Dienstag | 29. Mai 2012 | 14:13 Uhr
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  • Zeit zu leben

    Drama, TV | Deutschland 2007
  • Originaltitel:
    Zeit zu leben
    Genre:
    Drama, TV
    Produktionsland:
    Deutschland 2007

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    • | KURZINHALT

    • Die Meeresbiologin Annabelle Kohout ist fassungslos, als sie nach Jahren im Ausland ihre Eltern Lena und Rolf in Deutschland besucht und beim Mittagessen im Kreise der Familie von deren Entscheidung hört, ihrem Leben in wenigen Wochen gemeinsam ein Ende zu setzen. Rolf hat Krebs, Lena droht die Amputation eines Beins. Beide sind schon lange Mitglieder in einem Verein für humanes Sterben und wol­len einem langsamen Siechtum entgehen, indem sie ihren Tod selbst in die Hand nehmen. Zu einem Zeitpunkt, der ihr langes und glückli­ches gemeinsames Leben würdig beschließt. Annabelle, ihrem Bruder Achim und dessen Frau Rieke bleibt nichts anderes übrig, als die Ent­scheidung der Eltern hinzunehmen und sie am Tage des selbst gewählten Todes in ein Hotel nach Holland zu dem Sterbehelfer Dr. Laufen zu begleiten.

      Doch dann stirbt nur Lena, Rolf überlebt. Annabelle ist geschockt und fragt sich, ob die ganze "Sterbehilfe" etwa nur ein perfider Plan ihres Vaters war. Warum hat er überlebt und die Mutter musste sterben? Ihrer Meinung nach hat der todkranke Rolf die Mutter überredet, die sich nur aus Liebe zu ihrem Mann umgebracht hat.

      Nach Lenas Beerdigung schaltet sich die Polizei ein und untersucht, ob kein Tötungsdelikt vorliegt. Annabelle lässt das, was im Hotelzim­mer in Holland hinter verschlossenen Türen passiert ist, keine Ruhe. Durch den ermittelnden Beamten Louis Rehagen erfährt sie im­mer mehr Details über ihre Eltern, die sie stutzig machen. Warum hat ihr Vater im letzten Moment gezögert? Warum hat ihre Mutter immer behauptet, krank zu sein, obwohl ihr in Wahrheit gar nichts fehlte? Auch ihr Bruder Achim verhält sich verdächtig.

      Annabelle, die die Familie nach dem Abitur verließ, muss feststellen, dass in ihrer langen Abwesenheit Dinge vorgefallen sind, von denen sie keine Ahnung hat. Sie erfährt, dass sowohl ihr Vater als auch ihr Bru­der Interesse am Tod der Mutter hatten: Achim hat Schulden und braucht dringend das Erbe, Rolf wollte mit einer anderen Frau ein neues Leben anfangen, entschied sich dann aber doch für Lena. Die andere Frau war Annabelles Schwägerin Rieke. Langsam entspinnt sich das Bild einer Familie, in der nichts so ist, wie es scheint. Und Annabelle muss erkennen, dass auch sie sich hat täuschen lassen.

      Annabelle beschließt wieder abzureisen. Am letzten Abend nähern sich Vater und Tochter endlich an, und Rolf gesteht ihr, dass er nicht mehr sterben wollte. Ein Leben lang ist er seiner Frau bereitwillig gefolgt. So wie Lenas Schränke aussahen, so sah auch das Leben an ihrer Seite aus: wohlgeordnet und durchorganisiert. Dinge, die aus der Reihe liefen, passten nicht in ihr Leben. Und zu guter Letzt lief Rolf aus der Reihe. Diesen letzten Schritt konnte er nicht mit ihr gehen. Nach diesem Geständnis bringt sich Rolf um. Und Annabelle hat end­lich die Kraft, dieses Mal nicht wegzulaufen...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Matti Geschonneck
    Buch:   Hannah Hollinger  
    Kamera:   Carl F. Koschnick
    Produzent:   Reinhold Elschot als Producer  
    Darsteller:   Bernhard Schütz als Louis Rehagen  
      Dietz Werner Steck als Dr. Laufen  
      Thomas Dannemann als Achim Waldheim  
      Nicole Heesters als Lena Waldheim  
      Maja Maranow als Annabelle Kohut  
      Friedrich von Thun als Rolf Waldheim  
      Katharina Böhm als Rieke Waldheim  
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