Dienstag | 29. Mai 2012 | 07:55 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • „Public Enemies" macht eines der schillerndsten Kapitel amerikanischer Gangstergeschichte lebendig: Frank Dillingers legendäre Raubzüge, die ihn zum meistgesuchten Mann auf der Fahndungsliste des damals noch jungen FBIs und zum Helden für einen großen Teil der unterdrückten, benachteiligten Bevölkerung in den Zeiten der Großen Depression in den USA der 30er-Jahre machten.

      Niemand schien den charismatischen Dillinger (Johnny Depp) und seine Gang stoppen zu können. Keine Gefängnismauer war hoch genug, um ihn zu halten, und sein dreister Charme machte ihn zum Helden, genauso für seine Freundin Billie Frechette (Oscarpreisträgerin Cotillard), wie für viele Amerikaner, die in ihm einen gerechten Denkzettel für die Finanzwelt sahen, und Ursache für die Weltwirtschaftskrise war. Dillingers Gang, zu der später auch „Baby-Face" Nelson (Stephen Graham) und Alvin Karpis (Giovanni Ribisi) gehörten, hielt die Menschen in Atem und gab dem ehrgeizigen J. Edgar Hoover auf der anderen Seite eine Chance, das FBI und dessen Macht auszubauen.

      Er ernannte Dillinger zu Amerikas erstem ‚Public Enemy' und schickte ihm mit Melvin Purvis (Christian Bale) den „Clark Gable des FBI" auf die Fersen. Zunächst spielten Dillinger und seine Gang nur mit Purvis Agenten und entkamen immer wieder in wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien. Erst als ein paar ehemalige Revolverhelden ins Agenten-Team geholt wurden und es gelang, Dillingers Organisation durch Verräter wie die ‚Lady in Red' und den Gangsterboss Frank Nitti zu unterwandern, konnten Purvis und das FBI die Schlinge enger ziehen...
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Regisseur Michael Mann hat der amerikanischen Gangsterlegende John Dillinger ein filmisches Monument geschaffen. Johnny Depp verkörpert den Bankräuber der Depressionsära, der schnelle Autos, Maschinenpistolen und ein gut organisiertes Netzwerk von Kriminellen nutzte, um der Polizei ihre Grenzen aufzuzeigen. „Public Enemies“ ist mit akribischer Detailtreue inszeniert, wenn es um den Look der dreißiger Jahre geht. Insgesamt durchzieht die bleihaltige Action eine entrückte, sehr ästhetisch orientierte Romantik, die auszudrücken scheint, dass man Legenden nicht wirklich nahe kommen kann.
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    • | VIDEOS ZUM FILM

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      Public Enemies: Trailer (1)
      Public Enemies: Clip (1)
      Public Enemies: Clip (2)
      Public Enemies: Clip (3)
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      Public Enemies: Clip (5)
      Public Enemies: Clip (6)
      Public Enemies: Clip (7)
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Michael Mann
    Buch:   Michael Mann als Writer  
      Ronan Bennett als Writer  
      Bryan Burrough als Story  
      Ann Biderman als Writer  
    Musik:   Elliot Goldenthal
    Kamera:   Dante Spinotti
    Produzent:   Michael Mann als Producer  
      G. Mac Brown als Executive Producer  
      Kevin Misher als Producer  
      Jane Rosenthal als Executive Producer  
      Robert De Niro als Executive Producer  
    Darsteller:   Johnny Depp als John Dillinger  
      Christian Bale als Melvin Purvis  
      Channing Tatum als Pretty Boy Floyd  
      Billy Crudup als J. Edgar Hoover  
      John Ortiz als Phil D'Andrea  
      Emilie de Ravin als Anna Patzke  
      Leelee Sobieski als Polly Hamilton  
      Giovanni Ribisi als Alvin Karpis  
      Marion Cotillard als Billie Frechette  
      David Wenham als Pete Pierpont  
      Rory Cochrane als Carter Baum  
      Stephen Dorff als Homer Van Meter  
      Lili Taylor als Sheriff Lillian Holley  
      Shawn Hatosy als John Madala  
      Stephen Lang als Charles Winstead  
      Stephen Graham als Baby Face Nelson  
      Carey Mulligan als Carole  
      James Russo als Walter Dietrich  
      Matt Craven als Gerry Campbell  
      Branka Katic als Anna Sage  
      Laurence Mason als Porter  
      Luce Rains als Edwin Norris  
      Peter Gerety als Louis Piquett  
      Spencer Garrett als Tommy Carroll  
      Jason Clarke als John  
      Joe DeVito als Wächter  
      Christian Stolte als Charles Makley  
      Marc Grapey als Charlie Shapiro  
      Chandler Williams als Clyde Tolson  
      Don Frye als Clarence Hurt  
      Jennifer Badger als Reds Geisel  
      Rebecca Spence als Doris Rogers  
      Michael Vieau als Ed Shouse  
      John Michael Bolger als Martin Zarkovich  
      Geoffrey Cantor als Henry Suydam  
      Nancy McCrumb als Tommy Carrolls Geisel  
      Suzy Brack als Biograf  
      Tracey Ruggiero als Reds Geisel  
      Michael Bentt als Herbert Youngblood  
      Alan Wilder als Robert Estill  
      Joseph Luis Caballero als FBI Agent  
      Turk Muller als Chicago P.D. Detective  
      Bill Camp als Frank Nitti  
      Richard Short als Sam Cowley  
      Adam Mucci als Harold Reinecke  
      Kurt Naebig als William A. Rorer  
      Wesley Walker als Jim Leslie  
      Carlos Villalobos als FBI Agent  
      Randy Ryan als Julius Rice  
      Guy van Swearingen als Agent Brown  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Bye-bye Black Bird
    • Der Routinier Michael Mann hat einen Krimi abgeliefert, der seinem Können gerecht wird. Prominente Darsteller agieren in einem mittelprächtigen Gangsterdrama. Die Spannung hält sich in Grenzen, denn es geht alles ein bisschen zu glatt: die Ausbrüche aus dem Gefängnis oder die Banküberfälle. Viel Blut und Ballerei, oft unterlegt mit bombastischer Orchestermusik. Das wirkt etwas theatralisch, lässt aber im Laufe des Films doch so etwas wie eine eigenartige Atmosphäre entstehen. Warum der Titel auf mehrere öffentliche Feinde abzielt, bleibt ein Geheimnis. Denn eigentlich ist es doch nur Johnny Depp alias John Dillinger - Bankräuber und Volksheld. Ein Feind der Öffentlichkeit würde nicht so gekonnt mit der Presse spielen!? Und er liefert eine gewohnt routinierte Vorstellung ab. Ebenso wie sein Gegenspieler Christian Bale als Kommissar. Erwähnenswert erscheinen mir außer einem Deal mit einer Illegalen, die man mit der Abschiebung bedroht, wenn sie Dillinger nicht verrät, die handgreiflichen Verhörmethoden an Dilligers Freundin Marion Cotillard. Wird ja immer wieder mal angedroht. Johns letzte Worte setzen einen lyrischen Schlusspunkt für einen Film, der zu cool ist, als dass er einen packen könnte. Nur Alain Delon ist seinerzeit schöner im Kugelhagel untergegangen.
    • 06.12.2011 Bewertung:
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    Wertung: 7.4/10 (5 votes)

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