macht nur die Kombination Stiller/DeNiro. Ansonsten kommt der Film nie über das Prädikat "Nett" hinaus. Familienunterhaltung eben mit ein paar guten Momenten, aber nichts wirklich außergewöhnliches.

        Familienkomödien gibt es in Hollywood wie Sand am Meer. Irgendwie fallen all diese Filme in den durchschnittlichen Bereich, was daher kommt, da gerade diese Filme meist sehr vorhersehbar sind und im Endeffekt nur mit guten Gags und Darstellern glänzen können. Auch "Meine Braut, ihr Vater und ich" fällt in diese Kategorie, so ist doch jedem wohl von Anfang an klar, was als nächstes passiert.

        So muss der Film auf sein gut aufgelegtes, sehr gegensätzliches Darstellergespann setzen, denn die Situationen, in die sich Hauptprotagonist Greg hier begibt sind auch nicht sonderlich einfallsreich. Ob er nun das Hochzeitsgeschenk in die Luft jagt, den Garten überflutet oder mit der Katze Blödsinn treibt, irgendwie wirkt dies alles ziemlich lahm und nur die Spielfreude Ben Stillers kann diese Szenen durchgehend amüsant machen.

        Der Film erinnert an die Rückblende aus "Verrückt nach Mary", in welchem der von Ben Stiller dargestellte Ted zum erstenmal in das Haus seiner Angebeteten kommt, ihre Eltern kennenlernt und allerlei Mist baut. Radikale Gags wie in diesem Film darf man hier leider nicht erwarten, denn dafür ist "Meet the Parents" zu zahm, auch wenn Ben Stiller hier im Endeffekt die gleiche Rolle wie in "Mary" spielt: einen leicht neurotischen Naivling mit dem Hang, in jedes Fettnäpfchen zu treten.

        Robert DeNiro agiert souverän wie immer, die Rolle verlangt ihm auch nicht soviel ab. Im Endeffekt muss er auch hier nur wieder den Paten aus sich herauslassen, den allmächtigen Herrscher, der allen anderen problemlos seine Meinung aufdrücken und sie unterjochen kann. Natürlich ist Jack Byrnes kein übler Mafiosi, sondern viel eher ein liebender Familienvater mit ganz eigenen Ansichten, die jedoch sehr intolerant daherkommen.

        Das Zusammentreffen zwischen Jack und Greg fällt wie ein Kulturschock aus: junger Großstädter trifft alten Kleinstädter. Dieser Kontrast zwischen den beiden wird ausgezeichnet dargestellt, Gregs kleinstes Vergehen schlägt unmissverständlich zurück, Recht machen kann er es dem Ex-CIA-Agenten nicht. Beide Figuren werden eigentlich trotz absurder Situation recht glaubwürdig dargestellt.

        Insgesamt ist der Film zwar recht spaßig, plätschert aber langsam vor sich hin und kann auch nie überraschen. Für einen recht unterhaltsamen Kinoabend sorgt er, ist aber kein Film, der längerfristig im Gedächnis bleibt.

      • | FAZIT

      • Relativ unterhaltsam aber ohne Überraschungen. Ein Film, den man schnell wieder vergessen hat.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 6.7/10 (11 votes)

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