Dienstag | 29. Mai 2012 | 21:19 Uhr
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  • FILM REVIEW | Romy und Michele
  • Romy und Michele

    Spielfilm | USA 1997
  • | INHALTSANGABE

  • Romy White (Mira Sorvino) und Michele Weinberger (Lisa Kudrow) sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich. In der Schule wurden sie immer nur gehänselt, denn Romy hatte nicht gerade die Traumfigur und Michele musste ein Stützkorsett tragen. Doch die High School war irgendwann vorbei und die beiden zogen nach Los Angeles, um ein aufregendes, abenteuerliches Leben zu haben.

    Zehn Jahre danach hat sich dieser Traum für die beiden erfüllt - jedenfalls in ihrer Phantasie, denn noch haben beide nicht erkannt, dass sie eigentlich nichts geschafft haben - Romy ist Kassiererin und Michele ist arbeitslos. Dies fällt ihnen auf, als sie den Fragebogen zum kommenden Jahrgangstreffen beantworten sollen.

    Daraufhin versuchen sie alles, um in den zwei folgenden Wochen zu erfolgreichen Menschen zu werden - natürlich erfolglos. Der einzige Ausweg besteht darin, sich eine Geschichte auszudenken, die sie dann auf dem Klassentreffen erzählen können. Merkt ja eh keiner, denn die einzige, die wirklich weiß, was die beiden machen, ist Heather Mooney (Jeneane Garofalo), die früher von allen noch mehr gehasst wurde als Romy und Michele, und die heute eine extrem erfolgreiche Geschäftsfrau ist.

    Und da diese eh nicht zurück nach Tuscon, Texas will, steht der Lüge nichts im Weg. So besorgen sich die beiden ein Caprio, schicke Klamotten und denken sich die tolle Story aus, dass sie beide die Post-It's! (das sind diese kleinen selbstklebenden gelben Zettel) erfunden haben. Auf dem Schultreffen geht aber natürlich alles schief.

    Ihre Story fliegt auf, Romys Kontrahentin Christie Masters (Julia Campell) hat ihren Schul-Schwarm Billy Christiansen (Vincent Vetresca) geheiratet und reibt ihr das genüsslich unter die Nase und Heather Mooney kreuzt doch auf. Völlig gedemütigt gehen sie in die Offensive - und erkennen, dass sie doch nicht so blöd und nutzlos sind, wie sie bisher dachten und dass sie viel mehr erreicht haben, als die anderen.
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      • | FILMKRITIK

      • Ein Film wie "Ace Ventura" wäre in den frühen 80ern nie von einem Hollywood-Major gedreht worden. Mit den 90ern etablierte sich auch in Hollywood der Hang zum Blödsinn, was öfters dazu führt, dass man sich am liebsten mit Grausen abwenden würde. "Wayne's World" und Konsorten sind Geschmackssache. "Romy und Michele" ist der erste wirklich weibliche Film dieser Machart - und in Wirklichkeit wesentlich niveauvoller als seine Kollegen von der Machofront.

        "Romy und Michele" ist fast schon eine Verarsche auf die Verarsche. Auch wenn man am Ende sagen kann, dass der Film hohl war, man hat sich trotzdem köstlich amüsiert. Was ihn anders macht sind seine leisen Untertöne, auch wenn die in dem angestrebten Gag-Chaos ziemlich untergehen. Außerdem sind die Charaktere – zumindest die der beiden Titelfiguren - wesentlich stärker ausgearbeitet als es in solchen Produktionen sonst üblich ist.

        Ok, der Film ist nicht gerade realistisch, sondern eher absurd, auch bietet er keine Gags am laufenden Band. Und trotzdem...ist er auf seine eigene Art und Weise ausgezeichnet. Liegt das an der überaus süßen Mira Sorvino? Auch. Aber hauptsächlich liegt das an einem Filmskript, das nicht mehr sein will, als es ist - sarkastisch, aber liebevoll, unterhaltsam und äußerst feminin. Ein sympathischer Film, der - zumindest in Europa - ziemlich am Publikum vorbei ging. Highlight des Films dürfte wohl die sehr witzige Tanzsequenz sein.
      • | FAZIT

      • Ein sehr unterhaltsamer und liebevoll gestalteter Film, der zu Unrecht am hiesigen Kinopublikum vorbei ging.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 5.0/10 (1 vote)

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