Thriller,
Action,
Science Fiction,
Komödie
| Australien / USA 2000
| INHALTSANGABE
Gott, sind die alt! Vier Opas auf dem Weg in den Weltraum. Konnte die NASA keine besseren Leute finden??? Nein, konnte sie nicht. Denn den Auftrag, einen russischen Kommunikationssatelliten aus den 60er Jahren zu reparieren, können die Jungs von heute nicht mehr erfüllen, dafür ist die Technik viel zu alt. Daher ist Frank Corvin (Clint Eastwood) auch der einzige, der diese Mission packen kann, schließlich hat er dieses System 1958 entwickelt - und wurde danach ausgebeutet. Betrogen von seinem Vorgesetzten Bob Gershon (James Cromwell), der heute ein hohes Amt bekleidet.
Frank und seine drei besten Freunde gehörten damals zu den besten Piloten der NASA und sollten die ersten Menschen werden, die den Mond betreten. Doch dann nahm man lieber einen Schimpansen für diese Mission, besonders Frank fühlte sich dabei hintergangen und eckte seitdem nur noch an. Im Laufe der Jahre wurde ihm immer wieder unterstellt, er sei unfähig, in einem Team zu arbeiten und schließlich ging Frank in Ruhestand.
Jetzt steht dieser junge arrogante Astronaut Ethan (Loren Dean) vor ihm und befiehlt praktisch, dass Frank helfen muss. Wäre da die wesentlich diplomatischer vorgehende Wissenschaftlerin Sara Holland (Marcia Gay Holland) nicht, dann würde er Ethan wohl mit einem Fußtritt aus seinem Haus befördern. Aber so überlegt Frank eine Weile und kommt auf eine wagemutige Idee, wie er nach über 40 Jahren doch noch zu seinem Recht kommen könnte. Er setzt Gershon, der das Projekt betreut die Pistole auf die Brust: entweder er und seine Kumpels reparieren selbst oder Frank wird sein Wissen niemals preisgeben. Gershon hat keine Wahl und willigt ein.
Frank macht sich auf die Suche nach seinen alten Freunden, die er teilweise seit Jahren nicht mehr gesehen hat.Tank Sullivan (James Garner) ist zum Priester mutiert, hat aber seinen Glücksbringer, die Figur eines tanzenden Hawaiimädchens, immer noch unter dem Altar stehen und willigt natürlich sofort ein. Keine Probleme hat auch Jerry O'Neil (Donald Sutherland), der es zum bekannten Ingenieur von Achterbahnen gebracht hat und nach wie vor seinem Playboy-Image frönt.
Schon schwieriger wird es bei Hank Hawkins (Tommy Lee Jones), denn ihn und Frank verband immer eine Art Hassliebe und nicht selten gab es zwischen den beiden Schlägereien. Hank, der schon immer ein unvorsichtiger Draufgänger war, macht Sportflüge für zahlungswillige Kunden, die gerne mal ein paar ganz gemeine Loopings drehen wollen. Auch wenn er Bedenken hat, geht er schließlich auf Franks Vorschlag ein.
Nicht nur für Frank, sondern auch für den Flugleiter Eugene Davis (William Devane), der die Rentner-Gang noch von früher kennt und keine positiven Gefühle für sie hegt, stellt sich trotzdem die Frage, warum Gershon diesen alten Satelliten erhalten will. Denn auch, wenn er runterkäme, würde er beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Gershon meint, er tue dies wegen der diplomatischen Kontakte zu Russland und als Zeichen des guten amerikanischen Willens.
Fraglich ist jedoch auch, wie Franks System zur Zeit des Kalten Krieges in einen russischen Satelliten kommen konnte. Da diese Fragen für Frank jedoch zweitrangig sind und nur sein Flug ins All zählt, ist es für ihn wesentlich wichtiger, dass er und seine Freunde das harte Training überstehen und das fällt im Alter doch schlimmer aus als befürchtet...
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| FILMKRITIK
Wenn Clint Eastwood einmal das Zeitliche segnen wird, kann man seine Arbeit als Regisseur durchaus hochhalten. Schon mehrere Male hat er bewiesen, dass sein Stil den Zuschauer zu fesseln vermag. Mit dem neuesten Streifen verwebt er ein Heldenthema mit Humor, Politik, guter Menschenkenntnis und Action. Dabei vernachlässigt er nicht den Realismus. An Originalschauplätzen der NASA wurden Simulatoren, Duschräume, Testkabinen, Übungshallen und sogar die Startrampe des Spaceshuttles genutzt, um ein realistisches Abbild des Astronautenlebens zu schaffen.
Der Film ist in zwei Teilen aufgebaut. Neben einer Rückblende auf die jungen Jahre der Luft-Pioniere, werden die Wehs des Alters genauso beleuchtet, wie persönliche Entwicklungen der Hauptdarsteller. Eastwood hält sehr gut die Waage zwischen Humor und Ernst. Dass die Senior-Piloten einen wichtigen Job haben, wird erst im zweiten Teil klar. Nach dem Start des Spaceshuttles läuft so einiges schief. Auf die Konfrontation zwischen den "alten Hasen" und den jungen Besatzungsmitgliedern wird schon im Laufe des Films hingewiesen und sie soll bald zu Entscheidungen führen, die die Besatzung in Probleme stürzt.
Industrial-Light & Magic tut sein Bestes, um die visuellen Effekte im Weltraum darzustellen und obwohl die Produzenten auf Dreharbeiten in der Schwerelosigkeit (siehe „Apollo-13“) verzichteten, ja vielmehr auf Rollstühle und Drähte bauen, fallen diese Tricks nicht auf, da neben der gekonnten Kameraführung auch eine kontinuierliche Spannung aufrecht erhalten wird.
| FAZIT
Seit langem bin ich wieder mit einem Film zufrieden. Dieser Film beinhaltet SciFi, Komödie und Action ohne ein Genre zu sehr hervorzuheben. Man möchte ihn glatt als Dokumentation der Raumfahrt ansehen. Ich kann ihn sehr empfehlen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung