Dienstag | 29. Mai 2012 | 19:36 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Die Avakians sind eine reiche armenische Familie. Zu ihr gehören Aram, ein Großgrundbesitzer, der in einer türkischen Kleinstadt lebt, und Assadour, ein erfolgreicher Arzt aus Venedig. Die Brüder haben sich lange nicht gesehen, und so vereinbaren sie ein Wiedersehen in Armenien. Während Assadour sich auf den Besuch in der Heimat vorbereitet, beginnt der armenische Teil der Familie, den alten Herrensitz für den Besuch aus dem Ausland herzurichten. Es wird getischlert, gestrichen, repariert und auch an einen Tennisplatz wird gedacht, den es für die Italiener anzulegen gilt. Inzwischen hat sich die politische Lage dramatisch zugespitzt...
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Paolo Taviani
      Vittorio Taviani
    Buch:   Vittorio Taviani  
      Paolo Taviani  
      Antonia Arslan als Story  
    Musik:   Giuliano Taviani
    Kamera:   Giuseppe Lanci
    Produzent:   Stefano Dammicco als Executive Producer  
      Ramon Colom als Co-Producer  
      Gianfranco Pierantoni als Co-Producer  
    Darsteller:   Alessandro Preziosi als Egon  
      Mariano Rigillo als Assadour  
      Marius Donkin als Dr. Krikor  
      Christo Jivkov als Sarkis  
      Mohammed Bakri als Nazim  
      Moritz Bleibtreu als Ferzan  
      Linda Batista als Frau Turca  
      Angela Molina als Ismene  
      Paz Vega als Nunik  
      Assen Blatechki als Serg. Mudir  
      Hristo Shopov als Isman  
      Tcheky Karyo als Aram  
      Arsinee Khanjian als Armineh  
      Stefan Danailov als Presidente Tribunale  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Brisantes Thema brillant dargestellt
    • Die Tavianis haben immer schon großartiges, konventionelles Kino gemacht. Hier sind sie außerdem noch mutig, dass sie ein heiß umstrittenes Tabuthema aufgreifen: den Massenmord an den Armeniern durch türkische Nationalisten. Eine Reihe prominenter Schauspieler kommen zum Einsatz (Paz Vega, André Dessoullier u.v.a.) und bringen die Geschichte, die in eindrucksvollen oft bewusst dunkel gehaltenen Bildern erzählt wird, glaubwürdig über die Rampe. Der menschliche Faktor wird wiederholt ins Spiel gebracht, indem sich jeweils ein Vertreter der einen Volksgruppe in eine Vertreterin der anderen verliebt. Das erhöht die Emotionalität und beeindruckt ohne ins Kitschige abzusinken.
      Außerdem wird vermieden in eine s/w Schilderung zu verfallen. Ganz im Gegenteil sehen wir nur vereinzelte nationalistische Fanatiker. Vielmehr beeindruckt ein türkischer Soldat (Moritz Bleibtreu), der voller Skrupel über seine Taten ist und sich selbst anklagt. Damit werden auch die Gräueltaten von der engen nationalistischen Ebene auf eine allgemein gültige, menschliche gehoben. Manche Szenen wecken Erinnerungen an die Anfänge des Naziterrors, dem man auch mit ungläubigem Abwiegeln begegnet war. Und die Tavianis haben ein Gespür dafür, wie man grausame Bilder durch zarte, poetische Kompositionen abfedert.
    • 01.10.2009 Bewertung:
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