Dienstag | 29. Mai 2012 | 07:28 Uhr
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  • FILM REVIEW | Phantoms
  • Phantoms

    Thriller | USA 1998
  • | INHALTSANGABE

  • Um sie vor ihrem, jedenfalls nach ihrer Meinung nicht standesgemäßen Freund zu schützen, holt die Ärztin Jennifer Pailey (Joanna Going) ihre Schwester Lisa (Rose McGowan) vom garstigen New York in die abgeschiedene Bergwelt von Snowfield, Colorado. 500 Menschen leben hier normalerweise, doch an diesem Morgen ist es seltsam ruhig. So begegnen Lisa und Jennifer nicht einem einzigen Mensch auf der Straße.

    Dann finden sie eine alte Frau tot auf. Im nächsten Haus den toten Sheriff, neben ihm seine leergeschossene Waffe, ein Haus weiter nur noch die abgeschlagenen Köpfe der Bewohner. Anscheinend lebt niemand mehr in dieser Stadt, doch wer hat ein ganzes Dorf ausgerottet?

    Die beiden Frauen treffen auf Bryce Hammond (Ben Affleck), einem ehemaligen FBI-Agenten, der seit seiner Strafversetzung, weil er bei einem Einsatz aus Versehen ein Kind erschoss, als Bezirkspolizist arbeitet. Nun ist er in Snowfielt und sucht zusammen mit seinem psychisch angeknacksten Hilfssheriff Stu Wargle (Liev Schreiber) nach einer Erklärung für die Toten.

    Es wird Nacht, Geräusche schrecken die kleine Gruppe auf, während sie auf die angeforderte Nationalarmee wartet. Sie finden nur eine mit Lippenstift geschriebene Nachricht auf einem Spiegel: Timothy Flyte, der alte Feind. Zur selben Zeit arbeitet Professor Timothy Flyte (Peter O'Toole) an einem Artikel für ein Schundmagazin, das sich vornehmlich mit Entführung durch Aliens und Ähnlichem befasst.

    Flyte hatte seinen Lehrstuhl verloren, weil er weiterhin die Thorie vom "alten Feind" vertrat, einem Wesen, das im Inneren der Erde wohnt und nur alle paar Jahrhunderte mal rauskommt, um seinen Hunger zu stillen. Ein Wesen, das fähig ist, die Gestalt seines Opfers anzunehmen, dessen Gedanken, Talente und Meinungen zu übernehmen und das nicht nur für die Ausrottung der Dinosaurier, sondern auch ganzer Völker wie der Mayas verantwortlich ist.

    Dann tauchen einige FBI-Agenten bei Flyte auf und zwingen ihn, mit nach Snowfield zu kommen. Bevor dort jedoch Militär und Wissenschaftler ankommen, wird Stu Wargle von einem fledermausartigen Wesen angegriffen, das ihm regelrecht die Haut vom Körper abzieht und das nicht durch Kugeln zu töten ist.

    Als Flyte ankommt, merkt er schnell, dass seine Theorie wahr ist. So sterben sämtliche Agenten und Wissenschaftler, nur er, Hammond und die Pailey-Schwestern überleben das Massaker. Jedoch spricht der "alte Feind" durch den Körper des Operationsleiters Copperfield (Clifton Powell) noch zu Flyte: Er und die anderen haben nur deshalb überlebt, damit sie die Wahrheit über das Wesen hinaus in die Welt tragen.

    Problematisch ist dabei nur, dass das "Tier" anscheinend ein Opfer hatte, das sich für den Teufel selbst hielt und so denkt es nun, es wäre selber der tiefsten Hölle entsprungen, unsterblich und auserkoren, die Welt zu beherrschen. Hammond und Flyte sehen sich nun mit dem Wesen alleine konfrontiert und beginnen schnell nach einem wirksamen Mittel zu suchen, um es zu töten...
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      • | FILMKRITIK

      • Dean R.Koontz gilt neben Stephen King und Clive Barker als eine der größten Koryphäen auf dem Sektor der Horrorliteratur. Ähnlich wie es bereits Mr. King tat, schrieb Koontz das Drehbuch zur Verfilmung eines seiner Bücher selber, bleibt dabei jedoch deutlich im Mittelmaß, genauso wie es die Regie tut.

        Die Story hat zwar durchaus Potential, wird jedoch nicht wirklich ausgereizt. Die Darsteller sind teilweise völlig fehlbesetzt. Vor allem Ben Affleck, der nicht der Typ des toughen FBI-Mannes ist. Zudem sieht er mit Sheriff-Hut leider ziemlich lächerlich aus, es gelingt ihm niemals, wirklich zu überzeugen, sein Charakter wird zur Staffage.

        Ganz ähnlich ergeht es Rose McGowan, deren Rolle am Anfang noch ganz interessant wirkt, so scheint sie doch wieder den Typ des "unartigen Mädchens von Nebenan" zu verkörpern, den sie ja auch am besten spielen kann. Doch ihr Charakter wird nach der ersten halben Stunde fast völlig ins Abseits gedrängt und unwichtig.

        Charismatisch hingegen ist Liev Schreiber, der jedoch sehr schnell aus der Handlung gekickt wird, psychopatisch rollt er mit den Augen und wirkt als Schizo-Cop von Anfang an bedrohlich. Leider erklärt das Drehbuch auch seine Rolle nie, sein Charkater bleibt unerschlossen. Dem gegenüber erhaben ist natürlich Peter O'Toole.

        Der englische Charkterdarsteller wird zwar erst spät in die Handlung eingeführt, übernimmt dann aber auch das Feld und beherrscht den Rest des Films.
        Der Film ist recht spannend geworden und das, obwohl die Optik eher fernsehtauglich ist und die Spezialeffekte viel zu deutlich mit dem Computer generiert worden sind.
      • | FAZIT

      • Ein Durchschnittshorrorfilm, dem nur seine Atmosphäre über die Runden hilft.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 5.8/10 (10 votes)

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